Während unseres Aufenthaltes in Goslar besuchten wir den Röderstollen und sahen dort wunderschöne Strukturen und Farbspiele von verschiedenen Vitriolen:

Kupfersulfid an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Kupfersulfid an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

ausgewaschene Minieralien an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

ausgewaschene Mineralen an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Wunderbare Farbkombinationen, die zum Nacharbeiten einladen: Kobalttürkis, Preußischblau, Gebrannte Siena, Orange, Indischgelb…

Zudem ist es interessant auszuprobieren, wie die handelsüblichen oder selbst erstellten Strukturfarben und -pasten für diese abstrakten Gebilde verwendbar sind. Grobe oder feine Strukturpasten, Sand, Kies, Korund, vielleicht sogar kleine Steine geben der Fläche Intensität und eine dritte Dimension. Hier kann man so richtig schwelgen mit Spachteln, Materialien und Darstellungsweisen. Vorzugsweise könnte man den Malgrund zunächst in der Struktur festlegen, um ihn dann farblich zu bearbeiten.

Hier ein paar Beispiele, wie das im Detail aussehen könnte, wobei die Strukturen für eine Studie aus dem Bergwerk noch grober ausgearbeitet werden könnten:

"Strukturen 1"

"Strukturen 1"

"Strukturen 2"

"Strukturen 3"

"Strukturen 3"

"Strukturen 2"

Aus dieser Grundidee heraus sollten einige spannende Arbeiten möglich sein. Ich werde berichten…

Ich zeige auf Vorführungen, Schulungen oder Messen gerne, wie ein Bild entsteht und wie die einzelnen Materialien wie Papiere, Pinsel oder Farben, richtig eingesetzt, schöne Ergebnisse ermöglichen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich dabei meine Arbeit immer wieder unterbreche, um Fragen zu beantworten oder einzelne Schritte zu wiederholen.

So bin ich in der Motivwahl oft eingeschränkt und nutze dann oft kleine Stilleben, Pflanzendetails oder Objekte (Steine, Wurzeln, Muscheln, Blätter…), greife aber auch gelegentlich auf ein Foto zurück.

Ein Freund schickte mir das Foto einer kleinen Pflanze aus Australien. Australien ist für die meisten von uns, auch für mich, ein  Traumziel – weite Landschaft, Einsamkeit, großartige Naturphänomene, Aborigines, Felszeichnungen, natürlich auch Känguruhs und Koalabären, pulsierende Städte und interessante Menschen. Neben den großen, imponierenden Schaustücken des australischen Kontinents gibt es aber auch viele kleine, beeindruckende Details wie diese kleine Pflanze, die sich im „Kings Canyon“ am Fels festhält, ihren Platz gefunden und sich unbeeindruckt von der kargen Umgebung für ihr Leben eingerichtet hat.

Zunächst nutze ich das Foto für ein Aquarell:

"Auatralische Impression I" - Aquarell auf Bütten, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Australische Impression I" - Aquarell auf Bütten, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Die lang ausgestreckte Wurzel gewährt ihr Halt, die kleinen krallen sich in feinste Felsrisse und bringen die Stabilität, die sie für ihr Wachstum braucht. Und so kann sie selbst hier gedeihen, recken sich saftig-blaugrüne Blätter ins Licht. Sie bilden einen lebendigen Kontrast zum rotvioletten Hintergrund – grandiose Kulisse für ein kleines Pflänzchen….

„Kampf ums Überleben“, wie es sicher die Biologen nennen würden oder „Aus Wenigem das Beste machen“, wie es die Lebenskünstler tun oder einfach nur „ein wunderschönes Stück Natur“ (wie wir es sicher auch hier bei uns finden werden, wenn wir bereit sind, mit offenen Augen durch unsere Umwelt zu gehen…)? Die Antwort ist sicher für jeden von uns anders – und ich überlasse sie Ihnen!

Alternativ dazu eine Interpretation mit Acrylfarben – kompakter, kräftiger, aber ebenso farbenfroh und stimmungsvoll:

"Australische Impression II), Acryl auf Karton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Australische Impression II", Acryl auf Karton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Es ist immer wieder interessant, wie sich aus einer Bildidee neue Ansätze entwickeln können:

"Lollipop" - Acrylmalerei auf Karton, 7,5 x 8,5 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Lollipop" - Acrylmalerei auf Karton, 7,5 x 8,5 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Hier wurden Acrylfarben weich ineinander vermalt und danach auf dem getrockneten Untergrund wenige akzentuierende Linien und Kreise aufgebracht. Dabei gehen Preußischblau und Weiß eine kontrastreiche Allianz ein… Was sehen wir? Eine abstrahierte Blume, ein Schild, gar nichts…? Mir kam spontan ein Lollipop in den Sinn – und so nannte ich diese Miniatur dann auch.

Nachfolgend griff ich dieses Motiv für eine Aquatinta, kombiniert mit einer Strichätzung, wieder auf. Ich experimentierte mit verschiedenen Ätzstufen und Papieren, so dass jeder Druck seinen eigenen Charakter bekam. So wirkt das Motiv auf Kupferdruckbütten detailreicher und strukturierter:

"Lollipop" - Aquatinta auf Kupferdruckkarton, 5,5 x 10 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Lollipop" - Aquatinta auf Kupferdruckkarton, 5,5 x 10 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Der Druck auf einem strukturierten Aquarellpapier hingegen erscheint glatter, reduzierter, auf Tonwerte und Linien beschränkt:

"Lollipop" - Aquatinta auf Aquarellkarton, 5,5 x 10 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Lollipop" - Aquatinta auf Aquarellkarton, 5,5 x 10 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Zudem lassen die Farben Preußischblau und Rötel weitere Spielräume in der Wirkung deutlich werden. Im Irisdruck wird das Ganze noch plastischer und wirkt dann beinahe wie ein altes Kirchenfenster… Zu dieser Form des Tiefdrucks aber an anderer Stelle mehr…

Beim Sichten und Sortieren meiner Arbeiten entdeckte ich zwei Bilder, die vor einiger Zeit entstanden, die aber wegen ihrer vielschichtigen Blautöne immer noch zu meinen Lieblingen gehören:

„Translucence“ – Durchscheinen, Durchsichtigkeit, Hindurchschimmern – eine Sinfonie der Lichtreflexe…

"TRAnsluceNCE I" - Acrylfarben auf Acrylmalkarton, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"TRAnsluceNCE I" - Acrylfarben auf Acrylmalkarton, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"TRAnsluceNCE II" - Acrylfarben auf Acrylmalkarton, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"TRAnsluceNCE II" - Acrylfarben auf Acrylmalkarton, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Anregung hierfür war die Bitte eines Freundes, ihm ein großes Poster für seine Auftritte als DJ zu entwerfen und zu gestalten. Er legte TRANCE-Music auf, deshalb also auch der etwas ungewöhnliche Mix von Groß- und Kleinbuchstaben im Bildtitel. Bedeutende Vertreter dieser Musikrichtung waren z.B. Paul van Dyk oder Blank and Jones. Bei den Farben ließ er mir freie Wahl – und so finden wir Kontraste zwischen warmen und kalten Tönen – Blau trifft auf Gelb und Orange – rote Akzente ziehen den Blick auf sich. Es entsteht der Eindruck vor einem Glasfenster zu stehen, durch das Sonnenlicht in den Raum fällt – vielschichtig gebrochen, immer wieder in neuen Nuancen aufblitzend. Wir werden hineingezogen in die Tiefe des Bildes, des Raumes, schweben mit den brüchigen Objekten des Vordergrundes ins Licht….

Im Original (70 x 100cm) habe ich zudem partiell nachtleuchtendes Gelb verwendet, was zusätzliche Effekte liefert…

Zwei Objekte im Raum …. Eins senkrecht-aufstrebend, das andere waagerecht-verharrend positioniert.

"In Balance" - 30 x 30 cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

"In Balance" - 30 x 30 cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

Beide wirken in sich ruhend, sind gestärkt durch eine Linie, die sich wie ein Rückgrat an das linke Objekt schmiegt bzw. durch feste Verbindungen, die das rechte Objekt zusammenhalten. Nichts scheint sie aus dem inneren Gleichgewicht bringen zu können, obwohl jedes ausserhalb seines Schwerpunktes einen Impuls bekommt, das die Senkrechte zum Kippen, die Waagerechte ins Kreiseln bringen könnte. Unterstützen sie sich gegenseitig oder versuchen sie sich aus der Balance zu bringen? Kann der aufrechte Balken den waagerechten in die Senkrechte ziehen oder wird er gezogen, droht umzufallen, aus dem Gleichgewicht zu kommen? Das rechte Objekt scheint stabiler, aber sehnt es sich nicht vielleicht auch danach, die Welt einmal aus der aufrechten Perspektive zu betrachten? Welche Risiken birgt das, welche neuen Erkenntnisse und Einsichten schafft es, ist es sinnvoll, von Nutzen? Oder ist es besser liegen zu bleiben um sich die Ruhe und Ausgeglichenheit zu bewahren ……..?

Möglicherweise ist die Balance auch nur eine Vision, ein kurzes Innehalten, Ausruhen, bevor beide wieder in Bewegung kommen …..

Aber vielleicht finden Sie ja noch eine ganz eigene Sicht?

Gestern erfuhr ich, dass die Tochter einer befreundeten Malschülerin geheiratet hat. Das erinnerte mich an eine Arbeit, die ich als Hochzeitsgeschenk gemalt hatte, da sich das Brautpaar von mir ein Bild gewünscht hatte:

"Irish Wedding" - Mischtechnik auf Leinwand, 60 x 80 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Irish Wedding" - Mischtechnik auf Leinwand, 60 x 80 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Die familiäre Wurzeln der Braut liegen in Nordirland, und so war es naheliegend, Elemente der irischen/keltischen Mythologie in das Bild einzubringen:

Das Grün des Hintergrundes steht für die „grüne Insel“ Irland, das Grün der Wiesen, Wälder, der naturbelassenen Weiten des Landes. Im Mittelpunkt sehen wir einen Baum mit kräftigen Wurzeln und einer ausladenden Krone, der die gesamte Bildfläche einnimmt.  Der Baum ist ein zentrales Symbol der irischen/keltischen Märchen- und Sagenwelt, er bedeutet Kraft, Standfestigkeit, Schutz, Weisheit, Beständigkeit. Vor diesem Baum bewegen sich Figuren, teils reale, teils Fabelwesen… Unten rechts eine Hirschkuh – in der irischen Sage oft ein verzaubertes Mädchen, das es zu erlösen gilt, aber auch mit Weisheit, Kraft, Güte und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Links daneben ein Mensch, ein junger Mann, der sich mit offenen Armen auf die Hirschkuh/das Mädchen zubewegt. Er wird es sein, der sie wählt, auserwählt, ein Leben mit ihr beginnen will. Zwei Vögel und ein kleines Fabelwesen sitzen auf den Zweigen des Baumes und beobachten die Szene. Dazwischen schwebt ein etwas größeres Wesen, vielleicht ein Engel, der seine schützenden Flügel über die beiden ausbreitet und negative Einflüsse, Leid, Schmerz und Angst fernzuhalten versucht. Der Eindringling, der sich von rechts oben nähern will, hat keine Chance. Und so habe ich versucht, die Stimmung einer jungen Liebe an ihrem großen Tag festzuhalten – die Hoffnung, das Glück, die zärtlichen Gefühle füreinander, die Freude am Leben, die Träume und Illusionen des jungen Paares.

Damals wünschte ich Ihnen: „Möge das rauschende Fest, das ich miterleben durfte, der Start in ein glückliches gemeinsames Leben sein, das Sonnentage genießt, Stürme übersteht und jeden Tag zu etwas besonderem macht“.

Es hat nicht gehalten… Und so überdauerte das Bild die kurze Ehe. Vielleicht läuft es dieses Mal besser…. Alles Gute!

Die farbige Untermalung für diese Arbeit liegt etwas länger zurück und war das Ergebnis einer Demonstration zum Mischen von Farben. Wir sehen über der Untermalung einen Hintergrund in lichtem Ocker, mit Weiß aufgehellt, zarte Gelb-Ocker-Töne, durch die leuchtende Farben (Maigrün, Karminrot, Orange) durchschimmern wie durch einen Schleier aus leicht transparentem Gewebe. An manchen Stellen ist die Fläche aufgebrochen, läßt die farbigen Akzente stärker hervortreten, die den Betrachter in die Tiefe des Bildes locken, ihn Wiederholungen suchen und aufspüren lassen….. Ist es vielleicht doch kein Schleier, sondern Sand, weicher Strand- oder Wüstensand, der an einigen Stellen fortgeweht wurde? Oder handelt es sich um vertrocknete Erde, die aufbricht, nach Wasser dürstet? Auch die streifen- und kerbenartigen Arbeitsspuren der Untermalung deuten eher auf Boden denn auf Stoff..

"Fixpunkte" - Mischtechnik auf Leinwand, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Fixpunkte" - Mischtechnik auf Leinwand, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Über diesem sandigen Grund schweben Objekte, die Sie schon aus anderen Arbeiten kennen, rote Quadrate, die an Fäden zu hängen scheinen oder sich auf Schienen bewegen. Sie sind untereinander verbunden und weisen in die Tiefe des Bildes. Dabei trifft der Betrachter auf optische Täuschungen, Illusionen, wie wir sie aus den Werken von M.C. Escher kennen. Hängen oder stehen die Objekte? Werden sie festgehalten oder bewegen sie sich? Unterstützen oder behindern sie sich in ihrer Bewegung? Sind sie fest, also fix oder folgen sie einer inneren Dynamik?  Sicherlich findet jeder Betrachter eigene Interpretationsmöglichkeiten, die sich aus persönlichen Lebenseinstellungen oder -erfahrungen, religiösen Überzeugungen oder Werten ergeben, Sehnsüchte oder Wünsche darstellen. Für mich stehen die Objekte für Orientierungspunkte, für Momente des Rückblicks, des Innehaltens, bevor die Bewegung weiter vorwärts geht.

"Fixpunkte - Detail 1" - (c) by Cordula Kerlikowski

"Fixpunkte - Detail 1" - (c) by Cordula Kerlikowski

"Fixpunkte - Detail 2" - (c) by Cordula Kerlikowski

"Fixpunkte - Detail 2" - (c) by Cordula Kerlikowski

Sicherlich gibt es dabei immer helfende Schienen, Bahnen, die Orientierung geben, aber auch Bänder oder feinste Schnüre, die binden, festhalten, fesseln, Dynamik verhindern wollen, es finden sich Wegkreuzungen, die Entscheidungen fordern, und immer wieder kann ein anderer, neuer Weg gefunden werden. Auch Umkehr ist denkbar oder mehrfaches Gehen derselben Strecke, bis man sicherer wird und sich auf neues Terrain wagt. Wie würden Sie sich auf diesem Tableau bewegen? Probieren Sie es aus!

"Fantasia" - Acylmalerei auf Leinwand, 70 x 100cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Fantasia" - Acylmalerei auf Leinwand, 70 x 100cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Fantasia“ – ein Bild voll von kleinen und größeren Figuren und Elementen, die einem Traum entstiegen zu sein scheinen – Treppen, Zäune, Barrieren, Häuser, eine Kirche, vielleicht sogar Fragmente eines Friedhofes? Wir finden eine nachdenklich, fragend schauende Eule, die das alles aus der Distanz zu beobachten scheint, einen Mann (unten links), der aus dem Bildgrund herausfliegt bzw. einen alten Schuh… Unten rechts ein Insekt – Libelle oder Fliege? Alles vor einem barockfarben-märchenhaften Wolkenhintergrund, Nebel scheinen über die Kulisse zu wabern, Wege führen ins Nichts – zauberhafte und verzauberte Welten, in die wir vielleicht am ehesten im Schlaf eintauchen können. Den Gedanken freien Lauf lassen, ob sie Sinn ergeben oder nicht, den Bildern in unserem Kopf die Freiheit lassen sich zu entwickeln – wie oft gestehen wir uns das im Alltag zu, tun es nicht als Spinnerei oder Zeitverschwendung ab? Dabei sind sie unsere Quellen für Fantasie, Kreativität und Entspannung. Tauchen Sie ein, lasen Sie sich mitnehmen ins Land der Fantasie, der Träume und der Unbeschwertheit aus Kindertagen, nehmen Sie ein Stück daraus mit in Ihren Alltag und schweifen Sie gelegentlich zurück zu – „Fantasia“ !

P.S.: Ein besonderes Dankeschön an Hans Manhart, BBK Braunschweig,  für Inspiration, Begleitung, Tips und Hilfe bei der Entstehung von „Fantasia“!

Manchmal ist es Zeit für kleinere Werke. Zum einen, wenn ich lange an einem großen Bild gearbeitet habe, zum anderen, wenn ich einfach Lust auf eine Spielerei habe. Meist bereite ich mir mehrere kleine Blätter vor und lege zunächst Flächen an, die ich später weiter bearbeite. Das kann sowohl ins Gegenständliche als auch ins Abstrakte gehen – und als Serie sollte ein innerer Zusammenhang erkennbar werden.

So sind auch die „Wasserzeichen“ entstanden:

"Wasserzeichen I" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, ca. 24 x 24 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Wasserzeichen I" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, Blatt ca. 24 x 24 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Wasserzeichen II" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, ca. 24 x 24 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Wasserzeichen II" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, Blatt ca. 24 x 24 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Wasserzeichen III" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, ca. 24 x 24 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Wasserzeichen III" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, Blatt ca. 24 x 24 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Momente der Stille, Spiegelungen, Tiefe, Ruhe und Ausgeglichenheit, verbunden mit kleinen Brüchen und Dissonanzen lassen den Betrachter sowohl innehalten und ausruhen als auch suchen und im Bild „umherwandern“. Blautöne, Ocker und etwas Weiß gehen ineinander über und schaffen doch zugleich Kontraste.

Als Einzelstück oder als Serie – ein kleiner Ruhepol im energiegeladenen Alltag…

Sir Winston ist ein ehrwürdiger britischer Herr  der „alten Schule“: gesetzt, ernst, schweigsam, gelebtes Leben entsprechend der gesellschaftlichen Normen und Regeln. Es tat seinen Dienst voller Hingabe, vielleicht als Staatsbeamter, vielleicht beim Milität? Immer korrekt, keine Fehler, keine Aussetzer…. Er ist immer korrekt gekleidet, dabei aber seiner Zeit etwas hinterher: Zylinder, steifer Kragen, hochgeschlossener Mantel, aufrechte, fast eingefrorene Haltung – ein Gentleman, wie man ihn aus alten Filmen kennt. Wir würden ihn wohl belächeln und uns nach ihm umdrehen, wenn wir ihm auf der Straße begegneten.

"Sir Winston mit Zylinder" - Mischtechnik auf Acrylmalpapier, 20 x 28cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Sir Winston mit Zylinder" - Mischtechnik auf Acrylmalpapier, 20 x 28cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Wie würde er uns wahrnehmen? Als ausgeflippte, nachlässig gekleidete, oberflächliche Tagträumer ohne Verantwortungsbewußtsein? Als ihm unverständliche Wesen aus einer neuen, ihm nicht mehr entsprechenden, veränderten Welt? Wir glauben zu wissen, dass unser Leben seinem gegenüber ein besseres, selbstbestimmteres ist und belächeln ihn deshalb vielleicht…. Aber letzten Endes ist das alles eine Frage des eigenen Standpunktes.

Wer oder was schützt uns davor, nicht selbst einmal weltfremd zu werden und mit dem gesellschaftlichen, politischen und zwischenmenschlichen Veränderungen nicht mehr mitzukommen…?Oder ist ein wenig kritische Distanz von neuesten Trends, Modeströmungen und Tendenzen des zwischenmenschlichen Umgangs nicht vielleicht auch angebracht? Wer lebt ruhiger…?

Dieses Bild befindet sich mit seinem Pendent „Fräulein Henriette“ in einer privaten Sammlung.

"Fräulein Henriette" - Mischtechnik auf Künstlerpapier, 20 x 28 cm - (c) von Cordula Kerlikowski

"Fräulein Henriette" - Mischtechnik auf Künstlerpapier, 20 x 28 cm - (c) von Cordula Kerlikowski

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