Seit einem Jahr gebe ich Kurse in der Volkshochschule Treptow-Köpenick. Ich mag die Athmosphäre in diesem alten Haus, das schon viele Schülerinnen und Schüler gesehen hat.

Der Kursraum ist groß, gut beleuchtet, mit großen Arbeitstischen und Wasseranschluss ausgestattet und der Kaffeeautomat liefert außergewöhnlich wohlschmeckenden Kaffee. So sind die Bedingungen nahezu ideal, um zwei Tage lang ein Thema intensiv zu bearbeiten.

Arbeitsplatz in der Volkshochschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Arbeitsplatz in der Volkshochschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Über zwei Tage arbeite ich besonders gern. Zum einen ist immer etwas Zeit nötig um sich „freizumalen“, den Kopf frei zu bekommen. Zum anderen braucht die Hand eine halbe bis eine Stunde, um locker zu werden und in ihrer Motorik nuancierter zu funktionieren. Gerade für das Zeichnen und die Detailarbeit ist das wichtig.

Am ersten Kurstag geht es um theoretische Grundlagen, erste Übungen und Skizzen sowie Vorarbeiten. So bleibt den TeilnehmerInnen genug Zeit, das Vermittelte zu Hause am Abend zu rekapitulieren und Fragen zu notieren, die am Folgetag besprochen werden können.

Am zweiten Kurstag beschäftigen wir uns  dann mit der Feinarbeit und dem botanische AQUARELL. Es ist genug Zeit, um ein Bild entspannt und in Ruhe auszuarbeiten. Je nach Kenntnisstand und eigenen Wünschen können die KursteilnehmerInnen auch weitere Motive bearbeiten. Erfahrungsgemäß geht es bei jedem weiteren Bild einfacher und zügiger – Gehirn und Hand lernen schneller als man glaubt.

Im letzten Kurs „Frühblüher im botanischen Aquarell“ beschäftigten wir uns mit Tulpen, Narzissen und Freesien – farbenfrohe Blüten, die spannend zu malen sind.

Beginnend mit einem kleinen theoretischen Exkurs in Material und Technik, setze ich dann mit Zeichenübungen fort. Es ist wichtig, die Motive genau zu erfassen, wenn auch das darauf folgende Aquarell sehr exakt werden soll. Zunächst mit Bleistift, dann mit dem Aquarellstift, gibt es viele Möglichkeiten, sich dem Thema zu nähern.

Hier einige Ergebnisse des letzten Kurses:

 

Kursarbeiten "Frühblüher im botanischen Aquarell" 2014

Kursarbeiten „Frühblüher im botanischen Aquarell“ , April 2014

Kursarbeiten "Frühblüher im botanischen Aquarell" 2014

Kursarbeiten „Frühblüher im botanischen Aquarell“ April 2014

Der nächste Kurs findet im Mai statt:

17.-18.5.2014 – “Blütenzauber im Botanischen Aquarell“
jeweils 10:30-14:45 Uhr
Kurs Nr. TK-2238-F
Kursgebühr 35,50€/ermäßigt 21,50€

(Anmeldung bitte direkt bei der VHS unter Angabe der Kursnummer)

Ich freue mich schon sehr auf dieses sicherlich wieder sehr intensive Wochenende!

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Ich habe in mehreren vorangegangenen Artikeln bereits über die verschiedenen Möglichkeiten berichtet, eine Kaltnadelradierung auf unterschiedlichen Druckplatten anzufertigen. Für den Einsteiger ist es zunächst schwierig, grafisch umzudenken und mit der Radiernadel auf einer Platte zu zeichnen: Zink- und Kupferplatten lassen sich nur mit Kraftaufwand in dieser Technik bearbeiten, eine CD spiegelt stark und ermüdet damit schnell die Augen.

So bietet sich für den Anfänger eine Kunststoffplatte an, die zwei Vorteile aufweist: das Gravieren ist weniger ermüdend und eine vorbereitete Skizze kann einfach durchgepaust werden. Der aufwändige Umdruck entfällt. Am folgenden Druck ist zu sehen, dass die Ergebnisse durchaus sehenswert sind:

"Freesie" - Kaltnadelradierung auf Kunststoffplatte, (c) by Cordula Kerlikowski

"Freesie" - Probedruck, Kaltnadelradierung auf Kunststoffplatte, (c) by Cordula Kerlikowski

Unterschiedliche Tonwerte erreicht man durch Kreuz- oder Parallelschraffuren. Je tiefer die Gravur, desto dunkler die Fläche. Jedoch ist darauf zu achten, dass man die Platte nicht versehentlich durchsticht.

Aber auch Experimente sind möglich. Auf der folgenden Abbildung habe ich die Druckplatte nach dem Drucken nicht gesäubert und noch einmal auf Kupferdruckpapier gedruckt. Das Ergebnis war ein schwacher Abdruck. Nun habe ich die Platte gut gereinigt, neu eingefärbt und dann, um 180 Grad gedreht, ein weiteres Mal auf demselben Blatt gedruckt. Jetzt wirkt der Druck plastischer, obwohl die Zeichnung nur über Konturen erfolgte und ich keine wesentlichen Schraffuren zur Entwicklung von Tonwerten angelegt hatte:

"Ginkgo" - Kaltnadelradierung auf Kunststoffplatte, (c) by Cordula Kerlikowski

"Ginkgo" - Kaltnadelradierung auf Kunststoffplatte, (c) by Cordula Kerlikowski

Ungeübte Zeichner können hier auch gepresste Ginkgo-Blätter unter die Platte legen und so die Konturen einfach nachzeichnen…

weitere Artikel zur Kaltnadelradierung:

https://cordulakerlikowski.wordpress.com/2012/02/12/intensivkurs-kaltnadelradierung-oder-neue-wege-sind-spannend/

https://cordulakerlikowski.wordpress.com/2012/01/28/ein-wiesenstuck-oder-platz-schaffen-im-cd-regal/

https://cordulakerlikowski.wordpress.com/2012/03/15/drei-tulpen-auf-cd-von-der-schwierigkeit-mehrfarbig-zu-drucken/

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