Es ist wieder Tulpenzeit und deshalb hatte ich alle Hände und Malblöcke voll zu tun. In diesem Jahr fuhr ich zum ersten Mal nach Holland, genauer zum Keukenhof. Das Land der Tulpen zu besuchen war schon lange mein Wunsch – und es hat sich gelohnt!

Tulpenfeld in der Nähe von Lisse, Foto (c) C.Kerlikowski

Tulpenfeld in der Nähe von Lisse, Foto (c) C.Kerlikowski

Auf dem Weg zum Keukenhof

Tulpengeschichte

Die Züchtung von Zwiebelblumen hat in den Niederlanden eine lange Tradition. Die ersten Tulpenzwiebeln kamen in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa und wurden wie Schätze gehandelt und in sogenannten Kuriositätenkabinetten ausgestellt. Alles in allem eine Sache der gehobenen Mittelschicht und des Adels.

Nachdem einem Gelehrten aus seinem Tulpengarten Zwiebeln gestohlen wurden, begann der „Massenwahn“ um den Tulpenhandel, denn auch die kleinen Leute wollten ihren Anteil am großen Geschäft. Der Preisverfall begann und innerhalb kürzester Zeit fiel der Preis für Zwiebeln auf einen Bruchteil des früheren Wertes – der erste Börsencrash der Geschichte!

Tulpe

Tulpe „Sorbet“ Foto (c) C.Kerlikowski

Tulpe

Tulpe „Angelique“ Foto (c) C.Kerlikowski

 Foto (c) C.Kerlikowski

Foto (c) C.Kerlikowski

 Foto (c) C.Kerlikowski

Foto (c) C.Kerlikowski

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Kurz vor Weihnachten bekam ich den Auftrag für fünf kleine Arbeiten. Die Kundin wünsche sich Schmetterlinge, um sich bei befreundeten Kolleginnen für die lange Zusammenarbeit zu bedanken. Sie hatte sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und mir konkrete Angaben zur jeweiligen Person vorgegeben: Alter, Charakter, Lieblingsfarben, prägende Erfahrungen und Erlebnisse, Hobbys. Der Schmetterling als verbindendes Element sollte im Zentrum stehen und die Bilder eher als Karikatur/Illustration gestaltet werden. Ansonsten hatte ich freie Hand:

"Schmetterlinge" - je 8 x 15 cm, Aquarell/Tuschezeichnung auf Aquarellapapier, (c) Cordula Kerlikowski

„Schmetterlinge“ – je 8 x 15 cm, Aquarell/Tuschezeichnung auf Aquarellapapier, (c) Cordula Kerlikowski

So entstanden kleine, fröhliche Bildchen, die zudem noch perfekt in einen IKEA-Rahmen („Ribba“) passen – zum Aufstellen oder an die Wand zu hängen:

"Schmetterling", gerahmt , (c) Cordula Kerlikowski

„Schmetterling“, gerahmt , (c) Cordula Kerlikowski

"Schmetterling", gerahmt , (c) Cordula Kerlikowski

„Schmetterling“, gerahmt , (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich ist hier die Frage, ob diese kleinen Spielereien „richtige“ Kunst sind oder doch eher in das Fach „Naives“ oder „Illustration“ passen. Das ist mir eigentlich egal. Ich bin ja bereits dafür bekannt (und manchmal kritisiert), dass ich so ziemlich alle Genres ausprobiere und mich nicht auf spezielle Techniken oder Motive beschränken mag. Es macht Spaß, auf diese unbeschwerte Weise über ein Thema zu fabulieren. Und weil es so schön ist, habe ich heute  noch zwei  überzählige Grundierungen benutzt, um weitere Flattertierchen auszuspinnen:

"Schmetterling", gerahmt , (c) Cordula Kerlikowski

„Schmetterling“, (c) Cordula Kerlikowski

"Schmetterling" , (c) Cordula Kerlikowski

„Schmetterling“, (c) Cordula Kerlikowski

Übrigens sind alle Motive , auch wenn die meisten ja schon woanders herumfliegen, auch als Datei erhältlich – man kann ja nie wissen, was man wann noch gebrauchen und weiterverwerten kann.

In diesem Sinne „Guten Flug“ in ein farbenfrohes, spannendes und ereignisreiches Jahr 2014!


Nun ist es schon wieder zwei Wochen her, dass ich mit meiner Malgruppe eine konstruktive und spannende Zeit in Goslar verbracht habe.

Arbeitsatmosphäre im Kursraum, Foto (c) Cordula Kelikowski

Arbeitsatmosphäre im Kursraum, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kursort war wieder das Bildungshaus Zeppelin –  wie immer bestens auf uns vorbereitet und mit idealen Bedingungen für uns – von der Unterkunft und Verpflegung bis hin zum großzügigen Atelierraum und schön gestalteten Innenhöfen für kleine Pausen oder einen Grillabend.

Fachsimpeln unter Gleichgesinnten, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Fachsimpeln unter Gleichgesinnten, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Bereits am ersten Kurstag entstanden die ersten kleineren Arbeiten – zum Warmmalen sozusagen.  Die Bandbreite war groß: Aquarelle, Acrylbilder, Zeichnungen. Hier besteht Freiheit in der Wahl der Technik, auch wenn das übergreifende Thema weiterhin die Acrylmalerei blieb und weiterhin bleiben wird. Oft ist es die Kombination aus verschiedenen Techniken, die neue Impulse gibt und überraschende Ergebnisse bringt.

"Rügen" von Martina, Foto (c) Cordula Kerlikowski

„Rügen“ von Martina, Foto (c) Cordula Kerlikowski

"Apfelblüten" von Achim, Foto (c) Cordula Kerlikowski

„Apfelblüten“ von Achim, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Karin beim Vorbereiten eines Malgrundes, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Karin beim Vorbereiten eines Malgrundes, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Zusätzlich zur  Unterstützung der TeilnehmerInnen bei ihren individuellen Plänen biete ich jedes Jahr ein spezielles Thema an, zu dem sich die interessierten HobbykünstlerInnen ausprobieren und ihre Fertigkeiten vervollkommnen können: Gläser und Flaschen, Collagen oder – in diesem Jahr: SCHUHE! Es war interessant, wie sich der/die Einzelne dem Thema näherte. Spannend zu sehen, was entstand:

"Pantoletten" von Achim, Foto (c) C.Kerlikowski

„Pantoletten“ von Achim, Foto (c) C.Kerlikowski

Kinderschuhe von 1967, Foto (c) C.Kerlikowski

Kinderschuhe von 1967, Foto (c) C.Kerlikowski

Interssantes Modell war ein Paar Kinderschuhe aus dem Jahr 1967, das Karin mitbrachte. Sie zeichnete sie und arbeitete danach ein kleines Acrylbild:

Karin: "KInderschuhe"

Karin: „Kinderschuhe“

Karin: "Kinderschuhe"

Karin: „Kinderschuhe“

Christa näherte sich dem Thema über eine andere Herangehensweise – sie legte ihr Bild flächig an und gab dem ganzen einen bewußt garfisch-geordneten Charakter, wobei jedes einzelne Bildelement wiederum intensiv ausgearbeitet wurde:

Christa: "Hüte und Schuhe"

Christa: „Hüte und Schuhe“

Auch Schuhe, die schon ein Leben gelebt haben, wurden bildlich dargestellt: Antje verarbeitete die ausgetretenen Sportschuhe ihres Sohnes zu einem interessanten Aquarell:

"Alte Schuhe" von Antje

„Alte Schuhe“ von Antje

Antje: "Nach dem Konzert"

Antje: „Nach dem Konzert“

Perspektivisch und malerisch großartig umgesetzt hat Antje hier Tanzschuhe, Weingläser und eine Andeutung von Raum – aus der sich der Betrachter seine eigene Geschichte spinnen kann.

Martina, Foto(c) Cordula Kerlikowski

Martina, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Arbeitsergebnisse, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Arbeitsergebnisse, Foto (c) C. Kerlikowski

Die Arbeiten von Sibylle

Die Arbeiten von Sibylle

…Einzelbeispiele, die für eine   ganze Menge weiterer Arbeiten stehen.

Ich freue mich jedes Jahr über die Fortschritte, denn viele der TeilnehmerInnen kommen schon seit Jahren immer wieder.

Neben der intensiven künstlerischen Arbeit bleibt natürlich immer noch genug Zeit, in den Mittagspausen, am Abend oder am freien Mittwoch Nachmittag die herrliche Altstadt zu erkunden, einen Einkaufsbummel, z.B. bei den Kunsthandwerkern des Großen Heiligen Kreuzes, zu machen oder einfach nur auf dem Marktplatz einen „Riesenwindbeutel“ zu schlemmen.

Nach Absprache mit den KursteilnehmerInnen besichtigen wir oft Sehenswürdigkeiten der Stadt oder der näheren Umgebung oder erfahren in Führungen oder Vorträgen Wissenswertes aus der Stadtgeschichte.

In diesem Jahr fuhren wir nach Hahnenklee – einen Kur- und Wintersportort, der u.a. durch seine nordische Stabkirche bekannt ist:

Goslar-Hahnenklee: Nordische Stabkirche

Goslar-Hahnenklee: Nordische Stabkirche

Im nächsten Jahr werden wir wieder das Stadtarchiv besuchen. Hier haben wir vor einigen Jahren in einem spannenden Vortrag viel über die Geschichte von Urkunden, Schriftstücken oder Gerichtsakten erfahren – u.a. sahen wir eine Originalurkunde mit der Signatur des Kaisers Barbarossa, 900 Jahre alt! Das wollen wir auffrischen!

Der nächste Kurs in Goslar findet als verlängerter Wochenendkurs im September statt:

12.-15.September 2013 – MALWOCHENENDE in Goslar
„Acrylmalerei und angrenzende Techniken“

Für 2014 stehen folgende Termine bereits fest (Themen folgen):

28.04.-04.05.2014  Malwoche

04.09.-07.09.2014 verlängertes Malwochenende

Vielleicht sehen wir uns?

Weitere Informationen und Anmeldungen über:

Mail: Cordula.Kerlikowski@gmx.de

oder:

Telefonisch: +49 163 6048 793


Seit Anfang des Jahres gebe ich in der Späth’schen Baumschule Kurse zum Botanischen Malen und Zeichnen. (Ich berichtete bereits davon). Diese Kurse werden sehr gut angenommen – und auf dem Frühlingsfest der Baumschule „Späth’er Frühling“ war Gelegenheit, die ersten Arbeiten in einer kleinen Ausstellung im Baumschulen-Café zu zeigen.

Zudem wurde das lange Warten auf Frühlingsfarben an diesem Wochenende mit besonderer Farbenpracht belohnt:

Farbenpracht in der Späth'schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Farbenpracht in der Späth’schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

"Carnaval de Nice" Foto (c) Cordula Kerlikowski

„Carnaval de Nice“ Foto (c) Cordula Kerlikowski

"Angelique" (c) Foto Cordula Kerlikowski

„Angelique“ (c) Foto Cordula Kerlikowski

"Mascotte" (c) Foto: Cordula Kerlikowski

„Mascotte“ (c) Foto: Cordula Kerlikowski

"Abu Hassan" (c) Foto: Cordula Kerlikowski

„Abu Hassan“ (c) Foto: Cordula Kerlikowski

Tulpen, Tulpen... (c) Foto: Cordula Kerlikowski

Tulpen, Tulpen… (c) Foto: Cordula Kerlikowski

"Hotpants" (c) Foto: Cordula Kerlikowski

„Hotpants“ (c) Foto: Cordula Kerlikowski

"Papageientulpe I", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Papageientulpe I“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

"Bright Parrot", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Bright Parrot“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

"Pink Texas", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Pink Texas“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

"Papageientulpe II", Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

„Papageientulpe II“, Aquarell auf Bütten, 300g/m², rau, (c) Cordula Kerlikowski

Verständlicherweise konnte ich nicht umhin, viele Fotos zu machen. Dies hier  sind nur einige Beispiele für die mehr als 250 verschiedenen Tulpensorten, die es zu bestaunen gab.  Dementsprechend groß war meine Begeisterung.

Keine Frage, diese während des Marktes zu im Aquarell festzuhalten, war zu verlockend. Dafür durfte ich einige Blüten schneiden und in einem Glas an meinem Stand präsentieren. Und so malte ich an 2 Tagen 5 große Blüten (eine ist noch nicht ganz fertig und wird in den nächsten Tagen beendet).

Das Format der einzelnen Blätter beträgt ca. 26 x 36 cm, das unfertige Blatt hat eine Größe von 34 x 34 cm – also so schön groß, wie ich die französischen Tulpen vor 2 Wochen ausgearbeitet hatte.  Zur Erinnerung hier auch dieses Aquarell im Format 34 x 34 cm:

"Französische Tulpen", Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Französische Tulpen“, Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

Nun stehen in meiner Vase noch drei weitere Blüten. ich weiß nicht, ob ich auch diese noch aufs Papier bringen kann, bevor sie verwelken. Ich werde es versuchen…

In der vergangenen Woche war ich mit meiner Malgruppe in Goslar. Einmal im Jahr reisen wir in die schöne Stadt im Harz, um ungestört und intensiv zu malen und zu zeichnen.

Dabei sind alle Techniken erlaubt – meist konzentrieren sich meine KursteilnehmerInnen auf Acrylmalerei, Aquarell und Zeichnung. Die Übergänge können durchaus fließend sein. Besondere Herausforderung ist es oft, dem realen Objekt in der Darstellung so nah wie möglich zu kommen.

Um die Herangehensweise in einem Aquarell zu demonstrieren, arbeitete ich in der vergangenen Woche zwei Motive nach, wobei meine MalschülerInnen mir über die Schulter schauen konnten:

Motiv 1: Französische Tulpen

Französische Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Französische Tulpen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Diese Blüten sind riesig und wunderschön strukturiert. Die Farbvielfalt zu erfassen, ist eine Herausforderung, aber durch geduldiges Lasieren durchaus machbar. Das braucht Zeit – und die muss man sich halt nehmen:

"Französische Tulpen", Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Französische Tulpen“, Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g/m² (rau), 34 x 34cm, (c) Cordula Kerlikowski

Motiv 2: Kinderschuhe

Ein weiteres Thema im Kurs war frauentypisch: Schuhe! So brachten die TeilnehmerInnen Schuhe mit – alte und neue, zertretene Sportschuhe und elegante Tanzschuhe, Sandalen, Pumps usw. Unter den Mitbringseln befand sich auch ein Paar Kinderschuhe aus dem Jahr 1967!

Kinderschuhe aus dem Jahr 1967, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kinderschuhe aus dem Jahr 1967, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Da konnte ich nicht widerstehen, in den Kurspausen eine Studie zu versuchen. Neben der realistischen Darstellung stellt die Einhaltung der Größe bei BEIDEN Schuhen eine besondere Schwierigkeit dar. Bei der Blumenmalerei fällt es nicht auf, wenn eine Blüte ein wenig größer oder kleiner als das Original ist. Bei Schuhen ist es sofort zu merken, wenn die Objekte im Bild unterschiedlich groß sind!

Um Form und Farbigkeit des Schuhs schnell und korrekt festzuhalten, beschränkte ich mich darauf, nur einen Schuh auszuarbeiten.

"Kinderschuh" I , Aquarell auf Hahnemühle Anniversary  Edition, 425 g/m², 15 x 17 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Kinderschuh“ I , Aquarell auf Hahnemühle Anniversary Edition, 425 g/m², 15 x 17 cm, (c) Cordula Kerlikowski

Während des Malens wurde mir bewußt, dass ein Schuh allein wenig Sinn macht. Den zweiten dann einen Tag  später passend hinzuzufügen war nicht so einfach. Das hat jeder bestimmt schon selbst erlebt. Einfacher ist es, an beiden Teilen gleichzeitig zu arbeiten.Aber manchmal geht es halt nicht anders.

Hier das Ergebnis:

"Kinderschuh" II, Aquarell, 24 x 32cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Kinderschuh“ II, Aquarell, 24 x 32cm, (c) Cordula Kerlikowski

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Ich durfte die Schuhe für eine Weile ausborgen und freue mich darauf, an diesem Motiv noch eine Weile in verschiedenen Sichten und Techniken weiter zu arbeiten…

(über die Ergebnisse der Malwoche berichte ich in Kürze in einem weiteren Beitrag.)


Vor zwei Wochen hat der erste fortlaufende Kurs „botanisches Malen und Zeichnen“ in der Späth’schen Baumschule begonnen. Sechs interessierte Laien stellen sich seitdem der Herausforderung zum naturalistischen Arbeiten nach realen Objekten.

Nun kann man sich fragen, ob das im Winter, wo kaum frisches Grün draußen zu finden ist, Sinn macht. Doch wir können mehr finden als auf den ersten Blick möglich erscheint:

Efeu ist immergrün und findet sich überall – an Bäumen, Gebäuden oder bodendeckend in alten Parks:

Efeu-Ranken an einer Steinplatte, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Efeu-Ranken an einer Steinplatte, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ein einzelnes Blatt oder ein kleines Stück Ranke, vorsichtig abgetrennt, schädigen die Pflanze nicht und verhelfen uns zu einem dankbaren Objekt, das sich sogar über längere Zeit gut hält, ohne die Form zu verlieren.

Auch getrocknete Pflanzenteile aus Blumensträußen oder im Sommer gesammelt, eignen sich gut:

getrocknete Mohnkapseln (c) Foto von Cordula Kerlikowski

getrocknete Mohnkapseln (c) Foto von Cordula Kerlikowski

Hier lassen sich sehr gut Formen, Tonwerte und Licht und Schatten beobachten und erfassen.  Da die trockenen Kapseln sich nicht mehr verformen, sind wir nicht unter Zeitdruck und können entspannt viele Möglichkeiten  der Darstellung ausprobieren:

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth'schen Baumschule

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth’schen Baumschule

Ziel dieser Übungen ist es, die Hand zu lockern, Sicherheit in der Strichführung zu bekommen und das Sehen zu erlernen und zu festigen. So vorbereitet, fällt das Ausarbeiten komplizierterer Formen, Blumen und Blüten schon viel einfacher. Es wird nicht mehr lange dauern und wir können draußen erste Skizzen und Studien anfertigen, um sie dann im warmen
Kursraum weiter auszuarbeiten.

Die ersten kleinen Krokusse habe ich letzte Woche schon gefunden:

Krokus im Februar, Berlin-Johannisthal, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Krokus im Februar, Berlin-Johannisthal, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Und ein wenig später, bzw. mit einem Strauß aus dem Blumengeschäft, schaffen wir auch solche Bilder:

"Tulpe" 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe“ 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

"Weiße Tulpe" - Aquarell auf Büttenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

„Weiße Tulpe“ – Aquarell auf Büttenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich erscheinen diese Motive zunächst ziemlich schwer, aber wenn man die „Stolpersteine“ erst einmal umschifft hat, gelingen auch dem ungeübten Hobbykünstler schöne Ergebnisse.

Wir werden uns am kommenden Freitag mit Tulpen befassen – und ich bin schon gespannt, was entstehen wird…

Herzlich Willkommen in einem neuen, spannenden und hoffentlich ereignisreichen Jahr 2013!

Nachdem ich mir in den letzten 2-3 Wochen ganz bewußt eine Auszeit genommen habe, geht es nun wieder los. Auf meiner To-Do-Liste stehen jede Menge Ideen und Projekte, so dass ich davon ausgehe, dass ich mich auch in diesem Jahr nicht langweilen werde.

Ich freue mich jedes Jahr auf den Januar – die Tage werden wieder länger, das Licht verändert sich, es gibt hellere, klare Tage mit Sonne und etwas Vorgeschmack auf den Frühling.

Am meisten begeistert mich, dass es nun wieder Tulpen zu kaufen gibt.Ich male sie direkt aus dem Strauß heraus, liebe es aber auch, sie zu fotografieren:

Weiße Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Rosa Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weiße Tulpe – Foto (c) Cordula Kerlikowski

Faszinierend – diese schlichten Blüten! Nur 6 Blütenblätter, jedoch so variantenreich wie kaum eine andere Frühlingsblume. Das Können der Züchter ist schon immens.

Ich erinnere mich an die gewaltigen gefransten Papageientulpen, die meine Mutter von ihrer Schwester in den 70er Jahren (aus dem Westen) als Zwiebeln bekommen hatte. Sie hat sie gehegt und gepflegt. Nach und nach gingen die Blüten jedoch in ihre schlichte Ursprungsform zurück. Wie wir inzwischen wissen, verdanken diese grandiosen Blüten einem Virus ihre Schönheit. Gesundet die Pflanze, ähnelt sie wieder den Wildformen.

Kämpfe hat es um diese Blume gegeben, die erste Börse (in Brügge) und den ersten Börsencrash im Jahr 1637! Vier Tulpenzwiebeln waren so wertvoll wie ein repräsentables Schloss. Die berühmteste und wertvollste unter ihnen war die Semper Augustus – bis heute ist es nicht gelungen, diese Variation durch Zucht noch einmal zum Leben zu erwecken. Auf Youtube ist eine interessante Dokumentation dazu zu finden…

Dank frecher Diebe, die einem Züchter und Wissenschaftler eines Nachts den Garten leerräumten und des gärtnerischen Geschicks der Holländer, deren dem Meer abgerungenen Böden für die Tulpenzucht hervorragend geeignet waren, wurde die Tulpe für jeden erschwinglich und ein Frühling ohne diese Pflanze ist schier undenkbar!

Deshalb kann ich es einfach nicht lassen, die Tulpe immer wieder zu zeichnen und zu malen. Hier einige Beispiele:

"Tulpe" 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe“ 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

"Zwei Tulpen" - 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

„Zwei Tulpen“ – 30 x 30cm, Aquarell auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen", 2012, Unikatdruck - Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

„Drei Tulpen“, 2012, Unikatdruck – Kaltnadelradierung auf CD, (c) Cordula Kerlikowski

"Tulpe - pink" - Aquarell, A4 auf Leonardo, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe – pink“ – Aquarell, A4 auf Leonardo, (c) Cordula Kerlikowski

"Drei Tulpen" - Farbstiftzeichnung, 10 x 20 cm, (c) Cordula Kerlikowski

„Drei Tulpen“ – Farbstiftzeichnung, 10 x 20 cm, (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich nur ein kleiner Querschnitt meiner Arbeiten. Es zeigt sich, dass ich bisher vor allem einzelne Blüten und Details ausgearbeitet habe. In diesem Jahr könnte der Schwerpunkt einerseits auf der botanisch genauen Erfassung der Pflanze als auch auf der Gestaltung größerer Arbeiten (Stilleben, Sträuße) liegen. Große Lust hätte ich, einige Zeit zwischen den blühenden Tulpenfeldern Hollands zu verbringen…

Ich werde berichten… wie immer…

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