„Fantasia Ministeriale“ – oder: Trau dich!

17. Februar 2012

Auf der Fahrt nach Hause hörte ich heute im Radio zufällig den 2. Satz der 5. Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die „Reformationssinfonie“ deren Fröhlichkeit und Leichtigkeit mich schon seit langem begeistern. Gleichzeitig versetzte  mich die Musik an diesem trüben Tag in eine Stimmung des Resümees und Rückbesinnung. .

So begann ich in meinem Bilderachiv zu stöbern und stieß dabei auf ein Bild, das ich schon beinahe vergessen hatte:

"Fantasia Ministeriale" - Mischtechnik auf Leinwand (c) by Cordula Kerlikowski

"Fantasia Ministeriale" - Mischtechnik auf Leinwand (c) by Cordula Kerlikowski

Vor einigen Jahren hatte ich eine Ausstellung im Kultusministerium in Hannover. Das Ministerium verfügt über gute Ausstellungsräume und gibt Künstlerinnen und Künstlern regelmäßig die Möglichkeit ihre Arbeiten zu präsentieren.

Dieses Bild ist eine Gemeinschaftsarbeit. MitarbeiterInnen des Niedersächsischen Kultusministeriums haben es gewagt, unvorbereitet und ungeübt die Leinwand zu erobern. – grafische Formen, eine Schnecke, Schlangenlinien, Symbole – und meine Aufgabe war es, diese Strukturen und Arbeitsspuren zusammenzubringen, zu gestalten und zu einem Ganzen zusammenzufügen, sie dabei aber so unberührt wie möglich zu lassen.

Entstanden ist ein frisches, fröhliches Bild, das natürlich einige Hinweise auf die Arbeit des Kultusministeriums (§2 – Bildungsparagraph) enthält. Was aber hinter jedem einzelnen Symbol stehen kann, möchte ich den UrheberInnen und dem Betrachter selbst überlassen.

Ich fand es toll, dass sich die MitarbeiterInnen des Ministeriums darauf eingelassen haben! Es gehört Mut dazu, unbekanntes Gelände zu betreten und letzten Endes ist jede Linie, jede Form ein Stück Emotion des Einzelnen – großartig, sich so zu öffnen! Danke für dieses Experiment!

Und hier:

Felix Mendelssohn-Bartholdy
Sinfonie No.5, Op.107 (Reformationssinfonie), 2. Satz

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Eine Antwort to “„Fantasia Ministeriale“ – oder: Trau dich!”

  1. Hauke Says:

    Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er auf’s Eis tanzen.


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