Heute unterbreche ich meine Tusche-Serie, um drei Beispiele für meine Kurswoche vom 23.-29.4. in Goslar vorzubereiten:

Als eine der Übungen sollen aus allerlei Krimskrams (alte Uhren, Werkzeug, alter Schmuck,Papierreste, Garne) Collagen im Kleinformat entstehen. Dabei ist es notwendig, sich in der Farbigkeit zu reduzieren, um die Effekte der Materialien nicht abzuschwächen.

Hier drei Miniaturen, die aus alten Armbanduhren entstanden sind:

"Time I" - Collage auf Malplatte, 10 x 15 xm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Time I" - Collage auf Malplatte, 10 x 15 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Time II" - Collage auf Malplatte, 10 x 10 xm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Time II" - Collage auf Malplatte, 10 x 10 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Time III" - Collage auf Malplatte, 7,5 x 7,5 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Time III" - Collage auf Malplatte, 7,5 x 7,5 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Als Thema habe ich „Time“ – die Zeit aufgegriffen und deren Inhalt durch das Auseinandernehmen/Zerstören der Uhren aufgehoben. Die Zeiger sind teilweise entfernt, der Rahmen leer, das Uhrwerk entfernt… es lässt sich herrlich experimentieren und ich bin schon gespannt, was meine MalschülerInnen zum Kurs mitbringen und was daraus entsteht. Ich werde berichten…

Wie bereits im vorangegangenen Blog beschrieben, habe ich zum Jahresausklang mehr Zeit und Muße, mich mit kleineren  freien Arbeiten zu beschäftigen, und der Fantasie freien Lauf zu lassen, Materialien auszuprobieren und mit deren Möglichkeiten zu spielen. Was am Freitag als Aquarell begann, ist nun Mischtechnik geworden: Aquarellfarbe, Acrylfarbe, Pigment, Aquarellstift…

Aus den abstrakten Formen entwickelte ich in Andeutung zwei Bäume, knorrig, verwachsen – aber immer noch mit einigen Blättern und Ranken –  streben sie dem Licht entgegen wie sie es schon ewig tun.:

"Zauberwald" - Mischtechnik auf Aquarellpapier, 30 x 30 cm - von Cordula Kerlikowski

Geheimnisvoller Sagenwald? Versteckte Märchen? Es bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen, wozu er sich beim Anschauen inspirieren lässt.

Heute bearbeite ich gescannte kleinere Werkstücke mit GIMP, einem Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm, das ich inzwischen sehr schätzen gelernt habe.

Ich verwende für meine Arbeiten sehr hochwertige Farben der Firma Schmincke, die mich durch ihre Farbbrillanz, Lichtechtheit und Verarbeitungsqualität immer wieder aufs Neue begeistern. Trotz guter Schätzung bleiben hin und wieder Farbreste beim Malen übrig, die ich dann gerne auf vorbereitete Papier-Malgründe oder kleine Leinwände verstreiche – ohne Plan, spontan und in verschiedenen Abmischungen. Im Ergebnis entstehen oft Miniaturen, deren weitere Bearbeitung ich dann in Angriff nehme, wenn Ideen reifen. Das kann recht schnell der Fall sein, aber auch Wochen oder Monate dauern.

Um den Bearbeitungsstand zu sichern, die bereits entstandenen Strukturen als Datei weiter zu entwickeln oder mit Papierausdrucken Entwürfe zu gestalten, scanne ich die Bilder oft:

       

Die Malgründe (Hahnemühle Öl- Acrylmalkarton 240 g) habe ich zunächst mit Strukturpaste partiell vorbereitet – so dass sich glatte Flächen, die die Leinenstruktur des Papiers hervortreten lassen, und strukturierte körnige Flächen unregelmäßig abwechseln.

Im Original beträgt die Größe ca. 8 x 25 cm, durch die Scans in hoher Auflösung sind jedoch auch große Prints auf hochwertigen Papieren oder auf Leinwand möglich.

Was letztendlich aus diesen Zwischenergebnissen geworden ist, zeige ich später in Fortsetzung dieses Artikels.

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