Nach einer kleinen Winterpause geht es nun wieder los: Blumen malen, Kurse geben, Projekte auf den Weg bringen, Ausstellung vorbereiten! Hier also in aller Kürze die neuesten Neuigkeiten rund um meine Kunst, bevor ich später ausführliche Berichte schreibe.

Veranstaltungen

Späth’er Frühling

Wie in jedem Jahr bin ich auf den Veranstaltungen der Späth’schen Baumschule vertreten. Dort biete ich an meinem Stand Blumenaquarelle, Zeichnungen, Kunstpostkarten und Miniaturen zum Kauf an. Außerdem kann man mir wieder beim Malen von Blumenaquarellen zuschauen.

 

Erstmals biete ich einen kleinen Gedichtband an, der in einem Gemeinschaftsprojekt (siehe unten) entstand und einige meiner botanischen Studien u.a. enthält. Ebenfalls neu: ein erster, limitierter Kunstdruck von einer meiner Arbeiten, die auf dem Keukenhof entstanden sind:

"Blütenbande" - Unser Gemeinschaftsprojekt

„Blütenbande“ – Unser Gemeinschaftsprojekt

Limitierter Kunstdruck "New Design" (c) C.Kerlikowski

Limitierter Kunstdruck „New Design“

Erhältlich ist alles auf dem Markt in der Späth’schen Baumschule am

Samstag, den 30.04. 09:00-18:00 Uhr
Sonntag, den 01.05.  09:00-18:00 Uhr

Baumschulenstraße 80/81, 12437 Berlin

Traditionsfest in der Baumschule

Schon mal als Termin vormerken:

Samtag, den 24. o9. 09:00-18:00 Uhr

Sonntag, den 25.09. 09:00-18:00 Uhr

Auch da werde ich wieder ein paar neue Dinge anbieten. Mehr wird aber noch nicht verraten.

Kurse

Sommerakademie Goslar

Neben den schon ausgeschriebenen Kursen besteht zum ersten Mal die Möglichkeit meinen Kurs zum Botanischen Malen und Zeichnen im Rahmen der Sommerakademie in Goslar zu buchen – eine Woche (13.-20.8.2016) lang in schöner Umgebung malen und zeichnen! Die Buchung erfolgt über das Bildungshaus Zeppelin.

Workshop bei Boesner

28.05.2016 – 10.30-15.30 Uhr
Workshop “Botanische Aquarellmalerei”

Boesner GmbH
Nunsdorfer Ring 31, 12277 Berlin

Hier erfolgt die Anmeldung direkt bei Boesner.

Projekte

„Blütenbande“

Wie oben schon erwähnt, haben Nicole Carina Fritz, Constanze & Wolfregen und ich gemeinsam einen kleinen Gedichtband gestaltet. Constanze & Wolfregen stehen für die Gedichte, ich habe die Bilder beigesteuert und Nicole hat das Layout gestaltet und die kleinen Werke von Hand gebunden. Die Auflage ist auf 100 St. limitiert und nummeriert.
Das Büchlein ist zum Preis von 10,00 € (evtl. zzgl. Versand) erhältlich und kann bei mir bestellt werden.

„Keukenhof-Kollektion“

Unter dieser Rubrik werde ich nach und nach eine Serie von Kunstdrucken nach meinen Tulpen-Aquarellen aufbauen. Die erste Auflage wird auf 50 St.begrenzt sein, ist nummeriert und von mir signiert:

Limitierter Kunstdruck "New Design" (c) C.Kerlikowski

Limitierter Kunstdruck „New Design“ (c) C.Kerlikowski

Gedruckt auf schwerem, matten Papier (350g/qm) hat das Blatt eine Größe von A4 und ist zum Preis von 10,00€ pro St. (evtl. zzgl. Versand) erhältlich.

Bis zum Traditionsfest im September werden zunächst noch 3 oder 4 weitere Motive folgen.

Inspiration

Keukenhof

Auch in diesem Frühjahr war ich wieder auf dem Keukenhof in den Niederlanden, um mich von der Blütenpracht inspririeren zu lassen. Zeitlich hatte ich mich zwar etwas verkalkuliert – die großen, späten Sorten waren noch nicht so weit. Aber im Pavillon „Willem Alexander“ waren sie schon zu sehen und ich werde aus meinen Skizzen, Fotos und aus der Erinnerung weitere Aquarelle „bauen“ können. Zudem hoffe ich darauf, dass die im letzten Jahr bestellten Zwiebeln im Garten meiner Eltern ihre volle Pracht entfalten. Dann habe ich doch noch „lebende“ Modelle.

Hyazinthen und Tulpen (c) C.Kerlikowski

Hyazinthen und Tulpen (c) C.Kerlikowski

Hyazinthen (c) C.Kerlikowski

Hyazinthen (c) C.Kerlikowski

Keukenhof 2016 (c) C.Kerlikowski

Keukenhof 2016 (c) C.Kerlikowski

Keukenhof 2016 (c) C.Kerlikowski

Keukenhof 2016 (c) C.Kerlikowski

Keukenhof 2016 (c) C.Kerlikowski

Keukenhof 2016 (c) C.Kerlikowski

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements


Wie ihr sicher schon bemerkt habt, war ich für einen pünktlichen Blogbeitrag mal wieder zu beschäftigt.

Die Vorbereitung, Durchführung sowie die Publikation der Termine für meine Botanik-Kurse in verschiedenen Medien erforderte sehr viel Zeit, mal abgesehen von den regulären Kursterminen und diversen Kundenanfragen… Und da ich mich definitiv nicht mehr stressen werde, um pünktlich, aber halbherzig, einen Blogbeitrag zu liefern, möge man mir dieses Versäumnis nachsehen.

Da blieb nur wenig Zeit für eigene künstlerische Beschäftigung – und manchmal endet dieses Chaos durchaus in einer handfesten „Malblockade“.

Eigentlich wollte ich, einfach nur so für mich, eine Rosenblüte aquarellieren – kein großes Ding, aber diesmal ging gar nichts. Ich war ziemlich ärgerlich über mich selbst, denn normalerweise bin ich schon gewohnt, dass alles gelingt. Ich werfe ungern etwas weg – Aquarellpapier und die eingesetzten Farben sind es wert zu einem guten Ergebnis zu gelangen.

Also: weglegen und das missratene Werk ein paar Tage lang nicht anschauen. Das hilft mir am besten Abstand zu gewinnen und vieles klarer zu sehen.

Ein paar Tage später holte ich es wieder hervor und begann auf den Formen mit schwarzen Linien zu spielen, Flächen zu entwickeln und einige Formen genauer auszuarbeiten. Völlig frei – denn zu verderben war ja ohnehin nichts mehr. Leider habe ich versäumt, das Ausgangsbild festzuhalten…

Im Ergebnis entstand dann diese grafische Spielerei:

"Rose" - Aquarell/Mischtechnik, 14 x 14cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Rose“ – Aquarell/Mischtechnik, 14 x 14cm, (c) Cordula Kerlikowski

Das ist am Ende dann doch ein kleiner Farbtupfer im grauen Winter-Frühling!

Heute Vormittag war es dann auch wieder vorbei mit der Muße – schnell zum Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow fahren, um die druckfrischen  Hefte mit dem neuen Veranstaltungsprogramm der Berliner Parks und Gärten abzuholen und im Gegenzug Flyer zu meinen Kursen abzuliefern:

Das aktuelle Programmheft von GRÜNBerlin

Das aktuelle Programmheft von GRÜNBerlin

Ich habe die Zeit genutzt, um gleich ein paar Winterimpressionen zum Frühjahrsanfang mit der Kamera aufzunehmen – es ist einfach zu verrückt, um diese Zeit IN BERLIN noch Schnee in diesen Mengen vorzufinden.

Hier einige Bilder. In einem späteren Blog werde ich mehr über den Volkspark schreiben:

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Winterlich-verscheit lädt der Park zum Spazierengehen ein – und am Wochenende kommen viele Familien mit Kindern. Heute war es dagegen sehr ruhig.

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Das Gewächshaus wirkt von außen wie der Palast der Schneekönigin – im Inneren grünt und blüht es jedoch. Fotos muss ich schuldig bleiben. Das Objektiv beschlug sofort…

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Auch wenn es so recht schön aussieht, ist es doch ein graues Grau. Ich hatte, ehrlich gesagt, schon mit blühenden Krokussen, Schneeglöckchen und Narzissen gerechnet, zumal ich am kommenden Montag mit meinen Kursteilnehmerinnen im Botanischen Garten der Freien Universität Frühblüher malen und zeichnen wollte. Zum Glück gibt es Gewächshäuser!!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Start in den Frühling, irgendwann muss er ja kommen …

Herzlich Willkommen in einem neuen, spannenden und hoffentlich ereignisreichen Jahr 2013!

Nachdem ich mir in den letzten 2-3 Wochen ganz bewußt eine Auszeit genommen habe, geht es nun wieder los. Auf meiner To-Do-Liste stehen jede Menge Ideen und Projekte, so dass ich davon ausgehe, dass ich mich auch in diesem Jahr nicht langweilen werde.

Ich freue mich jedes Jahr auf den Januar – die Tage werden wieder länger, das Licht verändert sich, es gibt hellere, klare Tage mit Sonne und etwas Vorgeschmack auf den Frühling.

Am meisten begeistert mich, dass es nun wieder Tulpen zu kaufen gibt.Ich male sie direkt aus dem Strauß heraus, liebe es aber auch, sie zu fotografieren:

Weiße Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Faszinierend – diese schlichten Blüten! Nur 6 Blütenblätter, jedoch so variantenreich wie kaum eine andere Frühlingsblume. Das Können der Züchter ist schon immens.

Ich erinnere mich an die gewaltigen gefransten Papageientulpen, die meine Mutter von ihrer Schwester in den 70er Jahren (aus dem Westen) als Zwiebeln bekommen hatte. Sie hat sie gehegt und gepflegt. Nach und nach gingen die Blüten jedoch in ihre schlichte Ursprungsform zurück. Wie wir inzwischen wissen, verdanken diese grandiosen Blüten einem Virus ihre Schönheit. Gesundet die Pflanze, ähnelt sie wieder den Wildformen.

Kämpfe hat es um diese Blume gegeben, die erste Börse (in Brügge) und den ersten Börsencrash im Jahr 1637! Vier Tulpenzwiebeln waren so wertvoll wie ein repräsentables Schloss. Die berühmteste und wertvollste unter ihnen war die Semper Augustus – bis heute ist es nicht gelungen, diese Variation durch Zucht noch einmal zum Leben zu erwecken. Auf Youtube ist eine interessante Dokumentation dazu zu finden…

Dank frecher Diebe, die einem Züchter und Wissenschaftler eines Nachts den Garten leerräumten und des gärtnerischen Geschicks der Holländer, deren dem Meer abgerungenen Böden für die Tulpenzucht hervorragend geeignet waren, wurde die Tulpe für jeden erschwinglich und ein Frühling ohne diese Pflanze ist schier undenkbar!

Deshalb kann ich es einfach nicht lassen, die Tulpe immer wieder zu zeichnen und zu malen. Hier einige Beispiele:

"Tulpe" 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe“ 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

"Zwei Tulpen" - 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

„Zwei Tulpen“ – 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Unikatdruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

„Drei Tulpen“, 2012, Unikatdruck – Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Tulpe - pink" - Aquarell, A4 auf Leonardo, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe – pink“ – Aquarell, A4 auf Leonardo, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen" - Farbstiftzeichnung, 10 x 20 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Drei Tulpen“ – Farbstiftzeichnung, 10 x 20 cm, (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich nur ein kleiner Querschnitt meiner Arbeiten. Es zeigt sich, dass ich bisher vor allem einzelne Blüten und Details ausgearbeitet habe. In diesem Jahr könnte der Schwerpunkt einerseits auf der botanisch genauen Erfassung der Pflanze als auch auf der Gestaltung größerer Arbeiten (Stilleben, Sträuße) liegen. Große Lust hätte ich, einige Zeit zwischen den blühenden Tulpenfeldern Hollands zu verbringen…

Ich werde berichten… wie immer…

Heute hatte ich endlich wieder Zeit für einen ausgiebigen Herbstspaziergang. Das nahe gelegene Wäldchen bietet für den aufmerksamen Beobachter viele schöne Überraschungen: ob nun große in Form leuchtender Herbstblätter an den Bäumen, das warme Herbstlicht oder die versteckten kleinen Schönheiten – Pilze, die niemand beachtet, weil sie vermutlich nicht essbar sind…

Ahorn im Oktober I - Foto: Cordula Kerlikowski

Ahorn im Oktober I – Foto: Cordula Kerlikowski

Ahorn im Oktober II - Foto: Cordula Kerlikowski

Ahorn im Oktober II – Foto: Cordula Kerlikowski

"Werden und Vergehen" - Detial an einem alten Stamm, Foto: Cordula Kerlikowski

„Werden und Vergehen“ – Detail an einem alten Stamm, Foto: Cordula Kerlikowski

Für die folgenden Aufnahmen habe ich förmlich auf dem Bauch gelegen und einen Hexenschuss riskiert. Das schöne an Berlin ist dabei, dass ich völlig unbeachtet von vorbeieilenden Joggern und Spaziergängern agieren konnte…

Boviste - Foto: Cordula Kerlikowski

Boviste – Foto: Cordula Kerlikowski

Lamellenpilze - Foto: Cordula Kerlikowski

Lamellenpilze – Foto: Cordula Kerlikowski

... nur 3cm hoch - Foto: Cordula Kerlikowski

… nur 3cm hoch – Foto: Cordula Kerlikowski

Ich habe viele Fotos als Gedankenstützen aufgenommen, um dann später Aquarelle oder Zeichnungen anzufertigen. Ein Bovist liegt im Kühlschrank und wartet auf seine Verwendung…

Ach ja, falls jemand die abgebildeten Pilze namentlich kennt – ich bin dankbar für jede Information, denn mein Pilzbuch ist irgendwo in einer meiner Bücherkisten, aber in welcher ???

Nun bin ich selbst ganz gespannt, wie ich die heutigen Eindrücke umsetze – ich werde berichten!

Für heute aber meinen Lesern und Leserinnen erst einmal einen schönen sonnigen Herbstnachmittag…

Heute war ich mit dem Fahrrad unterwegs und bin von Johannisthal nach Schmöckwitz und später nach Rauchfangswerder gefahren. Ein gutes Stück Wegstrecke, aber es lohnt sich. Es gab viel zu sehen und aufzunehmen:

Wegwarte und Breitwegerich am Straßenrand zum Beispiel haben mich daran erinnert, dass sie auch schöne Motive zum Zeichnen und Aquarellieren abgeben. Der Duft von Tannen und Flusswasser wirkte entspannend und wohltuend.

So früh waren noch nicht viele Menschen unterwegs und ich hatte einige Orte fast für mich allein:

Segler auf der Dahme und schöne Wolkenspiele - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Segler auf der Dahme und schöne Wolkenspiele

Hier und da interessante Motive, die ich mir notierte und Fotos machte, um sie für spätere künstlerische Arbeiten zu bewahren:

Am Bootssteg an der Badewiese in Schmöckwitz - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Am Bootssteg an der Badewiese in Schmöckwitz

Blüten-Detail am Wasser - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Blüten-Detail am Wasser

Von dieser Blütendolde habe ich viele Aufnahmen gemacht: Details, Blätter, Stängel, Blattachseln.. alles, was wichtig ist, um daraus später etwas interessantes zu machen, obwohl die vielen kleinen Blüten nach viel Arbeit aussehen.

Entenfamilien paddelten durchs ruhige Gewässer und kamen sehr dicht heran ohne Futter zu erwarten:

Erpeljunges - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Erpeljunges

Und natürlich gab es auch wieder Blüten zu finden:

Trichterwinde - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Trichterwinde

Und manchmal waren es auch entspannendes Wasserplätschern:

und skurrile Fundstücke:

Ob die „Message in a Bottle“ schon herausgenommen wurde? Oder hat ein stiller Zecher hier am Abend zuvor einen „Alcopop“ (nach der Flaschenform zu urteilen) genossen? Ein Moment der Gedankenspielereien…

Morgen werde ich die Fotos genauer sichten und dann geht es wieder weiter mit neuen Zeichnungen…

Wer künstlerisch tätig ist, ob nun professionell oder als Freizeitspaß, kennt das Problem: im Urlaub endlich Zeit haben zum Malen und Zeichnen, aber wenig Platz im Koffer oder im Auto, um das notwendige Material mitzunehmen!

Mir ist auch nicht immer vor Reiseantritt klar, welche Techniken ich auf Reisen letztendlich anwende. Deshalb macht es Sinn, sich in der Auswahl zu beschränken und sich ein individuelles Reisetagebuch oder Skizzenbuch zusammen zu stellen:

Reiseausrüstung, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Reiseausrüstung, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ein Aquarellkasten, eine aufrollbare Tasche für Stifte, Lineal, Radiergummi, Pinsel etc., und das Buch Marke „Eigenbau“ – das genügt meistens.

Für das Buch stelle ich eine Auswahl an bevorzugten Papieren zusammen und schneide sie grob auf eine einheitliche Größe, in diesem Falle auf ca. A4: Aquarellpapiere verschiedener Grammatur und Stärke, Zeichenkarton, Pastellpapier mit Schutzblatt und zwei dicke Pappen als Einband. Auf der Rückseite der Papiere notiere ich die wichtigsten Angaben zur Qualität.

Dann geht es zum Copy-Shop. Hier kann man sich kostengünstig und schnell eine Ringbindung (ich empfehle eine Metallbindung) machen und die Blätter ggf. noch nachschneiden lassen.

Hier einige Seiten aus meinem Toskana-Reisebuch:

Skizzenbuch - "Maronen", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Maronen", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Oliven am Zweig", Bleistiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Oliven am Zweig", Bleistiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Landschaftsskizze", Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Landschaftsskizze", Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Bald geht es für eine Woche nach Fuerteventura – und mein Buch kommt mit….

Im Winter male ich selten großformatig. Ich kann nicht sagen, woran das liegt. Auch die Farben, die ich wähle, sind andere als im Sommer. Deshalb haben die drei folgenden Arbeiten ihren eigenen, besonderen Reiz – sie sind nur in einem kleinen Zeitfenster zu entwickeln.

So entstand eine kleine Serie von Bildern mit Charme, einer Portion Humor und viel Fantasie: auf Acrylmalkarton, mit Acrylfarben und meinem charakterischen Federstrich:

"Nachtschleicher" - 36 x 48 cm, Mischtechnik auf Acrylmalpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

"Nachtschleicher" - 36 x 48 cm, Mischtechnik auf Acrylmalkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Zwei Wesen, Fabelwesen, schleichen durch die Nacht – das eine (links) forsch verwegen, trittsicher und stolz, vielleicht aber auch selbstgefällig und „blind“ für den Zauber der Nacht? Das andere (rechts) vorsichtig, neugierig, aufmerksam, erstaunt, auf Zehenspitzen, fragend, dem Betrachter zugewandt….

In dieser Nacht erobern sie die schlafende Stadt – eine Märchenstadt? Zum ersten Mal bei Mondschein, verzauberten Fassaden und allein. Sind sie zusammen gekommen oder jeder für sich? Nehmen sie den anderen wahr oder schleichen sie unerkannt aneinander vorbei? Was treibt sie in  die Nacht?

Möglicherweise stoßen sie gleich zusammen, bemerken erst jetzt, dass sie nicht allein durch die Straßen der Stadt wandern… Wie wird die Reaktion sein? Der Linke könnte die Augen öffnen und ein Wesen erblicken, wie er noch keines vorher sah, der Rechte staunen, wie selbstsicher der Linke seine Schritte setzt. Setzen sie ihren Weg gemeinsam fort und öffnen  dabei dem jeweils anderen die Sicht auf die Welt.

Zu wünschen wäre es den beiden – nicht einsam, sondern gemeinsam neues zu erschließen, zu staunen und zu kommunizieren. Vielleicht nur diese eine Nacht, vielleicht auch ein weiteres Mal, …..

Hier zwei weitere Arbeiten aus der Serie:

"Nachtmusikanten" Mischtechnik auf Acrylmalpapier, 36 x 48 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Nachtmusikanten" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton (im Original weniger blaustichig) - 36 x 48 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Zirkus kommt" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, 50 x 60 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Zirkus kommt" - Mischtechnik auf Acrylmalkarton, 50 x 60 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

%d Bloggern gefällt das: