„Drei Tulpen“ auf CD – von der Schwierigkeit mehrfarbig zu drucken…

15. März 2012

Und hier ein neue Kaltnadelradierung – passend zum Frühling:

Über die Kaltnadelradierung, insbesondere auf CD, habe ich bereits einige Artikel geschrieben:

https://cordulakerlikowski.wordpress.com/2012/01/28/ein-wiesenstuck-oder-platz-schaffen-im-cd-regal/

https://cordulakerlikowski.wordpress.com/2012/03/10/wiesenstuck-ii-oder-in-serie-arbeiten/

Heute geht des darum, die Druckfarbe zielgerichtet einzusetzen, um besondere Akzente zu schaffen:

"Drei Tulpen", 2012, Unikatdruck  - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Unikatdruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

Der sogenannte Irisdruck ist kaum ein Problem – hier werden die Druckfarben, gut voneinander entfernt, aufgetragen und sanfte Übergänge geschaffen.

Dagegen macht es schon größere Schwierigkeiten, einzelne Partien der Druckplatte gezielt farblich zu gestalten. Zum einen ist die Kunststoffplatte nach 10-15 Drucken erschöpft, die Linien werden dann unscharf. Also sind nur wenige Versuche möglich. Zum anderen ist das Auswischen der Druckfarbe aufwändiger und dauert länger. Außerdem kann die Platte durch das intensivere Auswischen der Farben schneller verkratzt werden.

Hier zwei Probedrucke:

"Drei Tulpen", 2012, Probedruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Probedruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Probedruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Probedruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

Während der Irisdruck kraftvoller und abstrahiert wirkt, sind die gezielten Tönungen realistischer. Man kann viel experimentieren – jeder Druck ist ein Unikat.

Es ist wichtig, hier sehr sauber zu arbeiten und die Platte nach jedem Druck vorsichtig mit einem Lappen und Terpentin zu säubern. Die Druckfarbe ist extrem pigmentiert – kleinste Rückstände verfärben den nächsten Druck auf unerwünschte Weise. Trotzdem ist es interessant, die CD auch einmal nicht zu reinigen und eine neue Farbe aufzutragen. Das Ergebnis kann interessant sein:

"Drei Tulpen", 2012, Probedruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Probedruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

Während Rot und Gelb sich dem Rötelton fast vollständig ergeben haben, weil der Kontrast zwischen ihnen nicht sehr groß ist, wirkt das Blau hier kräftig nach. So entstehen in diesem Fall Schattierungen, die die Schraffur der Radierung noch weiter unterstützen…

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2 Antworten to “„Drei Tulpen“ auf CD – von der Schwierigkeit mehrfarbig zu drucken…”


  1. Es ist schon interessant, was alles durch verschiedene Techniken entstehen kann 🙂
    Ein sehr interessantes Posting, das ich sehr gerne gelesen hab!
    Von den Bildern – sorry, CDs 😀 – gefallen mir die ersten drei am besten, nicht nur die Farben an sich sind sehr schön, sondern auch, wie zart sie rüberkommen, ist bemerkenswert 🙂


    • Dankeschön, ich mag die bunten auch am liebsten, das passt am besten zu den Tulpen, der letzte Druck hat eher informativen Charakter. Es ist immer schnell zu merken bei den Probedrucken, welche Töne bei welchen Motiven funktionieren. Das macht es so spannend!


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