„Zwei Tulpen“ – oder Aquarell auf Leinwand…?

21. Juni 2012

Blumen und Blüten gehören zu meinen Lieblingsmotiven. Insbesondere die Tulpe hat es mir angetan – ich mag sie sowohl in den schlichten Formen und Farben als auch in den wunderschönen Zuchtformen…

Seit die Tulpe im 16. Jahrhundert nach Europa kam, wird sie in Gärten und Gewächshäusern liebevoll kultiviert. Um diese Zwiebelpflanze ranken sich bisweilen Dramen – Liebhaber verschuldeten sich, um besonders schöne Exemplare zu ergattern und die Preise für eine Tulpenzwiebel stiegen ins Unermessliche – somit war die Tulpe eines der ersten Spekulationsobjekte.  Der erste „Börsen-Crash“ war ein „Tulpen-Crash“ im Jahre 1637! Dabei gehen die schönsten Farb- und Formvarietäten auf einen Virus zurück – jede Tulpe geht irgendwann in ihre schlichte Naturform zurück. Wer in seinen Garten Tulpen hat, kennt das: irgendwann sind sie alle wieder klein und gelb…

Das sind  nun meine zwei Tulpen:

"Zwei Tulpen" - 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

„Zwei Tulpen“ – 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

Hier habe ich mit Aquarell-Hilfsmitteln experimentiert, die es ermöglichen, mit Aquarellfarben auf Leinwand zu malen und Effekte zu erzielen: Aquagrund, Aquarell-Fixativ, Aqua-Shine.

Das Ergebnis gefällt mir. Die Farben fließen zwar nicht so auseinander wie auf einem Aquarellpapier, jedoch verlaufen sie gut ineinander ohne vom Leinwandgrund abzuperlen. Die Farben bleiben brillant, da sie nicht in den Malgrund einziehen können, sondern nur auf der Oberfläche trocknen.

Das fertige Bild ist dann mit einem Fixativ zu schützen, denn es bleibt wie jedes Aquarell wasserempfindlich. Es ist auch möglich, die Farben mit einem weiteren Hilfsmittel wasserfest zu machen, aber das war mir hier zu aufwändig…

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10 Antworten to “„Zwei Tulpen“ – oder Aquarell auf Leinwand…?”


  1. Das erste, was ich dachte, als ich das Bild sah, war: Cordula und Aquarelle, das paßt einfach!

    Bei diesen Bildern gefällt mir alleine schon das leuchtende Rot sehr 🙂

    Interessant auch die Geschichte dieser Blume; hätte nicht gedacht, daß eine Pflanze jemals für einen Börsencrash hätte sorgen können.


    • Guten Morgen und vielen Dank, Thomas… Und das, obwohl ich mich um Aquarelle immer gerne gedrückt habe … früher…
      Inzwischen mag ich die Leichtigkeit dieser Technik sehr. Es ist wie mit der Fotografie – es gibt so viele Möglichkeiten…
      Starte gut ins Wochenende!


      • Danke, Cordula, Dir auch noch einen schönen Restsonntag und einen ebenso schönen Wochenanfang 🙂
        Und ja, es ist das Besondere, was Aquarelle ausmacht: die Farben wirken schwer zähmbar, aber genau das gelingt Dir ja immer 😉


      • Hallo und ganz lieben Dank 🙂 Manchmal zähmen die Farben auch mich, aber insgesamt war es ein weiter Weg bis dahin. Gelegentlich hab ich mir auch geschworen „nie wieder Aquarell“! Aber dann geht es doch weiter. Du kennst das sicher auch von der Fotografie und Bildbearbeitung.
        Schöne Sonntagsgrüße
        Cordula


      • Naja, ein bißchen „Reziprozität“ – um es mal gehoben wissenschaftlich auszudrücken – gehört dazu; also man arbeitet ja mit Farben und die Farben wiederum mit einem auch 😉
        Und ja, ich kenn sowas ziemlich gut von der Bildbearbeitung; bereite gerade das Bild für den morgigen Montag vor und mußte mal wieder feststellen, daß jedes Bild anders ist und es einfach nicht „den einen Weg“ gibt. Und das ist ja auch eine der Sachen, die das Künstlerische interessant und einzigartig machen 😉

        Grüße zurück; ich hoffe, bei Euch ist es trocken 😉
        Thomas


      • Allerdings, Thomas, das ist das Schöne am Künstlerischen. Ich hänge mit Bildbearbeitung ganz schön hinterher – ich habe das vernachlässigt, leider. Es gibt ja noch mehr als die schnelle Gradationskurve 😉
        Hier scheint die Sonne und es ist trocken – ich hoffe doch in Hamburg auch???


      • Ich habe mich auch lange vor der Bildbearbeitung gedrückt, weil sie so umfangreich ist, daß sie einen schier erschlagen kann 😀
        Und ich bin immer noch der Meinung, daß man sie sehr sparsam anwenden sollte – ein Bild, das nichts geworden ist, kriegt man auch mit EB nicht mehr schön 😉
        Naja, in Hamburg ist gerade typisches „Schietwetter“ 😉


      • Da hast du völlig Recht… Dann mal ein paar Sonnenstrahlen aus der Hauptstadt gegen das Schietwetter in HH…


      • Ja, sehr gerne 🙂

  2. frank8233 Says:

    Wie sind denn Deine Erfahrungen mit den ganzen Hilfsmitteln?
    Ich nutze z.Z. Keinen AquaGrund mehr solndern male pur auf der Grundierung 😉


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