"Walnusszweig II" - 24,5 x 24,5cm, Aquarell auf Bütten, (c) Cordula Kerlikowski

„Walnusszweig II“ – 24,5 x 24,5cm, Aquarell auf Bütten, (c) Cordula Kerlikowski

Ich werde oft gefragt, wie es möglich ist, so akkurat Pflanzen, Früchte oder Strukturen aufs Papier zu bringen, und ob es möglich ist, das zu erlernen.

Ja, man kann es lernen. Sicherlich gehören lange Erfahrung, zeichnerisches Handwerk und der geschulte Blick unbedingt dazu, um die Natur (fast) perfekt abzubilden – aber: ohne ständige Übung und das aufmerksame Beobachten der Natur und kleinster Details im täglichen Leben kann auch das größte Talent u.U. nicht zu solchen Ergebnissen gelangen. Anders herum: Malanfänger oder ein Neueinsteiger können durch Fleiß und regelmäßiges Üben recht schnell schöne Ergebnisse erzielen. Das sehe ich regelmäßig in meinen Kursen zur Botanischen Aquarellmalerei.

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Vor 3 Tagen begann ich mit einem größeren Aquarell auf einem Format 40 x 40cm. Für eine botanische Studie schon etwas aufwändiger, aber auch einfacher zu malen, da für die Details mehr Platz zur Verfügung steht:

Die Probleme mit dem Licht habe ich im o.g. Blog schon beschrieben, hinzu kam jetzt ein weiteres: Das Innere des Kürbis verdirbt sehr schnell und auch das Einwickeln in Folie und die Aufbewahrung im Kühlschrank können diesen Prozeß nur kurz aufhalten. Deshalb macht es Sinn, einige Detailaufnahmen von den markanten Bereichen des Objekts zu machen und ggf. danach weiter zu arbeiten.

Zwischenschritt - Detail Kerne, (c) Cordula Kerlikowski

Zwischenschritt – Detail Kerne, (c) Cordula Kerlikowski

Hier habe ich die Kerne bereits weiter ausgearbeitet und einige orange Lasuren aufgebracht. Das erfolgt schrittweise. Geduldiges Warten bis die lasierten Flächen getrocknet sind, ist unbedingt notwendig – Zeit für einen Kaffee zwischendurch.

Weiter geht es dann Schritt für Schritt an die Ausarbeitung der nächsten Details:

Zwischenschritt - Detail des Stiels, (c) Cordula Kerlikowski

Zwischenschritt – Detail des Stiels, (c) Cordula Kerlikowski

Das Innenleben ist fertig, (c) Cordula Kerlikowski

Das Innenleben ist fertig –  (c) Cordula Kerlikowski

Und hier die frei liegenden Kerne:

einige Kerne..., (c) Cordula Kerlikowski

einige Kerne…, (c) Cordula Kerlikowski

Die fertige Arbeit sieht dann so aus:

"Jarrahdale-Kürbisse" - 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Jarrahdale-Kürbisse“ – 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

Den hinteren Kürbis habe ich absichtlich nicht so detailliert ausgeführt, um den Fokus nicht von der angeschnittenen Frucht zu nehmen. Die blau-grüne Farbigkeit der äußeren Schale ist am vorderen Kürbis gut zu sehen. Jedoch habe ich mehr Aufwand für den Stiel betrieben. Vorn ist er angeschnitten, am hinteren Kürbis unversehrt.

Spannend zu arbeiten ist die Unterseite – dort hat der Jarrahdale rund um den ehemaligen Blütenansatz eine markante, hellere kreisförmige Struktur, die von einem ockerfarbenen Ring umschlossen ist. Hier ist er nur angedeutet.

Für heute ist es aber genug der Kürbismalerei…

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