In den letzten Wochen war ich durch viele verschiedene Aufgaben beansprucht. Zum einen liefen die ersten Kurse zum „Botanischen Malen und Zeichnen“ an, es gab verschiedene Anfragen für Auftragsarbeiten, Terminabsprachen, die Malreise 22.-28.4.2013 nach Goslar war vorzubereiten uvm.

Da blieb und bleibt  wenig Zeit für die eigene künstlerische Arbeit nur für mich, obwohl sie natürlich nie ganz unterbleibt.

So nutzte ich die Ostertage, um eine großformatige Arbeit wieder aufzunehmen, die ich vor Ostern schon begonnen hatte. Die Fahrt durch das Schneetreiben zum Arbeitsort war schon besonders – einfach zu winterlich für die Osterzeit.

Sicher hat die Sehnsucht nach Sonne die Hand geführt, so dass sich die Farbigkeit meiner Arbeit von Blau-Türkis nach Grün und Gelb bewegte:

noch ohne Titel - 1. Arbeitsphase, (c) Cordula Kerlikowski

noch ohne Titel – 1. Arbeitsphase, (c) Cordula Kerlikowski

Die Abmessungen von zusammen 4 x 100 x 240 cm waren für meine Verhältnisse schon ziemlich groß, und das Hantieren mit diesen sperrigen Formaten eine Herausforderung für sich.

eine Woche später... (c) Cordula Kerlikowski

eine Woche später… (c) Cordula Kerlikowski

Es entwickelte sich, entgegen einem ersten spontanen Themenansatz, eine ganz andere Sicht auf die Dinge und nun fanden sich fliegende, schwebende Elemente auf der Untermalung, viel Bewegung und Farbspiel.

Hier das Ergebnis:

"Don't catch my birds of paradise..." Acryl/Mischtechnik auf Leinwand, 4 x 100 x 240 cm (2teilig) (c) Cordula Kerlikowski

„Don’t catch my birds of paradise…“ Acryl/Mischtechnik auf Leinwand,  4 x 100 x 240 cm (2teilig) (c) Cordula Kerlikowski

… und einige Details:

Detail 1 - (c) Cordula Kerlikowski

Detail 1 – (c) Cordula Kerlikowski

Detail 2 - (c) Cordula Kerlikowski

Detail 3 – (c) Cordula Kerlikowski

Detail 5 - (c) Cordula Kerlikowski

Detail 2 – (c) Cordula Kerlikowski

Detail 3 - (c) Cordula Kerlikowski

Detail 4 – (c) Cordula Kerlikowski

Spannend, wie sich die Bildideen mit dem Arbeitsfortschritt verändern können. Und natürlich gehört es für mich dazu, die Strukturen zeichnerisch zu vertiefen, zu verändern und zusammenzufassen…

Am Mittwoch werde ich das Doppel aus dem Atelier meiner Kollegin abholen. Ich bin gespannt, wie ich das Bild dann wahrnehme…

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Heute stelle ich eine Arbeit vor, die ich nicht betitelt habe – eher selten bei mir, aber hier möchte ich den Betrachter auf seine eigene Gedankenreise schicken:

o.T., 70 x 100 cm, Mischtechnik auf Acrylkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

o.T., 70 x 100 cm, Mischtechnik auf Acrylkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Ich arbeitete auf einem sehr großen Papierformat – 70 x 100 cm ist schon ungewöhnlich, da bei solcher Größe eher eine Leinwand verwendet wird. Der Papierbogen muss fixiert werden. Entweder nutzt man eine große Hartfaserplatte o.ä., wenn an der Staffelei gearbeitet werden soll, oder man klebt den Bogen auf dem Arbeitstisch fest. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, erleichtert jedoch die Arbeit. Ich begann meine Arbeit auf dem Arbeitstisch. Für die Festlegung der schwarzen Linien positionierte ich das Blatt auf der Staffelei.

Schwungvolle Bewegungen und graphische Strenge wechseln sich nun ab: ganz offensichtlich ist die Dominanz von Rot und Türkis, die schwarzen Linien wirken formgebend und halten sich im Hintergrund bzw. unterstützen nur die Bewegung der beiden Hauptfarben.

Was ist zu sehen? Suchen Sie selbst…

Dieses Bild entstammt dem Zyklus „In Bewegung“ aus dem Jahr 2003, zu dem auch „Der Springer“, „Der Läufer“ und „Der Geher“ gehören. Es entstand für die Ausstellung „Zeitreise Kunst“ in Leipzig im Oktober 2003.

„Der Tänzer“

"Der Tänzer" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Tänzer" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Gemalt an einem warmen Spätsommertag, zeigen die 4 Bilder, insbesondere der „Tänzer“ die Freude an der Bewegung, an den letzten warmen Sonnentagen des Jahres und die heitere Beschwingtheit und Lebensfreude von Wesen, die mit sich im Reinen sind.

Der Tänzer wirbelt über die Leinwand, breitet die Arme aus, so als wollte er die ganze Welt und den Betrachter umarmen. Setzt er zum Sprung an oder zu einer Pirouette? Der feurige Rotton des Hintergrundes unterstreicht die Dynamik des Bildes. Das Objekt hinter dem Tänzer könnte eine Bühne darstellen, aber auch ein Haus, einen Stadtgrundriß oder den Zeil eines Straßenzuges… Entscheiden Sie!

Hier die anderen Arbeiten dieser Serie:

„Der Springer“

"Der Springer" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Springer" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Läufer" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Läufer" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Geher" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Der Geher" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 70 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Anlässlich der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft  folgte  2004 noch eine weitere Arbeit:

"Soccer"  - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 60 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Soccer" - Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 60 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

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