Ich bin eigentlich kein großer Fan des Linoldrucks. Mir sind die Linien nicht filigran genug und irgendwie wirken die meisten dieser Arbeiten grob und wenig detailreich, wobei es natürlich meisterhafte Ausnahmen gibt…

Im Zuge einer Testreihe für eine neue Linoldruckfarbe, an der ich teilnehmen durfte, versuchte ich mich nach längerer Zeit wieder einmal mit dieser Art von künstlerischem Hochdruckverfahren  und kombinierte dabei Materialien und Techniken, die auf den ersten Blick  nicht  füreinander geschaffen sind:

"Abstrakte Blüten" - Linoldruck und Aquarell auf Ingres-Papier, (c) von Cordula Kerlikowski

„Abstrakte Blüten“ – Linoldruck und Aquarell auf Ingres-Papier, (c) von Cordula Kerlikowski

Auf naturweißem Ingres-Papier, das vorwiegend für Pastelle und Farb- bzw. Bleistiftzeichnungen verwendet wird, habe ich Aquarellfarben nass in nass satt aufgetragen. Das Papier hat das recht gut verkraftet.

Darauf  vermittelte ich den Linoldruck so, dass die schönsten Verläufe an den Rändern sichtbar bleiben. So wirkt das Blatt frisch und wesentlich lockerer als ein Druck auf reinweißem Papier. Zwischen zwei Glasplatten gerahmt entsteht so eine Präsentation, die außergewöhnlich ist.

Im Sommer werde ich meine Experimente fortsetzen und weitere Materialien einbinden, die man zunächst nicht erwartet.

Also: geht nicht gibts nicht !!!

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