Morbide Schönheit – oder: die Beständigkeit der Veränderung…

21. Februar 2013


Wie ich schon mehrfach angemerkt habe, bin ich vielen künstlerischen Techniken zu hause und brauche es einfach, ständig zwischen Materialien, Ausdrucksformen und Formaten zu wechseln. Das macht mich aus und bringt mir immer wieder neue Impulse, Abwechslung und Entspannung.

Nach dem großformatigen, farbintensiven „Aquarius“, über den ich am 8.2. berichtete, war es fast zwangsläufig, auf eine monochrome Übung auf einem einfachen weißen Blatt Papier zurück zu kommen. Manchmal sind es die kleinen, einfachen Dinge, die genauso viel Spaß machen. Ein vergessener, verwelkter Blumenstrauß vom Geburtstag genügt völlig als Inspiration – und auch meine Malschülerin hatte ihren Spaß daran…
Es ist eine Frage des Arbeitstempos, die verwelkenden Blüten zu erfassen. Der Alterungsprozess wartet nicht, bis wir fertig sind, sondern während des Zeichnens bewegen sich die Pflanzenteile, die Blütenblätter verdrehen sich…

Hier einige Bildbeispiele:

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Bleistiftzeichnungen eignen sich sehr gut, um Tonwerte zu klären, Details genau zu erfassen und sich einen Fundus an Skizzen für spätere farbige Arbeiten aufzubauen.

Für mich war die Rückkehr zu Schwarz und Weiß nötig um Abstand zu bekommen von meiner letzten Arbeit:

Skizzenblatt - welkende Tulpen, (c) Cordula Kerlikowski

Skizzenblatt – welkende Tulpen, (c) Cordula Kerlikowski

Für weitere Skizzen fotografiere ich meist noch einige Details. Diese Fotos zeichne ich dann nicht ab, sondern konstruiere daraus neue Objekte.

Ergebnis solcher Übungen: durch die intensive Erfassung aller Details schärft sich der Blick und sowohl die Objekte als auch die Arbeitsweise festigen sich soweit, dass später Konstruktionen „aus dem Kopf“ möglich sind – ein konkretes Objekt ist dann gar nicht mehr nötig….

Das gilt übrigens für jede Art von Skizze oder Studie…

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4 Antworten to “Morbide Schönheit – oder: die Beständigkeit der Veränderung…”

  1. fiirvogu Says:

    Hmm, funktioniert das auch, wenn man nicht gelernt hat, die Dinge „korrekt“ abzubilden. D.h., wenn man wie ich eine absolute Hobby-Malerin ist, ohne viel theoretischem Malwissen? Dann würde ich vielleicht auch mal wieder den einen oder anderen „Alltagsgegenstand“ abzeichnen. Auch wenn ich mit den Ergebnissen dann meistens sehr unzufrieden bin (ich denke mir dann immer, warum soll ich etwas figürlich abzeichnen, wo mir offensichtlich das Talent dazu fehlt, wenn ich es doch fotografieren kann *grins*).


    • Ja, natürlich funktioniert das auch fü Hobby-Maler. Es ist die regelmäßige Übung, die dich immer besser werdern lässt. Nimm dir zunächst einfache Objekte – verwelkende Blüten sind schon mal gut geeignet, oder Schneeglöckchen, Tulpen, Muscheln, einen Zweig etc. – und probiere es einfach!
      Talent ist das eine, Fleiß und Geduld ist das andere. Lass dir Zeit bis zum Ergebnis… Fehler und Mißerfolge gehören einfach dazu! Aber mit jeder Übung wird es besser.
      Natürlich kann man fotografieren – aber eine Kamera auf ein Motiv halten kann jeder… Und auch da ist man Anfänger, Hobbyfotograf oder Profi 😉

      Viel Erfolg! Probier es einfach mal !!!

      • fiirvogu Says:

        Oje, Geduld. Falsches Wort. 😉 Aber ein Versuch ist es Wert – ich habe mir vorgenommen, jede Woche irgend etwas aus meinem Haushalt abzuzeichnen. Morgen werden es auch verwelkte Tulpen sein…..bevor ich sie am Abend entsorge. Danke für den Tipp!


      • Gerne – du wirst sehen, der Druck ist viel geringer – da die verblühenden Blätter sich ja so sehr verdrehen und eintrocknen, dass kleine Abweichungen und Fehler kaum auffallen. Mein Strauß sieht jetzt noch interessanter aus, aber ich werd ihn doch entsorgen… – das wird schon klappen 🙂 Viel Spaß und Erfolg !!!!


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