Ich zeige auf Vorführungen, Schulungen oder Messen gerne, wie ein Bild entsteht und wie die einzelnen Materialien wie Papiere, Pinsel oder Farben, richtig eingesetzt, schöne Ergebnisse ermöglichen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich dabei meine Arbeit immer wieder unterbreche, um Fragen zu beantworten oder einzelne Schritte zu wiederholen.

So bin ich in der Motivwahl oft eingeschränkt und nutze dann oft kleine Stilleben, Pflanzendetails oder Objekte (Steine, Wurzeln, Muscheln, Blätter…), greife aber auch gelegentlich auf ein Foto zurück.

Ein Freund schickte mir das Foto einer kleinen Pflanze aus Australien. Australien ist für die meisten von uns, auch für mich, ein  Traumziel – weite Landschaft, Einsamkeit, großartige Naturphänomene, Aborigines, Felszeichnungen, natürlich auch Känguruhs und Koalabären, pulsierende Städte und interessante Menschen. Neben den großen, imponierenden Schaustücken des australischen Kontinents gibt es aber auch viele kleine, beeindruckende Details wie diese kleine Pflanze, die sich im „Kings Canyon“ am Fels festhält, ihren Platz gefunden und sich unbeeindruckt von der kargen Umgebung für ihr Leben eingerichtet hat.

Zunächst nutze ich das Foto für ein Aquarell:

"Auatralische Impression I" - Aquarell auf Bütten, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Australische Impression I" - Aquarell auf Bütten, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Die lang ausgestreckte Wurzel gewährt ihr Halt, die kleinen krallen sich in feinste Felsrisse und bringen die Stabilität, die sie für ihr Wachstum braucht. Und so kann sie selbst hier gedeihen, recken sich saftig-blaugrüne Blätter ins Licht. Sie bilden einen lebendigen Kontrast zum rotvioletten Hintergrund – grandiose Kulisse für ein kleines Pflänzchen….

„Kampf ums Überleben“, wie es sicher die Biologen nennen würden oder „Aus Wenigem das Beste machen“, wie es die Lebenskünstler tun oder einfach nur „ein wunderschönes Stück Natur“ (wie wir es sicher auch hier bei uns finden werden, wenn wir bereit sind, mit offenen Augen durch unsere Umwelt zu gehen…)? Die Antwort ist sicher für jeden von uns anders – und ich überlasse sie Ihnen!

Alternativ dazu eine Interpretation mit Acrylfarben – kompakter, kräftiger, aber ebenso farbenfroh und stimmungsvoll:

"Australische Impression II), Acryl auf Karton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Australische Impression II", Acryl auf Karton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

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Heute habe ich mit dem Entwurf für ein Logo beschäftigt. Ein befreundeter Blogger bat mich darum, etwas zu entwerfen, dass die Aussage seines Blogs unterstreicht, das sich mit einem weltumfassenden und weltverbindenden Thema befasst.

Das alte Logo beinhaltete im Grundsatz Regenbogenfarben, das Peace-Zeichen und den Schriftzug des Blogs. Damit eine Wiedererkennbarkeit erreicht wird, habe ich mich bemüht, diese Elemente wieder aufzunehmen:

"Logo - Entwurf" - 40 x 40 cm, Aquarell auf Andalucia-Aquarellpapier, (c) by Cordula Kerlikowswki

"Logo - Entwurf" - 40 x 40 cm, Aquarell auf Andalucia-Aquarellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Die Sonne und das Peace-Symbol stehen im Mittelpunkt, da sie überall auf der Welt für Leben, Licht und Frieden/Freiheit stehen. Die Sonne teilt mit ihren langen Strahlen das Blatt in 5 Segmente, in die ich markante „Wahrzeichen“ und Ornamente der einzelnen Kontinente einsetzte:

Afrika: Sonnenuntergang,Pyramide, Schirmakazie, folkloristisches Dekorband

Asien: entspannendes Violett, Lotosblüte, Bambus

Amerika: Kandelaberkaktus, Monument Valley, Meereswellen der Surferparadiese

Europa: Felder, Wiesen, bunt gefärbte Wälder, Flüsse

Australien: Känguru, Erdtöne, Malereien der Aborigines, …

Dabei nutze ich vor allem die „ewigen“ Zeichen der Kontinente, seit Jahrtausenden existent, Generationen begleitend, wobei die Kulturlandschaft Europas vielleicht ein wenig davon abweicht… Die Motive fügen jeweils sich unterhalb der Sonne ein und werden durch die Blattkante begrenzt.

Um das Peace-Symbol herum kann nun der Titel des Blogs eingesetzt werden, wenn der Entwurf dem Auftraggeber gefallen sollte. Ob dem so ist – darauf bin ich gespannt…. Aber ich versuche es gerne auch noch mit einem anderen Ansatz…

Ich zeichne sehr gern und gerade nach großformatigen Arbeiten ziehe ich mich gern auf ein kleineres Format zurück und suche mir bewußt ein Motiv, das einen Gegenpol zum vorangegangenen Werk darstellt.

So war es auch mit dem „Koala“ …

"Koala", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, 30x40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Koala", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, 30x40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Ich mag diese putzigen Kerlchen, habe sie aber leider nie in „freier Wildbahn“ erlebt. Also half mir eine Freundin mit einem Foto aus, das sie in Australien aufgenommen hatte.

Eine besondere Herausforderung waren das Fell des Tieres und die vielen Grautöne. Der Koala hat kurzes, dichtes Fell, aber auch lange Haare – das alles wollte ich möglichst genau darstellen.

Ich verwendete dazu sehr weiche Aquarellstifte auf grau getöntem Pastellpapier. Strich für Strich entstand das Bild, wobei ich von außen begann und das Gesicht/die Augen als letztes ausarbeitete. Die einzelnen Linien sind teilweise sehr dünn – manchmal habe ich den Stift nach 4 Linien neu spitzen müssen.

Insgesamt habe ich für diese Zeichnung 24 Zeitstunden gebraucht. Normalerweise interessiert mich die Arbeitszeit nicht, die ich benötige, aber hier habe ich doch einmal auf die Uhr geschaut…

Von dieser Arbeit habe ich noch einige handsignierte  Exemplare als hochwertigen Kunstdruck. Preise auf Anfrage.

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