Wie ihr sicher schon bemerkt habt, war ich für einen pünktlichen Blogbeitrag mal wieder zu beschäftigt.

Die Vorbereitung, Durchführung sowie die Publikation der Termine für meine Botanik-Kurse in verschiedenen Medien erforderte sehr viel Zeit, mal abgesehen von den regulären Kursterminen und diversen Kundenanfragen… Und da ich mich definitiv nicht mehr stressen werde, um pünktlich, aber halbherzig, einen Blogbeitrag zu liefern, möge man mir dieses Versäumnis nachsehen.

Da blieb nur wenig Zeit für eigene künstlerische Beschäftigung – und manchmal endet dieses Chaos durchaus in einer handfesten „Malblockade“.

Eigentlich wollte ich, einfach nur so für mich, eine Rosenblüte aquarellieren – kein großes Ding, aber diesmal ging gar nichts. Ich war ziemlich ärgerlich über mich selbst, denn normalerweise bin ich schon gewohnt, dass alles gelingt. Ich werfe ungern etwas weg – Aquarellpapier und die eingesetzten Farben sind es wert zu einem guten Ergebnis zu gelangen.

Also: weglegen und das missratene Werk ein paar Tage lang nicht anschauen. Das hilft mir am besten Abstand zu gewinnen und vieles klarer zu sehen.

Ein paar Tage später holte ich es wieder hervor und begann auf den Formen mit schwarzen Linien zu spielen, Flächen zu entwickeln und einige Formen genauer auszuarbeiten. Völlig frei – denn zu verderben war ja ohnehin nichts mehr. Leider habe ich versäumt, das Ausgangsbild festzuhalten…

Im Ergebnis entstand dann diese grafische Spielerei:

"Rose" - Aquarell/Mischtechnik, 14 x 14cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Rose“ – Aquarell/Mischtechnik, 14 x 14cm, (c) Cordula Kerlikowski

Das ist am Ende dann doch ein kleiner Farbtupfer im grauen Winter-Frühling!

Heute Vormittag war es dann auch wieder vorbei mit der Muße – schnell zum Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow fahren, um die druckfrischen  Hefte mit dem neuen Veranstaltungsprogramm der Berliner Parks und Gärten abzuholen und im Gegenzug Flyer zu meinen Kursen abzuliefern:

Das aktuelle Programmheft von GRÜNBerlin

Das aktuelle Programmheft von GRÜNBerlin

Ich habe die Zeit genutzt, um gleich ein paar Winterimpressionen zum Frühjahrsanfang mit der Kamera aufzunehmen – es ist einfach zu verrückt, um diese Zeit IN BERLIN noch Schnee in diesen Mengen vorzufinden.

Hier einige Bilder. In einem späteren Blog werde ich mehr über den Volkspark schreiben:

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Winterlich-verscheit lädt der Park zum Spazierengehen ein – und am Wochenende kommen viele Familien mit Kindern. Heute war es dagegen sehr ruhig.

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Das Gewächshaus wirkt von außen wie der Palast der Schneekönigin – im Inneren grünt und blüht es jedoch. Fotos muss ich schuldig bleiben. Das Objektiv beschlug sofort…

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Im Botanischen Volkspark Pankow, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Auch wenn es so recht schön aussieht, ist es doch ein graues Grau. Ich hatte, ehrlich gesagt, schon mit blühenden Krokussen, Schneeglöckchen und Narzissen gerechnet, zumal ich am kommenden Montag mit meinen Kursteilnehmerinnen im Botanischen Garten der Freien Universität Frühblüher malen und zeichnen wollte. Zum Glück gibt es Gewächshäuser!!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Start in den Frühling, irgendwann muss er ja kommen …


Wie ich schon mehrfach angemerkt habe, bin ich vielen künstlerischen Techniken zu hause und brauche es einfach, ständig zwischen Materialien, Ausdrucksformen und Formaten zu wechseln. Das macht mich aus und bringt mir immer wieder neue Impulse, Abwechslung und Entspannung.

Nach dem großformatigen, farbintensiven „Aquarius“, über den ich am 8.2. berichtete, war es fast zwangsläufig, auf eine monochrome Übung auf einem einfachen weißen Blatt Papier zurück zu kommen. Manchmal sind es die kleinen, einfachen Dinge, die genauso viel Spaß machen. Ein vergessener, verwelkter Blumenstrauß vom Geburtstag genügt völlig als Inspiration – und auch meine Malschülerin hatte ihren Spaß daran…
Es ist eine Frage des Arbeitstempos, die verwelkenden Blüten zu erfassen. Der Alterungsprozess wartet nicht, bis wir fertig sind, sondern während des Zeichnens bewegen sich die Pflanzenteile, die Blütenblätter verdrehen sich…

Hier einige Bildbeispiele:

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Verwelkende Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Bleistiftzeichnungen eignen sich sehr gut, um Tonwerte zu klären, Details genau zu erfassen und sich einen Fundus an Skizzen für spätere farbige Arbeiten aufzubauen.

Für mich war die Rückkehr zu Schwarz und Weiß nötig um Abstand zu bekommen von meiner letzten Arbeit:

Skizzenblatt - welkende Tulpen, (c) Cordula Kerlikowski

Skizzenblatt – welkende Tulpen, (c) Cordula Kerlikowski

Für weitere Skizzen fotografiere ich meist noch einige Details. Diese Fotos zeichne ich dann nicht ab, sondern konstruiere daraus neue Objekte.

Ergebnis solcher Übungen: durch die intensive Erfassung aller Details schärft sich der Blick und sowohl die Objekte als auch die Arbeitsweise festigen sich soweit, dass später Konstruktionen „aus dem Kopf“ möglich sind – ein konkretes Objekt ist dann gar nicht mehr nötig….

Das gilt übrigens für jede Art von Skizze oder Studie…

„The Secret of Aquarius“ – or: 50 Years Old – a Little Bit Wiser?

Heute ist mein 50. Geburtstag und zu diesem Anlass gibt es ein besonderes Bild, ein besonderes Blog und eine englische Übersetzung.

The 8th of February 2013 – this is my 50th anniversary. Occasionally there is a special painting, a special blog and its English version.

50 ist nur eine Zahl wie jede andere und doch ein guter Anlass für ein Resümee. In den letzten Jahren hat sich für mich viel verändert – privat und beruflich. Ich bin neue Wege gegangen, habe Risiken in Kauf genommen, mich ausprobiert, viel gesehen, neue Freunde gefunden, mich von anderen verabschiedet und viele neue Impulse bekommen. Es bewegt sich viel in meinem Leben und das ist gut so!

50 are just like any other number. Yet it means a mile stone. So let’s take a look upon what has happened so far. Both my private life and my profession have been seeing many changes during the recently passed years. I left my well-known paths in favour of unknown ones. And I took several risks. I got acquainted with unknown features of myself and consequently with new friends. And I said Farewell to some friends and features that had become dated. I love the way my whole life has been taking!

"Vogelflug" - Acrylmalerei/Mischtechnik 100 x 120cm (c) by Cordula Kerlikowski

2003 – „Vogelflug“ – „Covey of the Birds“ – Acrylmalerei/Mischtechnik 100 x 120cm (c) by Cordula Kerlikowski

Ganz bewusst habe ich mich in den letzten 3 Wochen an eine besondere Arbeit gemacht: seit langem stand bei mir eine große Leinwand (120 x 150cm) mit einer begonnenen Arbeit, die mir inzwischen nicht mehr entsprach. Also ausnahmsweise übermalen und neu beginnen! Nach einem Jahr Abstinenz von großen Formaten endlich wieder ein Anlass, die Hände mit Acrylfarbe zu tönen…

During the last three weeks I had been working on a very special project. Owning a large canvas (120x150cm) with a painting from my former times I recently had recognized that this painting no longer represented neither any of my styles nor any of my personal  features – so I took the canvas and OVERPAINTED the picture having become dated! What a warmly appreciated occasion to coulour my hands in acryl material after a one-year-lasting period of keeping away from large format!

er meiner Lieblingspinsel: "Grigio" von Da Vinci

Meine Hände in Farbe – my hand with paint

Blau- und Grüntöne sollten es sein – Wasserfarben, so wie der Wassermann bzw. die Wasserfrau es liebt. Die Strukturen entstanden im emotionalen Fluss – ich denke in dieser Phase nie darüber nach, was entstehen soll. Das ergibt sich…

Tints and shades of blue and green should dominate the painting according to the coulours of water strongly loved by Aquarius – male and female, whereas there was no plan concerning its structures. There is never a plan concerning structures in this phase of painting – structures are always flowing from my emotions.

"Secret of Aquarius" - Zwischenergebnis, 1,20 x 1,50m, (c) Cordula Kerlikowski

„Secret of Aquarius“ – Zwischenergebnis, 1,20 x 1,50m, (c) Cordula Kerlikowski

Auch die darauf folgenden Strukturen kommen aus dem Unterbewussten – nur sind sie in dieser Arbeit weicher, fließender, femininer – im Gegensatz zu früheren Arbeiten. Vielleicht liegt es daran, dass ich neben dem Spachtel auch die Finger als Werkzeug eingesetzt habe. Auf den Einsatz von Komplementärkontrasten verzichtete ich völlig. Das ist mir jedoch erst später bewusst geworden.

The subsequent structures also arise from my subconscious mind and as I recognized later they tend to be softer, more fluent and more feminine than the structures in my former paintings. Maybe this results from using my fingers as instruments in addition to a spatula.  And as I recognized only later, too, I had done my painting without using any complimentary contrasts.

Arbeiten mit Spachtel und Finger - working with palette knife and finger, (c) Cordula Kerlikowski

Arbeiten mit Spachtel und Finger – working with palette knife and finger, (c) Cordula Kerlikowski

weiche Strukturen - smooth structures, (c) Cordula Kerlikowski

weiche Strukturen – smooth structures, (c) Cordula Kerlikowski

Tuschelinien, wie sie  für mich typisch sind, ordnen sich nun unter – geben den Strukturen nur sanfte Bewegungsimpulse, grenzen den Betrachter weniger aus als in früheren Arbeiten. Insofern fasst dieses Bild meine Entwicklung der letzten 2-3 Jahre gut zusammen. Ich habe Lust bekommen hier weiter zu arbeiten, großformatig und farbintensiv…

Having always been typical for my art my lines of Indian ink are now submitting transmitting only smooth impulses to the structures’ movements and are less excluding the viewer. This painting summarizes quite well my personal development during the last 2-3 years. I discovered the pleasure of painting upon large canvas with intense coulours.

Detail - detail, (c) Cordula Kerlikowski

Detail – detail, (c) Cordula Kerlikowski

Detail - detail, (c) Cordula Kerlikowski

Detail – detail, (c) Cordula Kerlikowski



"Secret of Aquarius" 120 x 150cm, Das Ergebnis - the result, (c) Cordula Kerlikowski"Secret of Aquarius" 120 x 150cm, Das Ergebnis - the result, (c) Cordula Kerlikowski

„Secret of Aquarius“ 120 x 150cm, Das Ergebnis – the result, (c) Cordula Kerlikowski

So gibt es also keinen Grund auszuruhen oder meine Neugier auf neues einzuschränken. Genug Impulse für die nächsten 50 Jahre!

So there is no reason to take a rest or to restrict myself in being curious for anything new. Impulses enough for the 50 years to come!

(Ein großes Dankeschön an Gabi Blache für die Übersetzung – Thank you so much, Gabi Blache, for translating!!!)

Vor ein paar Tagen erreichte mich die Anfrage meines Kollegen Thorsten U. Hülsberg, ob ich mich einer Arbeit an seinem Kunstprojekt „Grauzone“ beteiligen möchte. Bedingung war die ausschließliche Verwendung von Schwarz, Weiß und Grautönen.

Gegenwärtig arbeite ich sehr farbig – und davon wegzukommen für ein Nebenprojekt ist nicht so einfach und manchmal auch gar nicht sinnvoll, weil der emotionale Fluss für das farbige Arbeiten schnell unterbrochen werden kann.

Auf meinem Tisch lagen noch die Stempel und Probedrucke, die nach einer meiner Originalzeichnungen angefertigt wurden:

Stempel nach Originalzeichnungen (c) Cordula Kerlikowski

Stempel nach Originalzeichnungen (c) Cordula Kerlikowski

So nutzte ich einen der großen Probedrucke für eine Collage.  Weitergearbeitet habe ich dann auf dem weißen Untergrund mit Tusche, Feder und Farbstiften, so dass ich gute Tonwertabstufungen herausarbeiten konnte:

"Schlange in der Grauzone", Collage/Zeichnung, 20 x 30 cm (c) Cordula Kerlikowski

„Schlange in der Grauzone“, Collage/Zeichnung, 20 x 30 cm (c) Cordula Kerlikowski

So wird aus einem Motiv von 2006, einer Stempel-Idee und einer Anfrage ein ganz neues Blatt.

Morgen gehts dann aber wieder an mein großes Acrylgemälde – Schwelgen in Blau- und Grüntönen!!!

Wie ihr sicher schon bemerkt habe, bin ich meinem Vorsatz, zweimal pro Woche zu bloggen, etwas untreu geworden. Das lag vor allem an den vielen Aufgaben und Projekten, die seit Anfang Dezember auf mich zugekommen sind.

So fasse ich heute kurz zusammen, wie der Stand der Dinge ist:

Ich habe mich bei 4 Einrichtungen beworben, die mit Botanik und Pflanzen bzw. mit  Malkursen zu tun haben. Bei allen vier Örtlichkeiten habe ich nun  die Möglichkeit, 2013 Kurse zum botanischen Malen und Zeichnen anzubieten. Für die Spät’schen Baumschulen stehen die Termine schon fest:

http://www.spaethsche-baumschulen.de/termin.htm

Für die anderen habe ich die Konzepte bzw. bin dabei sie abzuschließen.

Nach so viel Kopfarbeit hatte ich dann richtig Sehnsucht noch viel Farbe und Großformat. Im Atelier meiner Kollegin Isabelle Zacher-Finet ist ausreichend Platz für meine große Leinwand 1,20 x 1,50 m:

"Secret of Aquarius" - Zwischenergebnis, 1,20 x 1,50m, (c) Cordula Kerlikowski

„Secret of Aquarius“ – Zwischenergebnis, 1,20 x 1,50m, (c) Cordula Kerlikowski

Schön, endlich einmal wieder so richtig Farbe an den Händen, am Werkzeug und an der Arbeitskleidung zu haben!

er meiner Lieblingspinsel: "Grigio" von Da Vinci

er meiner Lieblingspinsel: „Grigio“ von Da Vinci

Seit 10 Tagen hängt nun die halbfertige Leinwand an der Arbeitswand und wir palavern über „Fertig oder nicht fertig???“. Natürlich bin ich noch nicht fertig, Isabelle meinte aber, sie würde es so schon gern in ihrem Wohnzimmer haben.. Naja.. Ich denke, da geht noch einiges.

Zunächst haben wir unsere Arbeiten für eine Fahrt, gemeinsam mit unserer Kollegin Andrea Haase, nach Frankfurt zur Paperworld unterbrochen.

Diese Messe begeistert uns immer wieder aufs neue – hier treffen wir Freunde, Kollegen, Geschäftskontakte, finden Ideen und Innovationen rund um unser Metier und darüber hinaus ist die Messe auch ein Marktplatz zum Knüpfen neuer Kontakte. Oft ergeben sich daraus interessante neue Projekte.

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Paperworld 2013 - Unser Hauptziel: die Halle 4.1

Paperworld 2013 – Unser Hauptziel: die Halle 4.1

Paperworld 2013 - ganz wichtig: der Messeausweis ;-)

Paperworld 2013 – ganz wichtig: der Messeausweis 😉

Interessant sind für uns immer wieder u.a. Gespräche am Stand des Christophorus-Verlages. Hier sind (z.T. noch unter dem Namen „OZ-Verlag“) auch Bücher bzw. Artikel für Zeitschriften von uns erschienen:

Der Stand des Christophorus-Verlages: hier sind auch einige Bücher bzw. Artikel von uns erschienen

Der Stand des Christophorus-Verlages: hier sind auch einige Bücher bzw. Artikel von uns erschienen

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wieder zu Hause - jetzt Nacharbeiten der Messegespräche, Studieren der Unterlagen, Material testen...

wieder zu Hause – jetzt Nacharbeiten der Messegespräche, Studieren der Unterlagen, Material testen…

Sicherlich wird jetzt in etwa klar, was ich mit der „Lawine“ meinte. Alles auf einmal in geballter Form: Anfragen, Aufträge, Termine, Bildideen uvm.

Am Wochenende möchte ich gern mein Bild beenden – wenn nichts dazwischen kommt…

… ist es noch lange nicht dasselbe.

Heute war eine Malschülerin zum Einzelunterricht bei mir. Sie ist eine sehr gute Zeichnerin und auch in der Acrylmalerei weit fortgeschritten. Heute wollte sie Zeichnung und aquarellartige Malerei miteinander verbinden und fand dazu meinen Alpenveilchentopf gut geeignet. Meist arbeitet sie auf großen Formaten, so dass eine kleinere Arbeit eine neue Erfahrung war.

Alpenveilchen und Azaleen begleiten mich schon seit frühester Kindheit. Ich habe im Februar Geburtstag und als Winterkind zu DDR-Zeiten fast immer nur Alpenveilchen und Azaleentöpfe geschenkt bekommen. Zum Glück ist das heute anders.

Wahrscheinlich habe ich mich aus diesem Grund auch nie besonders für diese Pflanzen interessiert (der Blumentopf in meiner Küche war auch ein Geschenk). Da aber nun grad nichts anderes zur Hand war (mein Tulpenstrauß ist bereits verwelkt), wurden nun endlich die Alpenveilchen (Cyclamen) zum Mittelpunkt des Unterrichts.

"Cyclamen" kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 15 x 25cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Cyclamen“ kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 15 x 25 cm, (c) Cordula Kerlikowski

"Cyclamen" kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 15 x 25cm, (c) I.Mittelhäußer

„Cyclamen“ kolorierte Zeichnung auf Aquarellpapier, 20 x 25 cm, (c) I.Mittelhäußer

Offensichtlich wird hier, dass trotz der gleichen Vorgabe und Materialien völlig verschiedene Werke entstehen können. Zum einen liegt das an der Sicht auf das Objekt, zum anderen an der unterschiedlichen Interpretation der Ausführenden. Auch die verschiedenen Malgründe spielten eine wesesntliche Rolle. Links bemühte ich mich um eine gewisse Leichtigkeit, während Ilka sich, aus ihrer Erfahrung heraus, mehr auf die grafische Ausformung bemühte. Wir arbeiteten parallel und tauschten uns über unsere Erfahrungen und die Zwischenergebnisse laufend aus.

Das find ich immer wieder spannend. Nie entstehen, selbst bei Schritt-für-Schritt-Demonstrationen, identische Werke. Wir werden in der nächsten Woche hier weitermachen, dann mit anderen Blüten, vielleicht auch mit anderen künstlerischen Mitteln oder Materialien.

Bis einschließlich Sonntag liegen jedoch erst einmal andere Aufgaben vor mir…

Herzlich Willkommen in einem neuen, spannenden und hoffentlich ereignisreichen Jahr 2013!

Nachdem ich mir in den letzten 2-3 Wochen ganz bewußt eine Auszeit genommen habe, geht es nun wieder los. Auf meiner To-Do-Liste stehen jede Menge Ideen und Projekte, so dass ich davon ausgehe, dass ich mich auch in diesem Jahr nicht langweilen werde.

Ich freue mich jedes Jahr auf den Januar – die Tage werden wieder länger, das Licht verändert sich, es gibt hellere, klare Tage mit Sonne und etwas Vorgeschmack auf den Frühling.

Am meisten begeistert mich, dass es nun wieder Tulpen zu kaufen gibt.Ich male sie direkt aus dem Strauß heraus, liebe es aber auch, sie zu fotografieren:

Weiße Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Faszinierend – diese schlichten Blüten! Nur 6 Blütenblätter, jedoch so variantenreich wie kaum eine andere Frühlingsblume. Das Können der Züchter ist schon immens.

Ich erinnere mich an die gewaltigen gefransten Papageientulpen, die meine Mutter von ihrer Schwester in den 70er Jahren (aus dem Westen) als Zwiebeln bekommen hatte. Sie hat sie gehegt und gepflegt. Nach und nach gingen die Blüten jedoch in ihre schlichte Ursprungsform zurück. Wie wir inzwischen wissen, verdanken diese grandiosen Blüten einem Virus ihre Schönheit. Gesundet die Pflanze, ähnelt sie wieder den Wildformen.

Kämpfe hat es um diese Blume gegeben, die erste Börse (in Brügge) und den ersten Börsencrash im Jahr 1637! Vier Tulpenzwiebeln waren so wertvoll wie ein repräsentables Schloss. Die berühmteste und wertvollste unter ihnen war die Semper Augustus – bis heute ist es nicht gelungen, diese Variation durch Zucht noch einmal zum Leben zu erwecken. Auf Youtube ist eine interessante Dokumentation dazu zu finden…

Dank frecher Diebe, die einem Züchter und Wissenschaftler eines Nachts den Garten leerräumten und des gärtnerischen Geschicks der Holländer, deren dem Meer abgerungenen Böden für die Tulpenzucht hervorragend geeignet waren, wurde die Tulpe für jeden erschwinglich und ein Frühling ohne diese Pflanze ist schier undenkbar!

Deshalb kann ich es einfach nicht lassen, die Tulpe immer wieder zu zeichnen und zu malen. Hier einige Beispiele:

"Tulpe" 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe“ 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

"Zwei Tulpen" - 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

„Zwei Tulpen“ – 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Unikatdruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

„Drei Tulpen“, 2012, Unikatdruck – Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Tulpe - pink" - Aquarell, A4 auf Leonardo, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe – pink“ – Aquarell, A4 auf Leonardo, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen" - Farbstiftzeichnung, 10 x 20 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Drei Tulpen“ – Farbstiftzeichnung, 10 x 20 cm, (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich nur ein kleiner Querschnitt meiner Arbeiten. Es zeigt sich, dass ich bisher vor allem einzelne Blüten und Details ausgearbeitet habe. In diesem Jahr könnte der Schwerpunkt einerseits auf der botanisch genauen Erfassung der Pflanze als auch auf der Gestaltung größerer Arbeiten (Stilleben, Sträuße) liegen. Große Lust hätte ich, einige Zeit zwischen den blühenden Tulpenfeldern Hollands zu verbringen…

Ich werde berichten… wie immer…

Es geht stramm auf Weihnachten zu und immer wieder stellt sich die Frage „Was ist mit der Weihnachtspost?“. Das geht offensichtlich nicht nur mir so und deshalb bekomme ich des öfteren Anfragen für Kartenentwürfe.

Ich bin nicht die klassische Landschaftsmalerin und möchte den Motiven gern etwas mehr Humor oder Leichtigkeit beifügen. So sind meine Karten gelegentlich etwas anders: verspielt, abstrakt, mit einem anderen Blick auf das Weihnachtsfest.

Hier einige Beispiele, wie ich das Thema umgesetzt habe:

"Adventsdekoration" - Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

„Adventsdekoration“ – Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

"Weihnachtsstern" - Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

„Weihnachtsstern“ – Aquarell auf Hahnemühle Postkarte, (c) Cordula Kerlikowski

"Bunter Baum" - Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

„Bunter Baum“ – Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

"Stille Nacht" - Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

„Stille Nacht“ – Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

"Nikolaussocke" - Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

„Nikolaussocke“ – Aquarell auf Hahnemühle Aquarellkarton, (c) Cordula Kerlikowski

Also von klassisch über abstrakt bis naiv ist alles möglich.  So kennt man mich… Besonders mag ich die „Socke“ und „Stille Nacht“.

Es besteht die Möglichkeit, diese Karten  bei MyGall zu erwerben:

http://www.mygall.net/index.php?manufacturers_id=4292&showImages=1&galerie_id=12264

Bei Interesse an Drucklizenzen bitte ich um Anfrage per E-Mail:

cordula.kerlikowski@gmx.de

Nun denn.. noch eine schöne Vorweihnachtszeit…

Gestern vor einem Jahr ist mein erster Blogbeitrag online gegangen. Im Alltagstrott hätte ich das beinahe vergessen…

So war es an der Zeit zu resümieren und auf das vergangene (Blog-) Jahr zurückzublicken. Was habe ich gelernt, was erreicht, welche positiven und negativen Erfahrungen begleiteten mich? Es ist eine Vielfalt von Arbeiten entstanden, die die ganze Bandbreite meiner Ideen, Fertigkeiten und Möglichkeiten zeigen. Das macht mich stolz.

Von der abstrakten Acrylmalerei über die Druckgrafik bis zum naturalistischen Aquarell war alles vertreten, was meine Kreativität abbildet…

Zu diesem kleinen Jubiläum nun eine besondere Arbeit vorzustellen war gar nicht so einfach. Etwas neues sollte es schon sein. Deshalb versuchte ich es mit Farbstiften, Pastellkreiden, Bleistift… Naturalistisch mein altes Thema „Spirale/Muschel“ aufzugreifen war also nicht möglich. Schauen Sie selbst, was mir heute aus Pinsel und Feder geflossen ist:

“ Maria Stuart – Die Einsamkeit der verbanntenKönigin“ 35 x 51 cm, Mischtechnik auf Aquarellpapier, (c) Cordula Kerlikowski

Manchmal beginne ich damit, die Farben fließen zu lassen. Noch keine Planung, kein Titel, kein Ziel – so geht es am besten. Mit dem Setzen der ersten Linien entsteht dann eine Idee – zunächst vage, dann immer konkreter…

Oft höre ich dabei Musik, die nicht unbedingt mit dem Thema der Malerei zu tun hat (Heute war es Gotye – „Somebody that I use to know“) – ein einziger Titel in der Endlosschleife. Durch die ständige Wiederholung der Rhythmen bildet sich ein eigentümliches Hintergrunderlebnis, das es ermöglicht abzuschalten und loszulassen. Die Gedanken beginnen zu kreisen während die Hand ihre eigenen Bahnen zieht. Das ist ein sehr entspannender und entspannter Zustand. Automatisierte Sicherheit im Handwerk gewährleistet mir dabei, nicht den Faden zu verlieren…

So spann sich nach und nach die Figur einer Königin zusammen: aufrecht, stolz, würdevoll, jedoch einsam und der Welt entrückt. Die Blüte in ihren verborgenen Händen scheint mehr einer Distel  als einer eleganten exotischen Blume zu ähneln- unverwüstlich, aber wehrhaft. Damit entstand unbewußt ein Hinweis auf  das Symbol Schottlands – die Distel…

Die um die Figur schwingenden Linien können sowohl ihr Gewand darstellen als auch die sich um sie schließenden Fesseln. Das Ende dieser stolzen Frau ist allgemein bekannt…

Nun denn… eine Zeitreise in die schottische Geschichte und zugleich Erinnerung an besuchte Orte, die mit Maria Stuart in Verbindung stehen. Und zum Schluss: die Hinrichtung dieser ambivalenten Persönlichkeit fand (nach julianischem Kalender) am 8. Februar 1587 in London statt. 376 Jahre später (nach gregorianischem Kalender) wurde ich geboren…

Ich bin mal wieder am Suchen. Eigentlich wollte ich ein Selbstportrait aus meiner Schulzeit finden, aber da Arbeitszimmer und Keller noch proppevoll gestopft sind mit Kartons, Leinwänden,  Arbeitsmaterial und Werkzeug, war es mal wieder nichts…

Dafür entdeckte ich eine andere Mappe mit älteren Bildern, die ich auch chon vermisst hatte – unter anderem eine abstrakte Fantasie, die ich bei einer Reise in die Türkei gezeichnet habe. Wann? 2004 ungefähr, glaube ich…

"Abstrakte Fantasie" - 20 x 40 cm, Bleistiftzeichnung, (c) Cordula Kerlikowski

„Abstrakte Fantasie“ – 20 x 40 cm, Bleistiftzeichnung, (c) Cordula Kerlikowski

Besonders habe ich mich aber über folgenden Fund gefreut:

"Schädel" - 30 x 40 m, Bleistiftzeichnung, (c) Sylvia  Cordula Kerlikowski

„Schädel“ – 30 x 40 m, Bleistiftzeichnung, (c) Sylvia &  Cordula Kerlikowski

Der ist von 2001. Meine Tochter (damals 14) hatte in der Schule die Aufgabe bekommen, von einer 10 x 15cm großen Abbildung eines halben Schädels eine große Zeichnung anzufertigen !!! Also das fand ich ziemlich heftig, aber sie hat das prima gemacht. Schwierig war das Spiegeln der linken Schädelhälfte zur rechten  Seite – da haben wir zusammen getüftelt wie es gehen kann. Auch die Schatten kann man natürlich nicht mitspiegeln, sondern muss schon genauer überlegen wie es stimmig wird.

Hier hatten wir auch eine Menge Möglichkeiten verschiedene Schraffuren anzuwenden. Spannend, oder…?

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