Zum Neuen Jahr….

31. Dezember 2012

Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch und ein Glückliches Neues Jahr! Vielen Dank für eure Unterstützung, Inspiration und Freundschaft.

I wish you all a Happy New Year! Thank you for your support, inspiration and friendship.

Ik wens jullie allemaal een Gelukkig Nieuwjaar! Dank u voor uw steun, inspiratie en vriendschap.

Je vous souhaite à tous une Bonne Année! Nous vous remercions de votre support, de l’inspiration et de l’amitié ..

"Nachtmusikanten" (c) Cordula Kerlikowski

„Nachtmusikanten“ (c) Cordula Kerlikowski

Ich bereite gerade einen Zeichenkurs im Atelier meiner Kollegin Isabelle Zacher-Finet vor. Dabei geht es um die Verwendung von Aquarellstiften auf Leinwand.

Aquarellstifte gibt es in verschiedenen Qualitäten und Ausführungen: mit Holz ummantelt oder als Vollminenstifte. Ihnen allen gemeinsam ist die Vermalbarkeit mit Wasser.  Je weicher die Mine des Stiftes, desto leichter lassen sich die Linien vermalen. Härtere Stifte eignen sich gut, um abschließend dünne, ordnende Linien aufzutragen.

Normalerweise kennen wir die Anwendung von Aquarellstiften auf Papier, als reine Zeichnung, vermalt oder in Kombination mit Aquarellen oder Formen der Mischtechnik. Aber auch auf Leinwand lässt sich sehr gut arbeiten.

Das Ergebnis kann so aussehen:

"LIlie" - Aquarellstiftzeichnung auf Leinwand, 30 x 30 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Lilie“ – Aquarellstiftzeichnung auf Leinwand, 30 x 30 cm, (c) Cordula Kerlikowski

Ich habe die Blüte direkt auf die Leinwand gezeichnet und danach Schritt für Schritt die gezeichneten Linien vorsichtig angelöst und in die Fläche vermalt. Es sind nur drei Farben ! Trotzdem ist die Leuchtkraft immens. Das liegt an der starken Pigmentierung der Stifte (Faber castell – Albrecht Dürer).

Es empfiehlt sich, die Zeichnung am Schluss zu fixieren, da sie wasserlöslich bleibt. Eine in Richtung Bild aufschäumende Sektflasche an Silvester hätte fatale Folgen.

In diesem Sinne – blumige Jahresendgrüße!

Es geht stramm auf Weihnachten zu und immer wieder stellt sich die Frage „Was ist mit der Weihnachtspost?“. Das geht offensichtlich nicht nur mir so und deshalb bekomme ich des öfteren Anfragen für Kartenentwürfe.

Ich bin nicht die klassische Landschaftsmalerin und möchte den Motiven gern etwas mehr Humor oder Leichtigkeit beifügen. So sind meine Karten gelegentlich etwas anders: verspielt, abstrakt, mit einem anderen Blick auf das Weihnachtsfest.

Hier einige Beispiele, wie ich das Thema umgesetzt habe:

"Adventsdekoration" - Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

„Adventsdekoration“ – Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

"Weihnachtsstern" - Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

„Weihnachtsstern“ – Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

"Bunter Baum" - Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

„Bunter Baum“ – Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

"Stille Nacht" - Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

„Stille Nacht“ – Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

"Nikolaussocke" - Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

„Nikolaussocke“ – Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

Also von klassisch über abstrakt bis naiv ist alles möglich.  So kennt man mich… Besonders mag ich die „Socke“ und „Stille Nacht“.

Es besteht die Möglichkeit, diese Karten  bei MyGall zu erwerben:

http://www.mygall.net/index.php?manufacturers_id=4292&showImages=1&galerie_id=12264

Bei Interesse an Drucklizenzen bitte ich um Anfrage per E-Mail:

cordula.kerlikowski@gmx.de

Nun denn.. noch eine schöne Vorweihnachtszeit…

Gestern vor einem Jahr ist mein erster Blogbeitrag online gegangen. Im Alltagstrott hätte ich das beinahe vergessen…

So war es an der Zeit zu resümieren und auf das vergangene (Blog-) Jahr zurückzublicken. Was habe ich gelernt, was erreicht, welche positiven und negativen Erfahrungen begleiteten mich? Es ist eine Vielfalt von Arbeiten entstanden, die die ganze Bandbreite meiner Ideen, Fertigkeiten und Möglichkeiten zeigen. Das macht mich stolz.

Von der abstrakten Acrylmalerei über die Druckgrafik bis zum naturalistischen Aquarell war alles vertreten, was meine Kreativität abbildet…

Zu diesem kleinen Jubiläum nun eine besondere Arbeit vorzustellen war gar nicht so einfach. Etwas neues sollte es schon sein. Deshalb versuchte ich es mit Farbstiften, Pastellkreiden, Bleistift… Naturalistisch mein altes Thema „Spirale/Muschel“ aufzugreifen war also nicht möglich. Schauen Sie selbst, was mir heute aus Pinsel und Feder geflossen ist:

“ Maria Stuart – Die Einsamkeit der verbanntenKönigin“ 35 x 51 cm, Mischtechnik auf Aquarellpapier, (c) Cordula Kerlikowski

Manchmal beginne ich damit, die Farben fließen zu lassen. Noch keine Planung, kein Titel, kein Ziel – so geht es am besten. Mit dem Setzen der ersten Linien entsteht dann eine Idee – zunächst vage, dann immer konkreter…

Oft höre ich dabei Musik, die nicht unbedingt mit dem Thema der Malerei zu tun hat (Heute war es Gotye – „Somebody that I use to know“) – ein einziger Titel in der Endlosschleife. Durch die ständige Wiederholung der Rhythmen bildet sich ein eigentümliches Hintergrunderlebnis, das es ermöglicht abzuschalten und loszulassen. Die Gedanken beginnen zu kreisen während die Hand ihre eigenen Bahnen zieht. Das ist ein sehr entspannender und entspannter Zustand. Automatisierte Sicherheit im Handwerk gewährleistet mir dabei, nicht den Faden zu verlieren…

So spann sich nach und nach die Figur einer Königin zusammen: aufrecht, stolz, würdevoll, jedoch einsam und der Welt entrückt. Die Blüte in ihren verborgenen Händen scheint mehr einer Distel  als einer eleganten exotischen Blume zu ähneln- unverwüstlich, aber wehrhaft. Damit entstand unbewußt ein Hinweis auf  das Symbol Schottlands – die Distel…

Die um die Figur schwingenden Linien können sowohl ihr Gewand darstellen als auch die sich um sie schließenden Fesseln. Das Ende dieser stolzen Frau ist allgemein bekannt…

Nun denn… eine Zeitreise in die schottische Geschichte und zugleich Erinnerung an besuchte Orte, die mit Maria Stuart in Verbindung stehen. Und zum Schluss: die Hinrichtung dieser ambivalenten Persönlichkeit fand (nach julianischem Kalender) am 8. Februar 1587 in London statt. 376 Jahre später (nach gregorianischem Kalender) wurde ich geboren…

Ich werde oft gefragt wie es mir gelingt so naturalistische Zeichnungen oder Gemälde auszuarbeiten:

"Spiegelungen" - Acryl auf Leinwand, 80 x 100cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Spiegelungen“ – Acryl auf Leinwand, 80 x 100cm, (c) Cordula Kerlikowski

"Gelbbrust-Ara" Acrylmalerei, 80 x 80 cm (c) von Cordula Kerlikowski

„Gelbbrust-Ara“ Acrylmalerei, 80 x 80 cm (c) von Cordula Kerlikowski

In jeder Technik geht es dabei um das Erkennen der wesentlichen Formen, Linien und Farben, um Tonwerte und Abstufungen:

"Walnüsse" - 24,5 x 24,5cm, Aquarell auf Bütten, (c) Cordula Kerlikowski

„Walnüsse“ – 24,5 x 24,5cm, Aquarell auf Bütten, (c) Cordula Kerlikowski

"Zwei Birnen" - Aquarell, 16 x 16cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Zwei Birnen“ – Aquarell, 16 x 16cm, (c) Cordula Kerlikowski

In der Bleistift- oder Tuschezeichnung kommt es auf die richtige Abstufung der Tonwerte an:

"Ginkgo-Blätter", Bleistiftzeichnung auf Skizzenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

„Ginkgo-Blätter“, Bleistiftzeichnung auf Skizzenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

"Lilie" - Bleistiftzeichnung 1996, (c) by Cordula Kerlikowski

„Lilie“ – Bleistiftzeichnung 1996, (c) by Cordula Kerlikowski

In der Farbstiftzeichnung geht es sowohl um Tonwertabstufung als auch um die richtigen, aber wenigen Farben:

"Koala", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, 30x40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Koala“, Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, 30x40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

In jeder dieser Arbeiten ist es in erster Linie  das SEHEN. Genau hinschauen, was das Objekt aussagt…

Warum mir das in dieser Weise gelingt ist schwer zu sagen. Ich vermute, dass ich eine Art von fotografischem Gedächtnis oder des fotografischen Sehens habe. Beispielsweise genügt es, eine Wohnung oder einen (begrenzten) Ort einmal zu sehen und ich kann ihn noch viele Jahre später bis ins Detail beschreiben. Möglicherweise ist das bei meinen Arbeiten hilfreich…
Aber trotzdem ist es für Andere  möglich zu ähnlichen Ergebnissen zu kommen, wenn er/sie das SEHEN trainiert und vor allem immer wieder übt.

Am besten ist es am Original zu arbeiten: man kann es von allen Seiten betrachten, Licht- und Schattenbereiche erkunden, Blüten und Blätter befühlen usw. Das hilft sehr bei der realen Erfassung der Details. Manchmal geht das nicht. Entweder es ist Winter und ich will ein Blumenbild arbeiten, oder ich war einfach noch nicht dort, wo es mein angestrebtes Objekt gibt. Im Falle des Koala musste ich auf Fotos einer Kollegin zurückgreifen. Und einen Porsche fahre ich eh nicht!

Für Auftragsarbeiten oder Zeichnungen/Malereien im Winter fertige ich mir einen großen Fundus von Fotos, die das Objekt aus allen möglichen Richtungen darstellen, Details darstellen oder flüchtige Eindrücke einfangen. Damit geht schon einiges…

Nach Jahren ist die notwendige Routine und eine Menge Erfahrung vorhanden, die immer schwierigere Objekte gelingen lässt. Der Weg ist das Ziel…. Und ich zeichne schon seit meiner Kindheit…

Zweifel? In meinen Kursen kann man es erlernen… in angemessenem Tempo …

Am Freitag, den 7. Dezember 2012 bin ich von 15 bis 20 Uhr mit einigen meiner Arbeiten auf dem traditionsreichen Weihnachtsmarkt der Späth’schen Baumschulen vertreten – Stand 83, Eingang Ligusterweg.

Die Späth’sche Baumschule ist die älteste Baumschule Deutschlands und der Ruf der hier organisierten Veranstaltungen, insbesondere des dreitägigen Weihnachtsmarktes, schon fast legendär. Ich freue mich dabei zu sein und biete viele verschiedene Arbeiten an, so dass jeder interessierte Besucher ein passendes Weihnachtsgeschenk finden sollte.

So nach und nach bereite ich vor, was ich anbieten will: Zeichnungen, Aquarelle, Karten und Miniaturen sowie einige signierte Exemplare meines Buches „Zeichnen basics – Blumen und Blüten“ – und  meine Kursangebote für 2013.

Also – eine große Kiste bereitstellen, Material sichten, Bilder paspartourieren und ggf. rahmen, eine weihnachtliche Dekoration austüfteln und vieles mehr. Ein wenig Zeit ist ja noch. Doch wie man so schön sagt, fängt der frühe Vogel den Wurm und ich will keine Hektik zum Jahresende.

Hier eine kleine vorläufige Auswahl:

diverse Radierungen, 20 x 20 cm (Rahmengröße) (c) Cordula Kerlikowski

diverse Radierungen, 20 x 20 cm (Rahmengröße) (c) Cordula Kerlikowski

"Jarrahdale-Kürbisse" - 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Jarrahdale-Kürbisse“ – 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

"Walnusszweig II" - 24,5 x 24,5cm, Aquarell auf Bütten, (c) Cordula Kerlikowski

div.botanische Studien – 24,5 x 24,5cm, Aquarell auf Bütten, (c) Cordula Kerlikowski

div. Weihnachtskarten

div. Weihnachtskarten

Signierte Exemplare meines Buches

Signierte Exemplare meines Buches“Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“

Weiterhin werden die Originalzeichnungen zu diesem Buch zu sehen und zu kaufen sein:

"Lilie" - Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton, 20 x 30 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Lilie“ – Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton, 20 x 30 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Hier noch einmal die Daten für meine Anwesenheit auf dem Markt:

7. Dezember 2012, 15.-20 Uhr

Späth’sche Baumschulen
Späthstraße 80/81
12487 Berlin-Baumschulenweg

Eingang Ligusterweg/Stand 83
(Nähe Feuerstelle und Glühweinstand)

Standplan

Ich freu mich drauf !!!

Vor 3 Tagen begann ich mit einem größeren Aquarell auf einem Format 40 x 40cm. Für eine botanische Studie schon etwas aufwändiger, aber auch einfacher zu malen, da für die Details mehr Platz zur Verfügung steht:

Die Probleme mit dem Licht habe ich im o.g. Blog schon beschrieben, hinzu kam jetzt ein weiteres: Das Innere des Kürbis verdirbt sehr schnell und auch das Einwickeln in Folie und die Aufbewahrung im Kühlschrank können diesen Prozeß nur kurz aufhalten. Deshalb macht es Sinn, einige Detailaufnahmen von den markanten Bereichen des Objekts zu machen und ggf. danach weiter zu arbeiten.

Zwischenschritt - Detail Kerne, (c) Cordula Kerlikowski

Zwischenschritt – Detail Kerne, (c) Cordula Kerlikowski

Hier habe ich die Kerne bereits weiter ausgearbeitet und einige orange Lasuren aufgebracht. Das erfolgt schrittweise. Geduldiges Warten bis die lasierten Flächen getrocknet sind, ist unbedingt notwendig – Zeit für einen Kaffee zwischendurch.

Weiter geht es dann Schritt für Schritt an die Ausarbeitung der nächsten Details:

Zwischenschritt - Detail des Stiels, (c) Cordula Kerlikowski

Zwischenschritt – Detail des Stiels, (c) Cordula Kerlikowski

Das Innenleben ist fertig, (c) Cordula Kerlikowski

Das Innenleben ist fertig –  (c) Cordula Kerlikowski

Und hier die frei liegenden Kerne:

einige Kerne..., (c) Cordula Kerlikowski

einige Kerne…, (c) Cordula Kerlikowski

Die fertige Arbeit sieht dann so aus:

"Jarrahdale-Kürbisse" - 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Jarrahdale-Kürbisse“ – 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

Den hinteren Kürbis habe ich absichtlich nicht so detailliert ausgeführt, um den Fokus nicht von der angeschnittenen Frucht zu nehmen. Die blau-grüne Farbigkeit der äußeren Schale ist am vorderen Kürbis gut zu sehen. Jedoch habe ich mehr Aufwand für den Stiel betrieben. Vorn ist er angeschnitten, am hinteren Kürbis unversehrt.

Spannend zu arbeiten ist die Unterseite – dort hat der Jarrahdale rund um den ehemaligen Blütenansatz eine markante, hellere kreisförmige Struktur, die von einem ockerfarbenen Ring umschlossen ist. Hier ist er nur angedeutet.

Für heute ist es aber genug der Kürbismalerei…

Am Donnerstag habe ich wieder einen halben meiner Kürbisse verarbeitet, die zweite Hälfte bot sich da geradezu an, eine größere, detailreiche Studie auszuarbeiten:

Jarrahdale-Kürbis, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Jarrahdale-Kürbis, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Der Kontrast zwischen dem Graugrün der äußeren Hülle und dem intensiven Orange des Fruchtfleisches ist faszinierend. Die dafür notwendigen Farbtöne sind schnell gefunden bzw. zu mischen und das Handwerkszeug muss dieses Mal etwas größer ausfallen, da ich auf einem Format 40 x 40 cm arbeiten will. Neben meinen bewährten „Rotmardern“ kommt also heute auch ein 20er Top-Point Mix zum Einsatz…

Die Tage werden kürzer und deshalb macht das Malen unter sich verändernden Lichtverhältnissen besondere Schwierigkeiten: Tageslicht eignet sich am besten – die Schatten sind weicher, die Kontraste nicht zu hart. Trotzdem macht es Sinn, zunächst die wichtigsten Farbflächen schnell anzulegen um nicht von veränderten Lichtverhältnissen während der Arbeitszeit in die Irre geführt zu werden:

"Kürbisse" - erste Farbflächen anlegen, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – erste Farbflächen anlegen, (c) Cordula Kerlikowski

Nach und nach sind dann weitere Details auszuarbeiten. Ich musste meinen Arbeitsplatz wechseln, da das Tageslicht an meinem Tisch nicht mehr ausreichte. Schon hier wird es schwierig, in den einmal festgelegten Tönen zu bleiben und die Schattierungen dort beizubehalten, wo sie am ersten Arbeitsplatz waren. Da ist Abstraktionsvermögen und Umdenken gefragt.

Hier zwei Details:

"Kürbisse" - Detail 1, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – Detail 1, (c) Cordula Kerlikowski

"Kürbisse" - Detail 2, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – Detail 2, (c) Cordula Kerlikowski

Damit sind auch einige weitere Entscheidungen über zu verwendende Farben getroffen und die Arbeit kann nun auch unterbrochen werden. Denn jetzt ist das Arbeiten nur noch unter Kunstlicht möglich – und das will ich an diesem Aquarell vermeiden.

Also kommst der angeschnittene Kürbis bis morgen in den Kühlschrank.

Fortsetzung folgt….

Manchmal ist einfach zu viel anderes zu tun, was mich vom Ganztags-Malen abhält: Büroarbeit, Aufträge, Organisatorisches… Da bleibt nur Zeit für kleinere Arbeiten oder Skizzen, aber auch das kann Spaß machen…

Die Kastanie vor meinem Fenster ist inzwischen fast kahl, aber die Natur hat noch ein anderes schönes Gewächs hervorgebracht, das nun so langsam seine Früchte färbt – den Ilex, auch Stechpalme genannt. Wir kennen ihn vor allem aus Bildern auf Weihnachtspostkarten. In Nordengland und Schottland habe ich ganze Wäldchen mit großen Bäumen gesehen. Hier wächst er nur in Parks und Gärten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Stechpalme

Hier das Foto von einem kleinen Stückchen Zweig:

Ilex aquifolium - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ilex aquifolium – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Die Blätter sind wunderschön glänzend und die roten Früchte leuchten prächtig und sehen besonders  toll aus, wenn Schnee auf den Zweigen liegt.

Für uns giftig, sind die Früchte für Vögel ein Leckerbissen. Im Winter kommen regelmäßig Amseln um sich daran satt zu futtern. Anscheinend passen genau 5 Früchte in einen Amselmagen – ich habe es ganz oft  zählen können – es sind immer 5 Stück. Dann flattert der Vogel davon…

Für uns ist diese Pflanze eine gute Möglichkeit, auch in der kalten Jahreszeit nach der Natur zu zeichnen und zu malen. Ob als Bleistift- oder Federzeichnung, als Aquarell oder als Mischtechnik – die Blätter und Früchte des Ilex sind einfach umzusetzen. Kein Blatt gleicht dem anderen, die Zacken sind unterschiedlich oder manchmal nur schwach ausgeprägt. So ist es auch möglich sie schnell aus dem Gedächtnis zu zeichnen.

Hier eine kolorierte Federzeichnung:

Ilex aquifolium - 15 x 15 cm, aquarellierte Federzeichnung (c) Cordula Kerlikowski

Ilex aquifolium – 15 x 15 cm, aquarellierte Federzeichnung (c) Cordula Kerlikowski

Nur eine kleine Skizze, eine botanisch exakte Ausarbeitung erfordert mehr Zeit, aber davon wird es im Winter noch reichlich geben…

Heute hatte ich endlich wieder Zeit für einen ausgiebigen Herbstspaziergang. Das nahe gelegene Wäldchen bietet für den aufmerksamen Beobachter viele schöne Überraschungen: ob nun große in Form leuchtender Herbstblätter an den Bäumen, das warme Herbstlicht oder die versteckten kleinen Schönheiten – Pilze, die niemand beachtet, weil sie vermutlich nicht essbar sind…

Ahorn im Oktober I - Foto: Cordula Kerlikowski

Ahorn im Oktober I – Foto: Cordula Kerlikowski

Ahorn im Oktober II - Foto: Cordula Kerlikowski

Ahorn im Oktober II – Foto: Cordula Kerlikowski

"Werden und Vergehen" - Detial an einem alten Stamm, Foto: Cordula Kerlikowski

„Werden und Vergehen“ – Detail an einem alten Stamm, Foto: Cordula Kerlikowski

Für die folgenden Aufnahmen habe ich förmlich auf dem Bauch gelegen und einen Hexenschuss riskiert. Das schöne an Berlin ist dabei, dass ich völlig unbeachtet von vorbeieilenden Joggern und Spaziergängern agieren konnte…

Boviste - Foto: Cordula Kerlikowski

Boviste – Foto: Cordula Kerlikowski

Lamellenpilze - Foto: Cordula Kerlikowski

Lamellenpilze – Foto: Cordula Kerlikowski

... nur 3cm hoch - Foto: Cordula Kerlikowski

… nur 3cm hoch – Foto: Cordula Kerlikowski

Ich habe viele Fotos als Gedankenstützen aufgenommen, um dann später Aquarelle oder Zeichnungen anzufertigen. Ein Bovist liegt im Kühlschrank und wartet auf seine Verwendung…

Ach ja, falls jemand die abgebildeten Pilze namentlich kennt – ich bin dankbar für jede Information, denn mein Pilzbuch ist irgendwo in einer meiner Bücherkisten, aber in welcher ???

Nun bin ich selbst ganz gespannt, wie ich die heutigen Eindrücke umsetze – ich werde berichten!

Für heute aber meinen Lesern und Leserinnen erst einmal einen schönen sonnigen Herbstnachmittag…

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