Jaja, ich weiß, ich habe schon ewig nichts gebloggt – und es tut mir sehr Leid, dass ihr so lange nichts Neues gehört habt. Dabei gäbe es sooo viel Neues zu berichten, was ich nach und nach aufarbeiten werde.  Es war einfach keine Zeit:

– Ausstellung in Blankenheim/Eifel im Rahmen eines Events

– Entwurf von Postkarten mit meinen Motiven

– Goslar-Wochenendkurs

– Botanik-Kurse an verschiedenen Orten

– Auswahl von Arbeiten für eine Ausstellungsbeteiligung auf den Philippinen.

Hier wenigstens schon mal das Plakat und einige Bilder, die ihren Weg ins Museum von Baguio City angetreten haben:

Ausstellungsplakat Bagio City 2013, Foto (c) Bal Bibal

Ausstellungsplakat Bagio City 2013, Foto (c) Bal Bibal

Dass hier nur der Nachname angezeigt wird, liegt in der philippinischen Tradition begründet, mein Name ist auch einfach zu lang.

(c) Cordula Kerlikowski

(c) Cordula Kerlikowski

(c) Cordula Kerlikowski

(c) Cordula Kerlikowski

Ausstellungseröffnung ist am 11. Oktober 2013. Ich bin schon ganz gespannt, auch wenn ich dieses mal (noch) nicht persönlich dort sein kann. Dazu kam die Einladung etwas zu kurzfristig. Aber ich werde auf alle Fälle berichten.

Die letzten Tage und Wochen waren mit viel Arbeit verbunden. Zum einen habe ich meine eigenen botanischen Studien weiter betrieben, zum anderen sind  meine Kurse zum botanischen Malen und Zeichnen mittlerweile eine regelmäßige Institution geworden, was mich sehr freut.

Foto (c) Cordula Kerlikowski

Foto (c) Cordula Kerlikowski

Dabei finden wir immer wieder, vor allem in der Späth’schen Baumschule oder in den Botanischen Gärten, interessante Motive vor.

Anfang Juni wurde ich von einer Gruppe malinteressierter Frauen nach Dresden eingeladen, um einen Kurs i m Botanischen Garten der dortigen Universität zu geben. Leider hat es den ganzen Tag geregnet – es war einer der ersten Tage mit denen  das große Hochwasser kam. So flüchteten wir ins Gewächshaus und zeichneten und malten unter dem Glasdach, auf das der Regen prasselte.

Hier einige Impressionen:

Botanischer Garten in Dresden, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Botanischer Garten in Dresden, Foto (c) Cordula Kerlikowski

im Gewächshaus, Foto (c) Cordula Kerlikowski

im Gewächshaus, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Hier trocknen die Schirme und wir arbeiten

Hier trocknen die Schirme und wir arbeiten

eine skurrile tropische Frucht, Foto (c) Cordula Kerlikowski

eine skurrile tropische Frucht, Foto (c) Cordula Kerlikowski

im Gewächshaus, Foto (c) Cordula Kerlikowski

im Gewächshaus, Foto (c) Cordula Kerlikowski

gar nicht so einfach, alles im Griff zu behalten, Foto (c) Cordula Kerlikowski

gar nicht so einfach, alles im Griff zu behalten, Foto (c) Cordula Kerlikowski

eines unserer Motive, Foto (c) Cordula Kerklikowski

eines unserer Motive, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich eine spannende Alternative, im Glashaus zu malen und zu zeichnen, doch mit Zunahme der Außentemperaturen oder bei tropischer Klimatisierung wird es eine schweißtreibende Angelegenheit – das nächste Mal können wir hoffentlich wieder im Freien arbeiten.

Hier noch eine Bleistiftzeichnung, die ich zu Hause ausgearbeitet. Während des Kurses hatte ich demonstriert, wie man eine Konturenzeichnung anlegt. Und wenn die Vorzeichnung schon einmal da ist, sollte man sie auch ausarbeiten.

Die Beschäftigung mit der Blüte während des Kurses, genaue Beobachtung, v0rsichtige Berührung, Notizen über die Struktur der Blütenblätter, die Farben und Details  sowie einige Erinnerungsfotos genügen, um die Zeichnung später ferig zu stellen:

"tropische Blüte", Bleistiftzeichnung 20 x 30 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„tropische Blüte“, Bleistiftzeichnung 20 x 30 cm, (c) Cordula Kerlikowski

 

Sicher vermisst ihr schon meine regelmäßigen Artikel und ich ärgere mich selbst auch schon ein wenig, dass ich kaum noch zum bloggen komme.

Scheinbar saust die Zeit so schnell wie nie und irgendwas bleibt immer liegen. So hatte ich mit Auftragsarbeiten, Kursen, Terminplanungen uvm. so viel zu tun.. naja.

Hier aber wenigstens eine Zwischennachricht, eine neue Zeichnung und das Versprechen, dass es bald in gewohnter Weise, wenigstens einmal pro Woche, hier was zu lesen gibt.

Entschuldigt bitte, im Moment gehts nicht anders…

"tropische Blüte", Bleistiftzeichnung 20 x 30 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„tropische Blüte“, Bleistiftzeichnung 20 x 30 cm, (c) Cordula Kerlikowski

Diese Blüte ist mir im Botanischen Garten in Dresden aufgefallen, wo ich am letzten Sonntag einen Kurs gegeben habe. Leider konnte ich den Namen dieser Pflanze nicht herausbekommen – sie schlängelte sich hoch oben duch das Gewächshaus ohne dass die Basis  zu finden war.

Die Blüte ist lachsfarben/orange, fühlt sich wächsern an wie eine Porzellanblume und hat jeweils drei Blütenblätter in einer Ebene, insgesamt sind es drei Ebenen. Die untersten drei Blütenblätter sind fast rot gefärbt und haben leuctend grüne Spitzen.

Eine wunderschöne Blüte und ich hoffe, ich werde sie noch als Aquarell malen… irgendwann


Seit Anfang des Jahres gebe ich in der Späth’schen Baumschule Kurse zum Botanischen Malen und Zeichnen. (Ich berichtete bereits davon). Diese Kurse werden sehr gut angenommen – und auf dem Frühlingsfest der Baumschule „Späth’er Frühling“ war Gelegenheit, die ersten Arbeiten in einer kleinen Ausstellung im Baumschulen-Café zu zeigen.

Zudem wurde das lange Warten auf Frühlingsfarben an diesem Wochenende mit besonderer Farbenpracht belohnt:

Farbenpracht in der Späth'schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Farbenpracht in der Späth’schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

"Carnaval de Nice" Foto (c) Cordula Kerlikowski

„Carnaval de Nice“ Foto (c) Cordula Kerlikowski

"Angelique" (c) Foto Cordula Kerlikowski

„Angelique“ (c) Foto Cordula Kerlikowski

"Mascotte" (c) Foto: Cordula Kerlikowski

„Mascotte“ (c) Foto: Cordula Kerlikowski

"Abu Hassan" (c) Foto: Cordula Kerlikowski

„Abu Hassan“ (c) Foto: Cordula Kerlikowski

Tulpen, Tulpen... (c) Foto: Cordula Kerlikowski

Tulpen, Tulpen… (c) Foto: Cordula Kerlikowski

"Hotpants" (c) Foto: Cordula Kerlikowski

„Hotpants“ (c) Foto: Cordula Kerlikowski

"Papageientulpe I", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Papageientulpe I“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

"Bright Parrot", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Bright Parrot“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

"Pink Texas", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Pink Texas“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

"Papageientulpe II", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Papageientulpe II“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

Verständlicherweise konnte ich nicht umhin, viele Fotos zu machen. Dies hier  sind nur einige Beispiele für die mehr als 250 verschiedenen Tulpensorten, die es zu bestaunen gab.  Dementsprechend groß war meine Begeisterung.

Keine Frage, diese während des Marktes zu im Aquarell festzuhalten, war zu verlockend. Dafür durfte ich einige Blüten schneiden und in einem Glas an meinem Stand präsentieren. Und so malte ich an 2 Tagen 5 große Blüten (eine ist noch nicht ganz fertig und wird in den nächsten Tagen beendet).

Das Format der einzelnen Blätter beträgt ca. 26 x 36 cm, das unfertige Blatt hat eine Größe von 34 x 34 cm – also so schön groß, wie ich die französischen Tulpen vor 2 Wochen ausgearbeitet hatte.  Zur Erinnerung hier auch dieses Aquarell im Format 34 x 34 cm:

"Französische Tulpen", Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Französische Tulpen“, Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

Nun stehen in meiner Vase noch drei weitere Blüten. ich weiß nicht, ob ich auch diese noch aufs Papier bringen kann, bevor sie verwelken. Ich werde es versuchen…

In der vergangenen Woche war ich mit meiner Malgruppe in Goslar. Einmal im Jahr reisen wir in die schöne Stadt im Harz, um ungestört und intensiv zu malen und zu zeichnen.

Dabei sind alle Techniken erlaubt – meist konzentrieren sich meine KursteilnehmerInnen auf Acrylmalerei, Aquarell und Zeichnung. Die Übergänge können durchaus fließend sein. Besondere Herausforderung ist es oft, dem realen Objekt in der Darstellung so nah wie möglich zu kommen.

Um die Herangehensweise in einem Aquarell zu demonstrieren, arbeitete ich in der vergangenen Woche zwei Motive nach, wobei meine MalschülerInnen mir über die Schulter schauen konnten:

Motiv 1: Französische Tulpen

Französische Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Französische Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Diese Blüten sind riesig und wunderschön strukturiert. Die Farbvielfalt zu erfassen, ist eine Herausforderung, aber durch geduldiges Lasieren durchaus machbar. Das braucht Zeit – und die muss man sich halt nehmen:

"Französische Tulpen", Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Französische Tulpen“, Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

Motiv 2: Kinderschuhe

Ein weiteres Thema im Kurs war frauentypisch: Schuhe! So brachten die TeilnehmerInnen Schuhe mit – alte und neue, zertretene Sportschuhe und elegante Tanzschuhe, Sandalen, Pumps usw. Unter den Mitbringseln befand sich auch ein Paar Kinderschuhe aus dem Jahr 1967!

Kinderschuhe aus dem Jahr 1967, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kinderschuhe aus dem Jahr 1967, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Da konnte ich nicht widerstehen, in den Kurspausen eine Studie zu versuchen. Neben der realistischen Darstellung stellt die Einhaltung der Größe bei BEIDEN Schuhen eine besondere Schwierigkeit dar. Bei der Blumenmalerei fällt es nicht auf, wenn eine Blüte ein wenig größer oder kleiner als das Original ist. Bei Schuhen ist es sofort zu merken, wenn die Objekte im Bild unterschiedlich groß sind!

Um Form und Farbigkeit des Schuhs schnell und korrekt festzuhalten, beschränkte ich mich darauf, nur einen Schuh auszuarbeiten.

"Kinderschuh" I , Aquarell auf Hahnemühle Anniversary  Edition, 425 g/m², 15 x 17 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Kinderschuh“ I , Aquarell auf Hahnemühle Anniversary Edition, 425 g/m², 15 x 17 cm, (c) Cordula Kerlikowski

Während des Malens wurde mir bewußt, dass ein Schuh allein wenig Sinn macht. Den zweiten dann einen Tag  später passend hinzuzufügen war nicht so einfach. Das hat jeder bestimmt schon selbst erlebt. Einfacher ist es, an beiden Teilen gleichzeitig zu arbeiten.Aber manchmal geht es halt nicht anders.

Hier das Ergebnis:

"Kinderschuh" II, Aquarell, 24 x 32cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Kinderschuh“ II, Aquarell, 24 x 32cm, (c) Cordula Kerlikowski

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Ich durfte die Schuhe für eine Weile ausborgen und freue mich darauf, an diesem Motiv noch eine Weile in verschiedenen Sichten und Techniken weiter zu arbeiten…

(über die Ergebnisse der Malwoche berichte ich in Kürze in einem weiteren Beitrag.)


Wie ihr sicher schon bemerkt habt, war ich für einen pünktlichen Blogbeitrag mal wieder zu beschäftigt.

Die Vorbereitung, Durchführung sowie die Publikation der Termine für meine Botanik-Kurse in verschiedenen Medien erforderte sehr viel Zeit, mal abgesehen von den regulären Kursterminen und diversen Kundenanfragen… Und da ich mich definitiv nicht mehr stressen werde, um pünktlich, aber halbherzig, einen Blogbeitrag zu liefern, möge man mir dieses Versäumnis nachsehen.

Da blieb nur wenig Zeit für eigene künstlerische Beschäftigung – und manchmal endet dieses Chaos durchaus in einer handfesten „Malblockade“.

Eigentlich wollte ich, einfach nur so für mich, eine Rosenblüte aquarellieren – kein großes Ding, aber diesmal ging gar nichts. Ich war ziemlich ärgerlich über mich selbst, denn normalerweise bin ich schon gewohnt, dass alles gelingt. Ich werfe ungern etwas weg – Aquarellpapier und die eingesetzten Farben sind es wert zu einem guten Ergebnis zu gelangen.

Also: weglegen und das missratene Werk ein paar Tage lang nicht anschauen. Das hilft mir am besten Abstand zu gewinnen und vieles klarer zu sehen.

Ein paar Tage später holte ich es wieder hervor und begann auf den Formen mit schwarzen Linien zu spielen, Flächen zu entwickeln und einige Formen genauer auszuarbeiten. Völlig frei – denn zu verderben war ja ohnehin nichts mehr. Leider habe ich versäumt, das Ausgangsbild festzuhalten…

Im Ergebnis entstand dann diese grafische Spielerei:

"Rose" - Aquarell/Mischtechnik, 14 x 14cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Rose“ – Aquarell/Mischtechnik, 14 x 14cm, (c) Cordula Kerlikowski

Das ist am Ende dann doch ein kleiner Farbtupfer im grauen Winter-Frühling!

Heute Vormittag war es dann auch wieder vorbei mit der Muße – schnell zum Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow fahren, um die druckfrischen  Hefte mit dem neuen Veranstaltungsprogramm der Berliner Parks und Gärten abzuholen und im Gegenzug Flyer zu meinen Kursen abzuliefern:

Das aktuelle Programmheft von GRÜNBerlin

Das aktuelle Programmheft von GRÜNBerlin

Ich habe die Zeit genutzt, um gleich ein paar Winterimpressionen zum Frühjahrsanfang mit der Kamera aufzunehmen – es ist einfach zu verrückt, um diese Zeit IN BERLIN noch Schnee in diesen Mengen vorzufinden.

Hier einige Bilder. In einem späteren Blog werde ich mehr über den Volkspark schreiben:

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Winterlich-verscheit lädt der Park zum Spazierengehen ein – und am Wochenende kommen viele Familien mit Kindern. Heute war es dagegen sehr ruhig.

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Das Gewächshaus wirkt von außen wie der Palast der Schneekönigin – im Inneren grünt und blüht es jedoch. Fotos muss ich schuldig bleiben. Das Objektiv beschlug sofort…

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Auch wenn es so recht schön aussieht, ist es doch ein graues Grau. Ich hatte, ehrlich gesagt, schon mit blühenden Krokussen, Schneeglöckchen und Narzissen gerechnet, zumal ich am kommenden Montag mit meinen Kursteilnehmerinnen im Botanischen Garten der Freien Universität Frühblüher malen und zeichnen wollte. Zum Glück gibt es Gewächshäuser!!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Start in den Frühling, irgendwann muss er ja kommen …


Gestern fand bereits die vierte von sechs Kurseinheiten zum Thema „Botanisches Malen und Zeichnen“ in der Späth’schen Baumschule statt. Einmal pro Woche treffen wir uns auf diesem traditionsreichen Gelände.

Zur Zeit nutzen wir die freundlicherweise zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, da es draußen noch zu kalt ist und aufgrund der Witterung wenig Blühendes zu finden wäre. So behelfen wir uns mit getrockneten Samenständen des Mohns oder mit Blumen aus dem Blumenladen.

Hier einige Ergebnisse:

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth'schen Baumschule

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth’schen Baumschule

In den ersten beiden Kurseinheiten ging es vor allem darum,den Umgang mit dem Material kennen zu lernen, das Erkennen der wesentlichen Details zu üben und an einfachen Formen auszuprobieren, wie man eine Pflanze oder ein Pflanzenteil naturalistisch abbildet. Das ist, wie aus dem Bild zu erkennen, schnell und gut gelungen.

Der dritte Kursabend diente dazu, die Feinmotorik weiter zu schulen, Lockerheit in der Linienführung zu gewinnen und auch schon einmal Farbe in Form von Aquarellstiften einzusetzen. Aquarellstifte sind angenehm weich, farbstark und in vielen Farben erhältlich. Am Beispiel einer Tulpenblüte habe ich Schritt für Schritt gezeigt, wie man vorgeht und am Ende ein naturnahes Ergebnis erzielen kann:

Ergebnisse der 3. Kurseinheit

Ergebnisse der 3. Kurseinheit

Auf Wunsch der TeilnehmerInnen blieb die Tulpe auch in der vierten Kurseinheit Thema. Das macht  Sinn – so vertiefen sich die Fähigkeiten, brennen sich sozusagen ins Gedächtnis, und tragen dazu bei, die Formen später ohne Vorlage einer Originalblüte in verschiedenen Ansichten auswendig zeichnen zu können. Keine Blüte, kein Blatt gleicht dem anderen – intensives Beobachten ist und bleibt die Voraussetzung für eine gute Zeichnung.

Es ist schön zu sehen, wie schnell sich die handwerklichen Fähigkeiten der TeilnehmerInnen festigen und entwickeln. Es ist wie beim Fahrrad fahren – es wird immer ein bißchen besser:

Kursergebnisse, 4. Kurseinheit, 8.3.2013

Kursergebnisse, 4. Kurseinheit, 8.3.2013

Hier haben wir begonnen, die farbige Aquarellstiftzeichnung mit Wasser zu vermalen. Ausgangspunkt war eine Demonstration an einem Motiv, das wir in der ersten Kurseinheit verwendet hatten:

Mohnkapsel-Aquarellstiftzeichnung, (c) Cordula Kerlikowski

Mohnkapsel-Aquarellstiftzeichnung, (c) Cordula Kerlikowski

Es ist kaum noch zu erkennen, dass hier eine Zeichnung Grundlage des Bildes war. Nach dem Vermalen mit Wasser sind die Linien völlig aufgelöst.

Nun ist es aber erst einmal genug der Tulpen und Mohnkapseln. Zum nächsten Termin üben wir uns an Primeln….

Ganz nebenbei „stolperte“ ich bei der Vorbereitung des Kursraumes auf der Eingangstreppe zum Gebäude über einen sogenannten „Stolperstein“, von denen ich in der Baumschule nun doch keinen erwartet hätte. „Stolpersteine“ weisen auf Personen hin, die während der Nazi-Diktatur verschleppt, deportiert und ermordet worden sind. In Berlin finden sich davon sehr viele. Hier der Stein aus der Baumschule für Dr. Hellmut Späth:

"Stolperstein" in der Späth'schen Baumschule, März 2013

„Stolperstein“ in der Späth’schen Baumschule, März 2013

Gedenktafel für Dr. Hellmut Späth in der Späth'schen Baumschule

Gedenktafel für Dr. Hellmut Späth in der Späth’schen Baumschule

So holt uns die Geschichte manchmal an einem Ort ein, wo wir es am wenigsten erwarten…


Vor zwei Wochen hat der erste fortlaufende Kurs „botanisches Malen und Zeichnen“ in der Späth’schen Baumschule begonnen. Sechs interessierte Laien stellen sich seitdem der Herausforderung zum naturalistischen Arbeiten nach realen Objekten.

Nun kann man sich fragen, ob das im Winter, wo kaum frisches Grün draußen zu finden ist, Sinn macht. Doch wir können mehr finden als auf den ersten Blick möglich erscheint:

Efeu ist immergrün und findet sich überall – an Bäumen, Gebäuden oder bodendeckend in alten Parks:

Efeu-Ranken an einer Steinplatte, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Efeu-Ranken an einer Steinplatte, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ein einzelnes Blatt oder ein kleines Stück Ranke, vorsichtig abgetrennt, schädigen die Pflanze nicht und verhelfen uns zu einem dankbaren Objekt, das sich sogar über längere Zeit gut hält, ohne die Form zu verlieren.

Auch getrocknete Pflanzenteile aus Blumensträußen oder im Sommer gesammelt, eignen sich gut:

getrocknete Mohnkapseln (c) Foto von Cordula Kerlikowski

getrocknete Mohnkapseln (c) Foto von Cordula Kerlikowski

Hier lassen sich sehr gut Formen, Tonwerte und Licht und Schatten beobachten und erfassen.  Da die trockenen Kapseln sich nicht mehr verformen, sind wir nicht unter Zeitdruck und können entspannt viele Möglichkeiten  der Darstellung ausprobieren:

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth'schen Baumschule

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth’schen Baumschule

Ziel dieser Übungen ist es, die Hand zu lockern, Sicherheit in der Strichführung zu bekommen und das Sehen zu erlernen und zu festigen. So vorbereitet, fällt das Ausarbeiten komplizierterer Formen, Blumen und Blüten schon viel einfacher. Es wird nicht mehr lange dauern und wir können draußen erste Skizzen und Studien anfertigen, um sie dann im warmen
Kursraum weiter auszuarbeiten.

Die ersten kleinen Krokusse habe ich letzte Woche schon gefunden:

Krokus im Februar, Berlin-Johannisthal, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Krokus im Februar, Berlin-Johannisthal, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Und ein wenig später, bzw. mit einem Strauß aus dem Blumengeschäft, schaffen wir auch solche Bilder:

"Tulpe" 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe“ 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

"Weiße Tulpe" - Aquarell auf Büttenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

„Weiße Tulpe“ – Aquarell auf Büttenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich erscheinen diese Motive zunächst ziemlich schwer, aber wenn man die „Stolpersteine“ erst einmal umschifft hat, gelingen auch dem ungeübten Hobbykünstler schöne Ergebnisse.

Wir werden uns am kommenden Freitag mit Tulpen befassen – und ich bin schon gespannt, was entstehen wird…


Wie ich schon mehrfach angemerkt habe, bin ich vielen künstlerischen Techniken zu hause und brauche es einfach, ständig zwischen Materialien, Ausdrucksformen und Formaten zu wechseln. Das macht mich aus und bringt mir immer wieder neue Impulse, Abwechslung und Entspannung.

Nach dem großformatigen, farbintensiven „Aquarius“, über den ich am 8.2. berichtete, war es fast zwangsläufig, auf eine monochrome Übung auf einem einfachen weißen Blatt Papier zurück zu kommen. Manchmal sind es die kleinen, einfachen Dinge, die genauso viel Spaß machen. Ein vergessener, verwelkter Blumenstrauß vom Geburtstag genügt völlig als Inspiration – und auch meine Malschülerin hatte ihren Spaß daran…
Es ist eine Frage des Arbeitstempos, die verwelkenden Blüten zu erfassen. Der Alterungsprozess wartet nicht, bis wir fertig sind, sondern während des Zeichnens bewegen sich die Pflanzenteile, die Blütenblätter verdrehen sich…

Hier einige Bildbeispiele:

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Bleistiftzeichnungen eignen sich sehr gut, um Tonwerte zu klären, Details genau zu erfassen und sich einen Fundus an Skizzen für spätere farbige Arbeiten aufzubauen.

Für mich war die Rückkehr zu Schwarz und Weiß nötig um Abstand zu bekommen von meiner letzten Arbeit:

Skizzenblatt - welkende Tulpen, (c) Cordula Kerlikowski

Skizzenblatt – welkende Tulpen, (c) Cordula Kerlikowski

Für weitere Skizzen fotografiere ich meist noch einige Details. Diese Fotos zeichne ich dann nicht ab, sondern konstruiere daraus neue Objekte.

Ergebnis solcher Übungen: durch die intensive Erfassung aller Details schärft sich der Blick und sowohl die Objekte als auch die Arbeitsweise festigen sich soweit, dass später Konstruktionen „aus dem Kopf“ möglich sind – ein konkretes Objekt ist dann gar nicht mehr nötig….

Das gilt übrigens für jede Art von Skizze oder Studie…

… ist es noch lange nicht dasselbe.

Heute war eine Malschülerin zum Einzelunterricht bei mir. Sie ist eine sehr gute Zeichnerin und auch in der Acrylmalerei weit fortgeschritten. Heute wollte sie Zeichnung und aquarellartige Malerei miteinander verbinden und fand dazu meinen Alpenveilchentopf gut geeignet. Meist arbeitet sie auf großen Formaten, so dass eine kleinere Arbeit eine neue Erfahrung war.

Alpenveilchen und Azaleen begleiten mich schon seit frühester Kindheit. Ich habe im Februar Geburtstag und als Winterkind zu DDR-Zeiten fast immer nur Alpenveilchen und Azaleentöpfe geschenkt bekommen. Zum Glück ist das heute anders.

Wahrscheinlich habe ich mich aus diesem Grund auch nie besonders für diese Pflanzen interessiert (der Blumentopf in meiner Küche war auch ein Geschenk). Da aber nun grad nichts anderes zur Hand war (mein Tulpenstrauß ist bereits verwelkt), wurden nun endlich die Alpenveilchen (Cyclamen) zum Mittelpunkt des Unterrichts.

"Cyclamen" kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 15 x 25cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Cyclamen“ kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 15 x 25 cm, (c) Cordula Kerlikowski

"Cyclamen" kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 15 x 25cm, (c) I.Mittelhäußer

„Cyclamen“ kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 20 x 25 cm, (c) I.Mittelhäußer

Offensichtlich wird hier, dass trotz der gleichen Vorgabe und Materialien völlig verschiedene Werke entstehen können. Zum einen liegt das an der Sicht auf das Objekt, zum anderen an der unterschiedlichen Interpretation der Ausführenden. Auch die verschiedenen Malgründe spielten eine wesesntliche Rolle. Links bemühte ich mich um eine gewisse Leichtigkeit, während Ilka sich, aus ihrer Erfahrung heraus, mehr auf die grafische Ausformung bemühte. Wir arbeiteten parallel und tauschten uns über unsere Erfahrungen und die Zwischenergebnisse laufend aus.

Das find ich immer wieder spannend. Nie entstehen, selbst bei Schritt-für-Schritt-Demonstrationen, identische Werke. Wir werden in der nächsten Woche hier weitermachen, dann mit anderen Blüten, vielleicht auch mit anderen künstlerischen Mitteln oder Materialien.

Bis einschließlich Sonntag liegen jedoch erst einmal andere Aufgaben vor mir…

%d Bloggern gefällt das: