„Irish Wedding“ – oder: manchmal kommt es anders…

3. April 2012

Gestern erfuhr ich, dass die Tochter einer befreundeten Malschülerin geheiratet hat. Das erinnerte mich an eine Arbeit, die ich als Hochzeitsgeschenk gemalt hatte, da sich das Brautpaar von mir ein Bild gewünscht hatte:

"Irish Wedding" - Mischtechnik auf Leinwand, 60 x 80 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Irish Wedding" - Mischtechnik auf Leinwand, 60 x 80 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Die familiäre Wurzeln der Braut liegen in Nordirland, und so war es naheliegend, Elemente der irischen/keltischen Mythologie in das Bild einzubringen:

Das Grün des Hintergrundes steht für die „grüne Insel“ Irland, das Grün der Wiesen, Wälder, der naturbelassenen Weiten des Landes. Im Mittelpunkt sehen wir einen Baum mit kräftigen Wurzeln und einer ausladenden Krone, der die gesamte Bildfläche einnimmt.  Der Baum ist ein zentrales Symbol der irischen/keltischen Märchen- und Sagenwelt, er bedeutet Kraft, Standfestigkeit, Schutz, Weisheit, Beständigkeit. Vor diesem Baum bewegen sich Figuren, teils reale, teils Fabelwesen… Unten rechts eine Hirschkuh – in der irischen Sage oft ein verzaubertes Mädchen, das es zu erlösen gilt, aber auch mit Weisheit, Kraft, Güte und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Links daneben ein Mensch, ein junger Mann, der sich mit offenen Armen auf die Hirschkuh/das Mädchen zubewegt. Er wird es sein, der sie wählt, auserwählt, ein Leben mit ihr beginnen will. Zwei Vögel und ein kleines Fabelwesen sitzen auf den Zweigen des Baumes und beobachten die Szene. Dazwischen schwebt ein etwas größeres Wesen, vielleicht ein Engel, der seine schützenden Flügel über die beiden ausbreitet und negative Einflüsse, Leid, Schmerz und Angst fernzuhalten versucht. Der Eindringling, der sich von rechts oben nähern will, hat keine Chance. Und so habe ich versucht, die Stimmung einer jungen Liebe an ihrem großen Tag festzuhalten – die Hoffnung, das Glück, die zärtlichen Gefühle füreinander, die Freude am Leben, die Träume und Illusionen des jungen Paares.

Damals wünschte ich Ihnen: „Möge das rauschende Fest, das ich miterleben durfte, der Start in ein glückliches gemeinsames Leben sein, das Sonnentage genießt, Stürme übersteht und jeden Tag zu etwas besonderem macht“.

Es hat nicht gehalten… Und so überdauerte das Bild die kurze Ehe. Vielleicht läuft es dieses Mal besser…. Alles Gute!

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