Da ich ja nun so viele Keilrahmen neu bespannt hatte, war es nur folgerichtig, einen davon „mal schnell“ zu bearbeiten. Ich wollte Tusche und Aquarellfarben verwenden und begann mit einer reinen Tuschezeichnung:

"Die Welt im Auge des Betrachters" - Zwischenergebnis, 30 x 30cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Die Welt im Auge des Betrachters“ – Zwischenergebnis, 30 x 30cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Die mit der Glasfeder ausgearbeiteten Linien erscheinen hart und distanziert, so dass ich einzelne Flächen mit Aquarellfarben kolorierte: violett, türkis, gelb, grün. Das wiederum war zu kräftig und gefiel mir gar nicht. Was macht die Künstlerin in diesem Fall? Sie hält das Bild unter den laufenden Wasserhahn mit  warmem Wasser und spült die überschüssige Farbe ab. Der Tinte passiert nichts, denn sie ist wasserfest. Hingegen reagiert die Aquarellfarbe anders – sie lässt sich abwaschen, jedoch funktioniert das aufgrund der starken Pigmentierung der Schmincke Horadam Farben nur bedingt und zurück bleiben Pastelltöne.

Das Ganze habe ich über Nacht trocknen lassen und gar nicht weiter draufgeschaut, am nächsten Morgen fand ich das Ergebnis ganz passabel:

"Die Welt im Auge des Betrachters" - 30 x 30cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

„Die Welt im Auge des Betrachters“ – 30 x 30cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

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Heute war ich mit dem Fahrrad unterwegs und bin von Johannisthal nach Schmöckwitz und später nach Rauchfangswerder gefahren. Ein gutes Stück Wegstrecke, aber es lohnt sich. Es gab viel zu sehen und aufzunehmen:

Wegwarte und Breitwegerich am Straßenrand zum Beispiel haben mich daran erinnert, dass sie auch schöne Motive zum Zeichnen und Aquarellieren abgeben. Der Duft von Tannen und Flusswasser wirkte entspannend und wohltuend.

So früh waren noch nicht viele Menschen unterwegs und ich hatte einige Orte fast für mich allein:

Segler auf der Dahme und schöne Wolkenspiele - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Segler auf der Dahme und schöne Wolkenspiele

Hier und da interessante Motive, die ich mir notierte und Fotos machte, um sie für spätere künstlerische Arbeiten zu bewahren:

Am Bootssteg an der Badewiese in Schmöckwitz - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Am Bootssteg an der Badewiese in Schmöckwitz

Blüten-Detail am Wasser - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Blüten-Detail am Wasser

Von dieser Blütendolde habe ich viele Aufnahmen gemacht: Details, Blätter, Stängel, Blattachseln.. alles, was wichtig ist, um daraus später etwas interessantes zu machen, obwohl die vielen kleinen Blüten nach viel Arbeit aussehen.

Entenfamilien paddelten durchs ruhige Gewässer und kamen sehr dicht heran ohne Futter zu erwarten:

Erpeljunges - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Erpeljunges

Und natürlich gab es auch wieder Blüten zu finden:

Trichterwinde - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Trichterwinde

Und manchmal waren es auch entspannendes Wasserplätschern:

und skurrile Fundstücke:

Ob die „Message in a Bottle“ schon herausgenommen wurde? Oder hat ein stiller Zecher hier am Abend zuvor einen „Alcopop“ (nach der Flaschenform zu urteilen) genossen? Ein Moment der Gedankenspielereien…

Morgen werde ich die Fotos genauer sichten und dann geht es wieder weiter mit neuen Zeichnungen…

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