Hortus Bulborum 2017 (c) Cordula Kerlikowski

Hortus Bulborum 2017 (c) Cordula Kerlikowski

Nun ist es fast ein Jahr her, dass ich hier einen Beitrag veröffentlicht habe. Das hatte seine Gründe. Ich brauchte diese Auszeit, um meine Prioritäten neu zu setzen, Abstand zu gewinnen und um einfach mal etwas anderes zu machen. Es ist nicht so, dass ich nicht weiterhin künstlerisch tätig war oder keine Kurse mehr gegeben habe, jedoch waren meine wirklichen Schwerpunkte in 2016/2017 andere als die bekannten.

Ich war viel unterwegs, habe tolle Menschen kennen gelernt und ihnen mehr Zeit gewidmet, ein neues Hobby gefunden/ ausgiebig betrieben und meine beiden anderen Projekte „Reise Leise“ und „Orte mit Geschichte – Lost Places“  (vorerst nur auf einer Facebook-Seite) vorangebracht. Es gab auch persönliche und berufliche Tiefpunkte, die ich verarbeiten musste – auch das hat gedauert.

Im Folgenden ein kurzer Abriss der letzten 12 Monate, bevor ich einen Ausblick für 2018 gebe: Read the rest of this entry »

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In letzter Zeit wurde es auf diesem Blog etwas ruhig, was aber nicht bedeutet, dass es nichts zu erzählen gäbe. Es ist nur so, dass die Monate September bis Dezember ereignisreich sind und ich kaum Zeit zum Schreiben habe. Nun aber bin ich ausgeruht und kann berichten, was es für 2016 Neues gibt.

Projekt "Mixed Media auf Bamboo Papier" (c) Cordula Kerlikowski

Projekt „Mixed Media auf Bamboo Papier“ (c) Cordula Kerlikowski

Neues – Kurse und Workshops

Späth’sche Baumschulen

An bewährter Stelle, in den Späth’schen Baumschulen gibt es wieder Botanik-Tageskurse. Zunächst ist nur ein Samstag-Termin geplant. Hier muss ich noch auf die Bestätigung von Kursterminen der Volkshochschule warten. Bei Bedarf biete ich noch 1 oder 2 weitere Samstage an. Auf Wunsch vieler TeilnehmerInnen wird es einen Kurs „Problembilder“ – Fehlerbehebung und Korrekturen in Zeichnung und Aquarell geben. Sie können  zu diesem Kurs Ihre Bilder mitbringen, mit denen Sie unzufrieden sind. Wir besprechen, wie man mit möglichst wenig Aufwand noch etwas aus den Bildern „herausholen“ kann. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die die Arbeit retten.

Die komplette Übersicht über die Kurse in der Baumschule finden Sie hier.

Wer mir live beim Malen zuschauen will, kann das beim „Späth’en Frühling“ am 30.4./1.5.2016 – hier werde ich wieder mit einem Stand vertreten sein.

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Vom Umgang mit der eigenen Kreativität

Das Problem beim Malen lernen

„Ich wollte schon immer mal wieder malen, aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen.“ Oder: „Ich habe als Kind so gerne gemalt, aber meine Lehrer sagten damals, es käme bei mir nie etwas vernünftiges heraus“.

„Prinzessin“ – Kita-Kind, 3 Jahre

Diese Sätze höre ich so oft, wenn Menschen sich bei mir melden um malen zu lernen oder wieder einzusteigen. Es ist schade, wenn die Kreativität von Kindern mit so harten Worten ausgebremst wird und das den Menschen dann fürs Leben prägt. Auch die Auffassung, Malen sein „brotlose Kunst“ und man würde nichts sinnvolles, abrechenbares schaffen, trugen dazu bei, dass ein wichtiger Teil der eigenen Emotionalität und Ausdrucksform verkümmerte. Malen und Zeichnen sollen in erster Linie Spaß machen. Heute hat sich das zum Glück geändert. Auch Erwachsene bekennen sich wieder zu ihren Gefühlen.

Malen lernen in Kursen

Allein ist es schwierig und man muss sich sehr überwinden, sich Zeit für das Malen und Zeichnen zu nehmen. Zudem ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten verloren gegangen. Schnell kommt Frust auf: „Ich kann das doch nicht!“ oder: „das wird alles nichts.“ und die Malutensilien landen wieder in der Versenkung.

23.4.2012 - Blick in den Kursraum, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kursatmosphäre, (c) Cordula Kerlikowski

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Gruppenkurse haben den Vorteil, dass hier Gleichgesinnte zusammen kommen und sich austauschen können. Dabei lernen sie schnell, dass sie nicht allein sind mit ihren Startschwierigkeiten. Man tauscht sich aus, lernt voneinander und hat natürlich auch einen gewissen „Zwang“ an den gebuchten Terminen teilzunehmen.

Schließlich warten die anderen und möglicherweise verpasst man sonst wichtige Tipps oder Erfahrungen.

Mit dem in den Kursen gewonnenen Rüstzeug ist es dann viel einfacher, Fortschritte zu machen und die Motivation zu finden, auch zu Hause weiter zu arbeiten.

In meinen Kursen bemühe ich mich, dieser Problematik Rechnung zu tragen und meine TeilnehmerInnen zu motivieren und sie zu befähigen, selbständig zu werden und einen eigenen Stil zu entwickeln. Das bringt sie perspektivisch weiter als das Kopieren von Werken anderer Künstler oder das Abmalen aus Zeitschriften.
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Kinder malen  in der Späth'schen Baumschule Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Kinder malen in der Späth’schen Baumschule Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Kinderkurse – Erfahrungen

Gemischte Kurse

Ich habe bisher gelegentlich auch Kinder und Jugendliche in meinen Kursen gehabt, jedoch erschien mir für gemischte Kurse eine Altersregel notwendig. Das Thema „Botanische Motive malen und zeichnen“ erfordert doch einiges an Konzentration, Geduld und Durchhaltevermögen und so entschied ich mich für die Teilnahme für Kinder ab 10-12 Jahren.

Jüngere Kinder können u.U. auch teilnehmen, wenn ein Elternteil mitkommt. Das hat sich bewährt. Es ist oft erstaunlich, wie schnell Kinder Farben und Formen erfassen, an denen sich Erwachsene länger abmühen. Kinder denken nicht darüber nach, ob das Bild perfekt sein muss und alle Einzelheiten stimmen – sie machen einfach! Erwachsene orientieren sich sehr an jedem Detail, was ja auch gut ist, andererseits manchmal auch blockiert – denn natürlich können die ersten Versuche in einer neuen Technik oder zu einem neuen Thema nicht perfekt sein. Erwachsene werden ungeduldig und frustriert – Kinder versuchen es einfach nochmal.

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Das letzte Vierteljahr

Nach einer längeren Schreibpause melde ich mich zurück! Es war in letzter Zeit viel zu tun und zu koordinieren. Nun ja… Hier also ein kleiner Zusammenschnitt des letzten Vierteljahres.

Urlaub!

Nach ziemlich arbeitsintensiven Wochen und Monaten habe ich mich zum Jahreswechsel 2014/2015 wieder nach Flandern zurückgezogen und 2 Wochen lang weder Stift noch Pinsel in der Hand gehabt. Ich genieße das und bin damit sicher eine Ausnahme unter den Künstlerinnen und Künstlern, die stets ein Skizzenbuch und ein paar Zeichenutensilien mit dabei haben.

Die Kunst vergesse ich aber nie ganz und so besuchte ich in Brügge eine Picasso-Ausstellung im Sint Jans Hospital (heute Museum), das Groeningemuseum und Michelangelos Madonna in der Liebfrauenkirche, die Künstlerkolonie Sint-Martens-Latem in der Nähe von Gent.

Picasso-Ausstellung Foto (c) ReiseLeise

Brügge: Picasso-Ausstellung Foto (c) C.Kerlikowski

Malerisches Sint Marten Latem (c) ReiseLeise

Malerisches Sint-Martens-Latem (c) C.Kerlikowski

Malerische Landschaften in „Het platte Land“ haben schon die Belgischen Künstler inspiriert und ich bin tatsächlich am Überlegen, ob ich eine Kursfahrt nach Flandern in mein Programm aufnehmen sollte…

Hahnemühle

Nach meinem Urlaub hatte ich die Ehre, die Mitarbeiter der Firma Hahnemühle zur künstlerischen Sicht auf ihre Papiere zu schulen. Die Creativeworld, eine wichtige Messe in Frankfurt, stand vor der Tür und so rollte ich mit dem Auto voller Malutensilien nach Dassel-Relliehausen, um zusammen mit den MitarbeiterInnen und Mitarbeitern aus Produktion, Versand und Vertrieb verschiedene Maltechniken auf den Hahnemühle-Papieren vorzustellen und auszuführen:

Foto (c) Hahnemühle

Foto (c) Hahnemühle

Foto (c) Hahnemühle

Foto (c) Hahnemühle

Tradition und moderne Produktionsmethoden haben ein gutes Miteinander in diesem Hause, deren Firmengründung auf das Jahr 1584 zurückgehen.

Unweit der Firma Hahnemühle steht das „Merten-Spiess-Haus“ und in unmittelbarer Nähe finden sich Zeugnisse des Wirkens von Merten Spiess, dem Gründer der Firma in Relliehausen – Mühlstein und Becken aus der alten Papiermühle:

Zeugnisse traditioneller Papierherstellung: Mahlstein und "Holländer" Foto (c) C.Kerlikowski

Zeugnisse traditioneller Papierherstellung: Mahlstein und „Holländer“ Foto (c) C.Kerlikowski

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Der Sommer neigt sich dem Ende. MalschülerInnen und Botanik-Freunde sind aus dem Urlaub zurück und die Natur setzt zum farbenfrohen Finale an! Es ist Erntezeit.
Was liegt da näher als das eine mit dem anderen zu verbinden und das zweite Kurshalbjahr mit herbstlichen Motiven einzuleiten?

Bohnen, Kürbisse, Hagebutten, Kastanien – es findet sich so vieles, was zu malen ist!

"Grüne und gelbe Bohnen" Aquarell, 25 x 25 cm, (c) Cordula kerlikowski

„Grüne und gelbe Bohnen“ Aquarell, 25 x 25 cm, (c) C.Kerlikowski

"Hagebuttenzweig" - 25 x 25cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Hagebuttenzweig“ – 25 x 25cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

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Seit einem Jahr gebe ich Kurse in der Volkshochschule Treptow-Köpenick. Ich mag die Athmosphäre in diesem alten Haus, das schon viele Schülerinnen und Schüler gesehen hat.

Der Kursraum ist groß, gut beleuchtet, mit großen Arbeitstischen und Wasseranschluss ausgestattet und der Kaffeeautomat liefert außergewöhnlich wohlschmeckenden Kaffee. So sind die Bedingungen nahezu ideal, um zwei Tage lang ein Thema intensiv zu bearbeiten.

Arbeitsplatz in der Volkshochschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Arbeitsplatz in der Volkshochschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Über zwei Tage arbeite ich besonders gern. Zum einen ist immer etwas Zeit nötig um sich „freizumalen“, den Kopf frei zu bekommen. Zum anderen braucht die Hand eine halbe bis eine Stunde, um locker zu werden und in ihrer Motorik nuancierter zu funktionieren. Gerade für das Zeichnen und die Detailarbeit ist das wichtig.

Am ersten Kurstag geht es um theoretische Grundlagen, erste Übungen und Skizzen sowie Vorarbeiten. So bleibt den TeilnehmerInnen genug Zeit, das Vermittelte zu Hause am Abend zu rekapitulieren und Fragen zu notieren, die am Folgetag besprochen werden können.

Am zweiten Kurstag beschäftigen wir uns  dann mit der Feinarbeit und dem botanische AQUARELL. Es ist genug Zeit, um ein Bild entspannt und in Ruhe auszuarbeiten. Je nach Kenntnisstand und eigenen Wünschen können die KursteilnehmerInnen auch weitere Motive bearbeiten. Erfahrungsgemäß geht es bei jedem weiteren Bild einfacher und zügiger – Gehirn und Hand lernen schneller als man glaubt.

Im letzten Kurs „Frühblüher im botanischen Aquarell“ beschäftigten wir uns mit Tulpen, Narzissen und Freesien – farbenfrohe Blüten, die spannend zu malen sind.

Beginnend mit einem kleinen theoretischen Exkurs in Material und Technik, setze ich dann mit Zeichenübungen fort. Es ist wichtig, die Motive genau zu erfassen, wenn auch das darauf folgende Aquarell sehr exakt werden soll. Zunächst mit Bleistift, dann mit dem Aquarellstift, gibt es viele Möglichkeiten, sich dem Thema zu nähern.

Hier einige Ergebnisse des letzten Kurses:

 

Kursarbeiten "Frühblüher im botanischen Aquarell" 2014

Kursarbeiten „Frühblüher im botanischen Aquarell“ , April 2014

Kursarbeiten "Frühblüher im botanischen Aquarell" 2014

Kursarbeiten „Frühblüher im botanischen Aquarell“ April 2014

Der nächste Kurs findet im Mai statt:

17.-18.5.2014 – “Blütenzauber im Botanischen Aquarell“
jeweils 10:30-14:45 Uhr
Kurs Nr. TK-2238-F
Kursgebühr 35,50€/ermäßigt 21,50€

(Anmeldung bitte direkt bei der VHS unter Angabe der Kursnummer)

Ich freue mich schon sehr auf dieses sicherlich wieder sehr intensive Wochenende!

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