2015-Weihnachtsgruß

Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu. Die vielen  zu erledigenden Aufgaben, Aufträge und Termine sind abgearbeitet und nun freue ich mich  auf entspannte Weihnachtstage und  den schon obligatorischen Jahresausklang in Flandern – in diesem Jahr an der Küste, in Knokke.

Auch die richtige Zeit, um dort liebe Freunde wieder zu treffen, mit einem „aperitiefje“ oder einem der typischen Biere anzustoßen und „een hapje eten“ zu gehen, zu reden… Flandern ist Entspannung pur – ob nun bei einem Spaziergang am Meer oder in den Dünen von „Het Zwin“ oder im Gespräch mit den Einwohnern, die die Kunst, das Leben zu genießen, mindestens so gut beherrschen wie die Italiener….

Ich werde keine Malsachen mitnehmen, vielleicht auch die Kamera zu Hause lassen. So nehme ich mir halt „Urlaub vom Job“. Es genügt die Gedanken kreisen zu lassen: neue Ideen, Projekte, Termine … Sie dürfen gespannt sein…

Allen KursteilnehmerInnen, KundInnen, KollegInnen, FreundInnen herzlichen Dank für Ihre Lust und die Neugier auf das Malen, für die Unterstützung, das Interesse und Ihre Anteilnahme an meiner Arbeit – wodurch auch dieses Jahr ein besonderes und erfolgreiches wurde.

In diesem Sinne Ihnen allen ein beschauliches Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes Jahr 2016 – vielleicht sehen wir uns ja?

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Es ist endlich wieder so weit! Kürbiszeit! Neben den Tulpen sind Kürbisse meine liebsten Motive im botanischen Aquarell. Sie bieten eine schier unendliche Formenvielfalt und die leuchtenden Farben vom hellsten Gelb (Baby Boo, Flat White Boer) bis zu Schwarzgrün (Eichelkürbis, Acorn Squash) faszinieren mich immer wieder.

Kürbishof Heinemann Foto (c) C.Kerlikowski

Kürbishof Heinemann in Berklingen Foto (c) C.Kerlikowski

„Kürbisberg“ in der Späth’schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kürbisse einfach malen!

Die Modelle

Kürbisse kann man im Herbst fast überall kaufen – ob im Blumengeschäft, im Baumarkt, auf Wochenmärkten oder direkt vom Bauern.  Während Tulpen nach absehbarer Zeit verwelken, lassen sich Kürbisse gut lagern. Wer mag, kann sie nach dem Malen in der Küche zu leckeren Speisen verarbeiten oder sie, einfach als Dekoration oder für weitere Bilder, stehen lassen.

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Vom Umgang mit der eigenen Kreativität

Das Problem beim Malen lernen

„Ich wollte schon immer mal wieder malen, aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen.“ Oder: „Ich habe als Kind so gerne gemalt, aber meine Lehrer sagten damals, es käme bei mir nie etwas vernünftiges heraus“.

„Prinzessin“ – Kita-Kind, 3 Jahre

Diese Sätze höre ich so oft, wenn Menschen sich bei mir melden um malen zu lernen oder wieder einzusteigen. Es ist schade, wenn die Kreativität von Kindern mit so harten Worten ausgebremst wird und das den Menschen dann fürs Leben prägt. Auch die Auffassung, Malen sein „brotlose Kunst“ und man würde nichts sinnvolles, abrechenbares schaffen, trugen dazu bei, dass ein wichtiger Teil der eigenen Emotionalität und Ausdrucksform verkümmerte. Malen und Zeichnen sollen in erster Linie Spaß machen. Heute hat sich das zum Glück geändert. Auch Erwachsene bekennen sich wieder zu ihren Gefühlen.

Malen lernen in Kursen

Allein ist es schwierig und man muss sich sehr überwinden, sich Zeit für das Malen und Zeichnen zu nehmen. Zudem ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten verloren gegangen. Schnell kommt Frust auf: „Ich kann das doch nicht!“ oder: „das wird alles nichts.“ und die Malutensilien landen wieder in der Versenkung.

23.4.2012 - Blick in den Kursraum, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kursatmosphäre, (c) Cordula Kerlikowski

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Gruppenkurse haben den Vorteil, dass hier Gleichgesinnte zusammen kommen und sich austauschen können. Dabei lernen sie schnell, dass sie nicht allein sind mit ihren Startschwierigkeiten. Man tauscht sich aus, lernt voneinander und hat natürlich auch einen gewissen „Zwang“ an den gebuchten Terminen teilzunehmen.

Schließlich warten die anderen und möglicherweise verpasst man sonst wichtige Tipps oder Erfahrungen.

Mit dem in den Kursen gewonnenen Rüstzeug ist es dann viel einfacher, Fortschritte zu machen und die Motivation zu finden, auch zu Hause weiter zu arbeiten.

In meinen Kursen bemühe ich mich, dieser Problematik Rechnung zu tragen und meine TeilnehmerInnen zu motivieren und sie zu befähigen, selbständig zu werden und einen eigenen Stil zu entwickeln. Das bringt sie perspektivisch weiter als das Kopieren von Werken anderer Künstler oder das Abmalen aus Zeitschriften.
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Kinder malen  in der Späth'schen Baumschule Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Kinder malen in der Späth’schen Baumschule Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Kinderkurse – Erfahrungen

Gemischte Kurse

Ich habe bisher gelegentlich auch Kinder und Jugendliche in meinen Kursen gehabt, jedoch erschien mir für gemischte Kurse eine Altersregel notwendig. Das Thema „Botanische Motive malen und zeichnen“ erfordert doch einiges an Konzentration, Geduld und Durchhaltevermögen und so entschied ich mich für die Teilnahme für Kinder ab 10-12 Jahren.

Jüngere Kinder können u.U. auch teilnehmen, wenn ein Elternteil mitkommt. Das hat sich bewährt. Es ist oft erstaunlich, wie schnell Kinder Farben und Formen erfassen, an denen sich Erwachsene länger abmühen. Kinder denken nicht darüber nach, ob das Bild perfekt sein muss und alle Einzelheiten stimmen – sie machen einfach! Erwachsene orientieren sich sehr an jedem Detail, was ja auch gut ist, andererseits manchmal auch blockiert – denn natürlich können die ersten Versuche in einer neuen Technik oder zu einem neuen Thema nicht perfekt sein. Erwachsene werden ungeduldig und frustriert – Kinder versuchen es einfach nochmal.

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Zeit zum Malen

Es ist ja mein Beruf, regelmäßig mit Farbe und Papier oder Leinwand umzugehen und doch bleibt dazu manchmal weniger Zeit als meine geneigten Leser glauben werden. Natürlich habe ich jeden Tag im weitesten Sinne mit Kunst und Gestaltung zu tun, aber um selbst entspannt an eigenen Werken zu arbeiten, fehlen tatsächlich oft Zeit und Ruhe.

Keukenhof 2015 - Malen im Tulpenparadies (c) Aquarell + Foto: Cordula Kerlikowski

Keukenhof 2015 – Malen im Tulpenparadies (c) Aquarell + Foto: Cordula Kerlikowski

Das Problem

Das sind zum einen administrative Aufgaben, die unbedingt notwendig, aber zeitintensiv sind: Kursvorbereitungen, Materialsichtungen, Termine festlegen und Planungen, z.B. mit der Volkshochschule oder den Späth’schen Baumschulen oder dem Volkspark Pankow, abstimmen, die Entwicklung neuer Konzepte für Kurse oder Projekte, Blogbeiträge, etc.

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Es ist wieder Tulpenzeit und deshalb hatte ich alle Hände und Malblöcke voll zu tun. In diesem Jahr fuhr ich zum ersten Mal nach Holland, genauer zum Keukenhof. Das Land der Tulpen zu besuchen war schon lange mein Wunsch – und es hat sich gelohnt!

Tulpenfeld in der Nähe von Lisse, Foto (c) C.Kerlikowski

Tulpenfeld in der Nähe von Lisse, Foto (c) C.Kerlikowski

Auf dem Weg zum Keukenhof

Tulpengeschichte

Die Züchtung von Zwiebelblumen hat in den Niederlanden eine lange Tradition. Die ersten Tulpenzwiebeln kamen in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa und wurden wie Schätze gehandelt und in sogenannten Kuriositätenkabinetten ausgestellt. Alles in allem eine Sache der gehobenen Mittelschicht und des Adels.

Nachdem einem Gelehrten aus seinem Tulpengarten Zwiebeln gestohlen wurden, begann der „Massenwahn“ um den Tulpenhandel, denn auch die kleinen Leute wollten ihren Anteil am großen Geschäft. Der Preisverfall begann und innerhalb kürzester Zeit fiel der Preis für Zwiebeln auf einen Bruchteil des früheren Wertes – der erste Börsencrash der Geschichte!

Tulpe

Tulpe „Sorbet“ Foto (c) C.Kerlikowski

Tulpe

Tulpe „Angelique“ Foto (c) C.Kerlikowski

 Foto (c) C.Kerlikowski

Foto (c) C.Kerlikowski

 Foto (c) C.Kerlikowski

Foto (c) C.Kerlikowski

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Das letzte Vierteljahr

Nach einer längeren Schreibpause melde ich mich zurück! Es war in letzter Zeit viel zu tun und zu koordinieren. Nun ja… Hier also ein kleiner Zusammenschnitt des letzten Vierteljahres.

Urlaub!

Nach ziemlich arbeitsintensiven Wochen und Monaten habe ich mich zum Jahreswechsel 2014/2015 wieder nach Flandern zurückgezogen und 2 Wochen lang weder Stift noch Pinsel in der Hand gehabt. Ich genieße das und bin damit sicher eine Ausnahme unter den Künstlerinnen und Künstlern, die stets ein Skizzenbuch und ein paar Zeichenutensilien mit dabei haben.

Die Kunst vergesse ich aber nie ganz und so besuchte ich in Brügge eine Picasso-Ausstellung im Sint Jans Hospital (heute Museum), das Groeningemuseum und Michelangelos Madonna in der Liebfrauenkirche, die Künstlerkolonie Sint-Martens-Latem in der Nähe von Gent.

Picasso-Ausstellung Foto (c) ReiseLeise

Brügge: Picasso-Ausstellung Foto (c) C.Kerlikowski

Malerisches Sint Marten Latem (c) ReiseLeise

Malerisches Sint-Martens-Latem (c) C.Kerlikowski

Malerische Landschaften in „Het platte Land“ haben schon die Belgischen Künstler inspiriert und ich bin tatsächlich am Überlegen, ob ich eine Kursfahrt nach Flandern in mein Programm aufnehmen sollte…

Hahnemühle

Nach meinem Urlaub hatte ich die Ehre, die Mitarbeiter der Firma Hahnemühle zur künstlerischen Sicht auf ihre Papiere zu schulen. Die Creativeworld, eine wichtige Messe in Frankfurt, stand vor der Tür und so rollte ich mit dem Auto voller Malutensilien nach Dassel-Relliehausen, um zusammen mit den MitarbeiterInnen und Mitarbeitern aus Produktion, Versand und Vertrieb verschiedene Maltechniken auf den Hahnemühle-Papieren vorzustellen und auszuführen:

Foto (c) Hahnemühle

Foto (c) Hahnemühle

Foto (c) Hahnemühle

Foto (c) Hahnemühle

Tradition und moderne Produktionsmethoden haben ein gutes Miteinander in diesem Hause, deren Firmengründung auf das Jahr 1584 zurückgehen.

Unweit der Firma Hahnemühle steht das „Merten-Spiess-Haus“ und in unmittelbarer Nähe finden sich Zeugnisse des Wirkens von Merten Spiess, dem Gründer der Firma in Relliehausen – Mühlstein und Becken aus der alten Papiermühle:

Zeugnisse traditioneller Papierherstellung: Mahlstein und "Holländer" Foto (c) C.Kerlikowski

Zeugnisse traditioneller Papierherstellung: Mahlstein und „Holländer“ Foto (c) C.Kerlikowski

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