Kinder malen  in der Späth'schen Baumschule Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Kinder malen in der Späth’schen Baumschule Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Kinderkurse – Erfahrungen

Gemischte Kurse

Ich habe bisher gelegentlich auch Kinder und Jugendliche in meinen Kursen gehabt, jedoch erschien mir für gemischte Kurse eine Altersregel notwendig. Das Thema „Botanische Motive malen und zeichnen“ erfordert doch einiges an Konzentration, Geduld und Durchhaltevermögen und so entschied ich mich für die Teilnahme für Kinder ab 10-12 Jahren.

Jüngere Kinder können u.U. auch teilnehmen, wenn ein Elternteil mitkommt. Das hat sich bewährt. Es ist oft erstaunlich, wie schnell Kinder Farben und Formen erfassen, an denen sich Erwachsene länger abmühen. Kinder denken nicht darüber nach, ob das Bild perfekt sein muss und alle Einzelheiten stimmen – sie machen einfach! Erwachsene orientieren sich sehr an jedem Detail, was ja auch gut ist, andererseits manchmal auch blockiert – denn natürlich können die ersten Versuche in einer neuen Technik oder zu einem neuen Thema nicht perfekt sein. Erwachsene werden ungeduldig und frustriert – Kinder versuchen es einfach nochmal.

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Blumen und Blüten zu zeichnen macht Spaß und ist nicht unbedingt so schwer, wie das Endergebnis es erwarten lässt. Wichtig ist es genau hinzuschauen. Man darf nichts zeichnen, was nicht wirklich da ist (außer – die Verfremdung und Reduktion sind beabsichtigt). Auch wenn beim 20. Blütenblatt klar zu sein scheint, wie der Arbeitsgang abläuft, können doch Schattierungen oder andere Unregelmäßigkeiten falsch gesetzt werden.

Heute zeige ich die Entstehung einer Gerberablüte in einer Farbstiftzeichnung:

Step 1:

Gerbera Stepp 1 - Vorzeichnung (c) by Cordula Kerlikowski

Gerbera Stepp 1 – Vorzeichnung (c) by Cordula Kerlikowski

Die Linien können leichter gezeichnet werden. Hier sind sie kräftiger dargestellt, um sie klar auf dem weißen Grund für den Anwender besser sichtbar zumachen. Verwendet wird ein weicher Bleistift, Stärke 2B. Ist die Vorzeichnung zu stark geworden, kann sie durch auftupfen mir einem Knetradierer zurückgenommen werden.

Step 2:

Jetzt beginnt die Arbeit mit dem Farbstift. Hier ist Qualität wichtig. Einfache Schul-Buntstifte sind zu hart für das Mischen und Übereinanderlegen von Farbschichten. Ich verwende am liebsten „Polychromos“ (Farbstifte) oder „Albrecht Dürer“ (Aquarellstifte), da diese sehr weich sind und viele Schichten ermöglichen:

Gerbera Stepp 2 (c) by Cordula Kerlikowski

Gerbera Stepp 2 (c) by Cordula Kerlikowski

Zunächst erfolgt eine weiche Unterzeichnung der Stiele in einem Gelbton. Dadurch erscheinen später darüber gezeichnete Blau- und Grüntöne wärmer. Die Hand liegt locker auf dem Blatt, der Stift gleitet flach über das Papier, so dass eine weiche Fläche entsteht. Darüber wird in Grün und Blau weiter gezeichnet und entsprechend der Lichtsituation auch abschattiert. Zum Nachdunkeln der Schatten kann das Blau kräftiger aufgetragen werden. Nun ist der Stift fester zu halten und der Druck zu erhöhen, der Stift ist gut gespitzt, so dass sehr fein und genau gearbeitet werden kann.

Gerbera Stepp 3 (c) by Cordula Kerlikowski

Gerbera Stepp 3 (c) by Cordula Kerlikowski

Step 3:

Ähnlich werden die Blütenblätter ausgearbeitet: zunächst eine leichte Unterzeichnung in gelb und orange, darüber dann in immer feineren und kräftigeren Strichelungen Orange, Magenta und Rot. Dabei macht es Sinn, die Schichten nacheinander abzuarbeiten – wie rechts zu sehen. Darauf achten, dass die Schattierungen stimmen! Man kann die einzelnen Farbschichten immer wieder übereianander zeichnen und so eine große Vielfalt an Farbtönen erreichen. Am besten, man probiert es auf einem gesonderten Blatt aus, um Fehler auf der Zeichnung selbst zu vermeiden. Radieren ist in diesem Arbeitsgang nicht mehr möglich – die unteren Schichten würden verschmieren.und die Konturen verwischen.

Step 4:

Gerbera Stepp 4 - (c) by Cordula Kerlikowski

Gerbera Stepp 4 – (c) by Cordula Kerlikowski

Jetzt ist die Blütenmitte auszuarbeiten. Kurze Striche mit sehr gut angespitztem Stift gewährleisten Feinheiten darzustellen. Manchmal spitze ich dem Farbstift nach 5-6 Strichen neu… Auch hier ist es wichtig, Licht- und Schattenbereiche zu beachten und die einzelnen Arbeitsschritte immer wieder zu überprüfen. Man erspart sich eine Menge Nacharbeit und Frust, wenn man sich hier Zeit nimmt.

Tipp für Arbeitsunterbrechungen: die Stifte nicht in den Kasten zurücklegen, sondern mit einem Gummi bündeln – von einem Tag zum anderen kann man schon einmal vergessen, welchen Farbton man am Vortag verwendet hat.

Die gelbe Blüte wird genauso gearbeitet. Hier verwendet man Gelb und Orange, nur selten rote Nuancen.

Das Ergebnis:

Gerbera, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Gerbera, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Die Mühe hat sich gelohnt, aber Schritt für Schritt kommt man zum Ziel.

Auf Wunsch kann ich gegen eine Schutzgebühr eine ausführliche Beschreibung zur Verfügung stellen.

In meinem Buch „Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“ finden sich die Anleitungen für folgende Blüten: Schneeglöckchen, Tulpe, Krokus, Ballonblume, Lilie, Gerbera (andere Stellung der Blüten), Strelitzia, Orchidee, Rose, Rosenknospe, Kapuzinerkresse, Mohnblume,…. Dort gibt es auch einen ausführlichen Theorie-Teil. Das Buch ist Buchhandel und in Online-Shops erhältlich.

Gern können sie von mir direkt auch ein signiertes Exemplar unter

Cordula.Kerlikowski@gmx.de

bestellen (9,90€ zzg. Versand).

Viel Spaß beim Zeichnen!

Es ist schon eine Weile her, dass ich darum gebeten wurde ein Buch zum Zeichnen mit Farbstiften zu schreiben. Die Aufgabenstellung war einfach und zugleich ziemlich schwierig:

Es sollte ein Buch für absolute Anfänger sein, die noch nie gezeichnet haben. Alles sollte möglichst einfach und mit wenigen Worten erklärt werden, Motiv und Anleitung in der Regel auf  nur einer Doppelseite dargestellt sein und der Materialeinsatz gering bleiben.  Ein kleiner Exkurs in die Theorie sollte dabei sein und die  Auswahl von 12-14  Blumen und Blüten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden repräsentativ und einladend wirken. Das Ganze auf max. 48 Seiten, wodurch mir schon in Text und Bild ziemliche Grenzen gesetzt waren.

Zunächst galt es, Blumen und Blüten auszuwählen, die diese Anforderungen abdeckten und erste Entwurfszeichnungen zu erarbeiten. Letzten Endes entschieden wir uns gemeinsam für Motive quer durch die Jahreszeiten und einige exotische Blüten: Schneeglöckchen, Krokus, Tulpe, Klatschmohn, Cosmea, Ballonblume, Kapuzinerkresse, Lilie, Rosenknospe, Rose, Gerbera, Orchidee und Strelitzia.

Hier ein Blatt mit verschiedenen Motiven für eine erste gedankliche Auswahl:

Entwürfe auf A3, Farbstift auf getöntem Papier (c) von Cordula Kerlikowski

Entwürfe auf A3, Farbstift auf getöntem Papier (c) von Cordula Kerlikowski

Entwürfe auf A3, Farbstift auf getöntem Papier (c) von Cordula Kerlikowski

Entwürfe auf A3, Farbstift auf getöntem Papier (c) von Cordula Kerlikowski

Einige dieser Entwürfe kamen ins Buch: Tulpe, Krokus, Lilie und die Ballonblume. Hier stehen sie noch auf getöntem Papier. Wir haben uns später für zumeist weiße oder leicht mit Farbstift getönte Hintergründe entschieden.

Die Wahl der endgültigen Motive ging recht schnell von statten, jedoch war die Erläuterung der einzelnen Arbeitsschritte bei der Ausarbeitung der Zeichnungen mit wenigen Worten gar nicht so einfach. Zunächst habe ich mich darum wenig gekümmert und alle Schritte ausführlich notiert, auch um später nichts zu vergessen. Für das endgültige Manuskript musste ich dann streichen – und zwar sehr viel!

Als Künstlerin, die sich für den Leser ein perfektes Ergebnis wünscht, wollte ich natürlich viel erklären und darstellen, aber das war auf Grund der Vorgaben kaum möglich. So tasteten wir uns, die Lektorin, die Redakteurin und ich, nach und nach an einen gemeinsamen Nenner heran. Für die Lilie und die Rose erhielt ich dann mehr Platz – 2 Doppelseiten.

So habe ich bei diesem Projekt gelernt, in wenig Text möglichst kompakt und trotzdem verständlich die notwendigen Informationen zu geben. Ob mir das ausreichend gelungen ist, muss der Leser entscheiden – das Feedback war jedenfalls ermunternd.

Hier nun das Ergebnis, das im Februar 2008 erschien:

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag

Und hier einige Fotos aus dem Buch:

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag (ISBN 978-3-86673-2029-8)

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag (ISBN 978-3-86673-2029-8)

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag

"Zeichnen Basics - Blumen und Blüten", erschienen im OZ-Verlag (ISBN 978-3-86673-2029-8)

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich:

„Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“
von Cordula Kerlikowski
OZ creativ, Freiburg

ISBN 978-3-86673-2029-8

Bei Amazon finden sie es:

hier klicken!

P.S.: Vielen Dank an Susanne Haun, die mich ermuntert hat, dieses Projekt doch noch zu bloggen, obwohl es schon ein paar Jahre zurückliegt…

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