In letzter Zeit wurde es auf diesem Blog etwas ruhig, was aber nicht bedeutet, dass es nichts zu erzählen gäbe. Es ist nur so, dass die Monate September bis Dezember ereignisreich sind und ich kaum Zeit zum Schreiben habe. Nun aber bin ich ausgeruht und kann berichten, was es für 2016 Neues gibt.

Projekt "Mixed Media auf Bamboo Papier" (c) Cordula Kerlikowski

Projekt „Mixed Media auf Bamboo Papier“ (c) Cordula Kerlikowski

Neues – Kurse und Workshops

Späth’sche Baumschulen

An bewährter Stelle, in den Späth’schen Baumschulen gibt es wieder Botanik-Tageskurse. Zunächst ist nur ein Samstag-Termin geplant. Hier muss ich noch auf die Bestätigung von Kursterminen der Volkshochschule warten. Bei Bedarf biete ich noch 1 oder 2 weitere Samstage an. Auf Wunsch vieler TeilnehmerInnen wird es einen Kurs „Problembilder“ – Fehlerbehebung und Korrekturen in Zeichnung und Aquarell geben. Sie können  zu diesem Kurs Ihre Bilder mitbringen, mit denen Sie unzufrieden sind. Wir besprechen, wie man mit möglichst wenig Aufwand noch etwas aus den Bildern „herausholen“ kann. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die die Arbeit retten.

Die komplette Übersicht über die Kurse in der Baumschule finden Sie hier.

Wer mir live beim Malen zuschauen will, kann das beim „Späth’en Frühling“ am 30.4./1.5.2016 – hier werde ich wieder mit einem Stand vertreten sein.

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Es ist endlich wieder so weit! Kürbiszeit! Neben den Tulpen sind Kürbisse meine liebsten Motive im botanischen Aquarell. Sie bieten eine schier unendliche Formenvielfalt und die leuchtenden Farben vom hellsten Gelb (Baby Boo, Flat White Boer) bis zu Schwarzgrün (Eichelkürbis, Acorn Squash) faszinieren mich immer wieder.

Kürbishof Heinemann Foto (c) C.Kerlikowski

Kürbishof Heinemann in Berklingen Foto (c) C.Kerlikowski

„Kürbisberg“ in der Späth’schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kürbisse einfach malen!

Die Modelle

Kürbisse kann man im Herbst fast überall kaufen – ob im Blumengeschäft, im Baumarkt, auf Wochenmärkten oder direkt vom Bauern.  Während Tulpen nach absehbarer Zeit verwelken, lassen sich Kürbisse gut lagern. Wer mag, kann sie nach dem Malen in der Küche zu leckeren Speisen verarbeiten oder sie, einfach als Dekoration oder für weitere Bilder, stehen lassen.

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Vom Umgang mit der eigenen Kreativität

Das Problem beim Malen lernen

„Ich wollte schon immer mal wieder malen, aber irgendwie kommt immer etwas dazwischen.“ Oder: „Ich habe als Kind so gerne gemalt, aber meine Lehrer sagten damals, es käme bei mir nie etwas vernünftiges heraus“.

„Prinzessin“ – Kita-Kind, 3 Jahre

Diese Sätze höre ich so oft, wenn Menschen sich bei mir melden um malen zu lernen oder wieder einzusteigen. Es ist schade, wenn die Kreativität von Kindern mit so harten Worten ausgebremst wird und das den Menschen dann fürs Leben prägt. Auch die Auffassung, Malen sein „brotlose Kunst“ und man würde nichts sinnvolles, abrechenbares schaffen, trugen dazu bei, dass ein wichtiger Teil der eigenen Emotionalität und Ausdrucksform verkümmerte. Malen und Zeichnen sollen in erster Linie Spaß machen. Heute hat sich das zum Glück geändert. Auch Erwachsene bekennen sich wieder zu ihren Gefühlen.

Malen lernen in Kursen

Allein ist es schwierig und man muss sich sehr überwinden, sich Zeit für das Malen und Zeichnen zu nehmen. Zudem ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten verloren gegangen. Schnell kommt Frust auf: „Ich kann das doch nicht!“ oder: „das wird alles nichts.“ und die Malutensilien landen wieder in der Versenkung.

23.4.2012 - Blick in den Kursraum, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kursatmosphäre, (c) Cordula Kerlikowski

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Gruppenkurse haben den Vorteil, dass hier Gleichgesinnte zusammen kommen und sich austauschen können. Dabei lernen sie schnell, dass sie nicht allein sind mit ihren Startschwierigkeiten. Man tauscht sich aus, lernt voneinander und hat natürlich auch einen gewissen „Zwang“ an den gebuchten Terminen teilzunehmen.

Schließlich warten die anderen und möglicherweise verpasst man sonst wichtige Tipps oder Erfahrungen.

Mit dem in den Kursen gewonnenen Rüstzeug ist es dann viel einfacher, Fortschritte zu machen und die Motivation zu finden, auch zu Hause weiter zu arbeiten.

In meinen Kursen bemühe ich mich, dieser Problematik Rechnung zu tragen und meine TeilnehmerInnen zu motivieren und sie zu befähigen, selbständig zu werden und einen eigenen Stil zu entwickeln. Das bringt sie perspektivisch weiter als das Kopieren von Werken anderer Künstler oder das Abmalen aus Zeitschriften.
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In meinem Kurs Goslar stelle ich in der Regel eine Aufgabe, die meine TeilnehmerInnen lösen sollen. Das geschieht natürlich auf freiwilliger Basis, aber nach anfänglichem gelegentlichen „Murren“ oder fragenden Blicken ist es doch erstaunlich, was dann letzten Endes entstanden ist. Im vergangenen Jahr war es das Thema „Schuhe“.

In diesem Jahr ließ ich die KursteilbnehmerInnen drei verdeckte Kärtchen ziehen, auf denen jeweils eine Farbe notiert war. Die Aufgabe bestand darin, aus dieser Auswahl ein kleines Bild zu gestalten und auszuprobieren, wie sich die gezogenen Farben in der Mischung verhalten und wie man selbst aus schwierigen Kombinationen etwas machen kann. Die Auswahl erfolgte völlig zufällig und brachte selbst mich teilweise ins Grübeln, ob man daraus etwas machen kann. Technik, Malgrund und Thema waren frei wählbar.

Hier einige  der Ergebnisse:

3-Farben-Experiment: Ergebnisse

3-Farben-Experiment: Ergebnisse

(1)  orange – umbra gebrannt – schwarz (Karin P.)

(2) schwarz – umbra gebrannt – magenta (Achim)

(3) preußischblau – violett – kadmiumrot (Karin S.)

(4) umbra gebrannt – maigrün – violett (Sibylle)

(5)  indischgelb – orange – kadmiumrot (Renate)

(6) schwarz – ultramarin – maigrün (Ilka)

(7) kadmiumrot – ultramarin – kadmiumgelb (Christa)

(8) schwarz – rot – phthalogrün (Cathrin)

(9) violett – ultramarin – weiß (Monika)

(10) violett – orange – siena gebrannt (Antje)

Die meisten TeilnehmerInnen zogen recht ungewöhnliche Zusammenstellungen.

Einige Kombinationen erschienen zunächst recht einfach zu bewältigen, hatten aber dann doch ihre Tücken: indischgelb – kadmiumrot – orange klingt einfach, jedoch ist es schwierig, einen Kontrast zu schaffen und Spannung ins Bild zu bringen. Selbst eine Frucht wird schwierig, da kein grün für ein kontrastierendes Blatt zur Verfügung stand (braun für einen Stiel wäre dann kein Problem mehr gewesen, da: rot + grün = braun). Renate hat das Problem auf originelle Weise gelöst.

Auf Anhieb problematisch wirkten schwarz – ultramarin – maigrün bzw. schwarz – rot – phthalogrün, aber es ist doch erstaunlich, welch spannende Mischtöne möglich waren.

Violett – orange – siena gebrannt fand ich zunächst als Auswahl gar nicht so dramatisch. Jedoch stellte sich heraus, dass es überhaupt nicht so einfach war, daraus ein stimmiges Ganzes zu machen. Antje hat das super gelöst und dabei einen passenden Hintergrund aus Naturleinen gewählt.

 

 

 

 

 

Seit fast 20 Jahren bin ich mit der alten Kaiserstadt Goslar verbunden und kenne so manche verborgenen Schätze, de dieser traditionsreiche Ort zu bieten hat.

Vor mehr als 1000 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt, hat die Stadt vor allem durch die großen Vorkommen an Silbererz schnell an Bedeutung gewonnen und weckte viele Begehrlichkeiten bei Kaisern, Königen und der Kirche. So entstanden hier die Kaiserpfalz, über 40 Kirchen und Kapellen und Klosteranlagen, von denen noch heute einige zu besichtigen sind.

Dementsprechend groß ist die Menge an Akten und Urkunden, die die Stadtentwicklung  seit ihren Anfängen dokumentieren. Zunächst waren die Urkundenrollen im Turm der Marktkirche aufbewahrt. Dieser galt als einer der wenigen Steinbauten in der Stadt als feuersicher und tatsächlich ist das Goslarer Stadtarchiv eines der wenigen Archive mit durchgängigen Beständen seit dem 10. Jahrhundert.

Der gewaltige Turm der Marktkirche, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Der gewaltige Turm der Marktkirche, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Nachdem die Zahl der Urkunden mit der wachsenden Bedeutung der Stadt immer mehr zugenommen hatte, zogen die Kisten mit den wertvollen Dokumenten um 1500 in den Huldigungssaal des Rathauses um, doch auch hier wurde der Platz schnell zu klein. Nach weiteren Standortwechseln und einer zeitweiligen Auslagerung in die Bergwerkstollen des Rammelsberges während des 2. Weltkrieges, bezog das Archiv, seit 1921 mit einem hauptamtlichen Archivar, die Räume in der Zehntstraße 24.

Hier ist es noch heute zu finden und bewahrt einen wahren Schatz an zeitgeschichtlichen Dokumenten. Ich habe das Archiv bereits mehrfach besucht und es begeistert mich immer wieder, 1000jährige Pergamente und andere alte Handschriften ganz aus der Nähe betrachten zu können. Der Leiter des Archivs, Herr Albers, präsentiert diese Akten unterhaltsam und anschaulich, egal, zu welchem Thema eine Archivführung angefragt wird.

Der Leiter des Stadtarchivs Goslar, Herr Albers, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Der Leiter des Stadtarchivs Goslar, Herr Albers, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Das Stadtarchiv beherbergt Unterlagen zu allen Belangen, die mit der Stadt zu tun haben und haben: Gründungsurkunden, Schenkungen, Pläne, Landkarten, Zeitungen, Fotos, Briefe uvm.

Hier ein kleiner Einblick in das, was den besonderen Wert dieses Archives ausmacht:

Diplom Friedrich Barbarossas, Jahr 1188, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Diplom Friedrich Barbarossas, Jahr 1188, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Mit dieser Urkunde des Kaisers Barbarossa beginnt die Dokumentation der Stadt. Das an der Schnur angebrachte Siegel des Kaisers ist verloren.

Die Pfalz Goslar war für den Reise-Kaiser ohne festen „Wohnsitz“ ein besonderer Platz. Hier hielt er sich oft und gerne auf, viele Reichstage und Heerschauen fanden hier statt.

Das große Silbererzvorkommen im Rammelsberg machte die Stadt reich und verschaffte ihr viele Privilegien, zog Händler, Bergleute und Handwerker an. Viele Kirchen zeugen noch heute von der reichen Geschichte von Klerus, Kaiser und Bürgertum.

Der Reichtum der Stadt zeigte sich auch in prächtigen Bauten für Bürger (z.B.“Brusttuch„), Handwerkergilden (Bäckergildehaus, Kaiserworth – früher Gildehaus der Tuchhändler) und ein Rathaus, das mit dem Huldigungssaal einen der schönsten spätgotischen Ratssäle besitzt.

Bemerkenswert ist auch das Goslarer Stadtrecht, das Vorbild für die Stadtrechte etlicher anderer mittelalterlicher Städte wurde. Es stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Man nimmt an, dass es sich am „Sachsenspiegel“ orientiert. Dieser ist ein Rechtshandbuch des Eike von Repgow, der sich nachweislich auch in der Nähe von Goslar aufgehalten hat.

Goslarer Stadtrecht, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Goslarer Stadtrecht, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Goslarer Stadtrecht, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Goslarer Stadtrecht, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Das Stadtrecht fasste die bisher in mündlicher Überlieferung praktizierten Rechtsprechungen in 5 Büchern zusammen. Auch die Rechte von Frauen und Menschen mit Handicap wurden bereits berücksichtigt. In manchen Bereichen ist es heute noch aktuell.

In diesem großen Archiv wurde es immer wichtiger den Überblick zu behalten. Dafür schuf man sog. Archivbücher, die die wichtigsten Urkunden und Dokumente in Abschriften enthielten und eine Menge Suchereien ersparte. Zudem schonte es die empfindlichen Akten:

Archivbuch, 2. Hälfte 16.Jh., Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Archivbuch, 2. Hälfte 16.Jh., Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Auch die Handwerkergilden führten Bücher, in denen sie ihre Mitglieder verzeichneten. Dieses Buch wurde 1281 bis 1541 geführt:

Buch der Kramergilde, 13./14.Jh., Foto mit Genehm. des Stadtarchivs

Buch der Kramergilde, 13./14.Jh., Foto mit Genehm. des Stadtarchivs

Buch der Kramergild aus dem Jahr 1281, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Buch der Kramergilde aus dem Jahr 1281 (Vorderseite), Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Buch der Kramergild aus dem Jahr 1281, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Buch der Kramergilde aus dem Jahr 1281 (Rückseite), Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

 

Ebenfalls beeindruckend ist eine Urkunde des Feldherren Wallenstein – dieses Dokument  wurde mit  einem Papiersiegel versehen: viel praktischer und leichter als die massiven Siegel aus Wachs oder Siegellack, obwohl diese, ebenso wie riesige Prunksiegel, noch lange Anwendung fanden:

Wallenstein-Urkunde, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Wallenstein-Urkunde, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Vor Steuern und Abgaben war man auch im Mittelalter nicht sicher. Schon früh erkannten die Oberen die Chance, für städtische Belange einen Obolus abzufordern. Zunächst gab jeder, was er konnte und die Namen wurden in Steuerverzeichnisse eingetragen. Aber es war doch zu verlockend, feste Sätze zu erheben und immer weiter anzuziehen. Hier ein frühes Beispiel:

Steuerliste von 1575, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Steuerliste von 1575, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

2014-GS-3+Steuerliste-1575

Steuerliste von 1575, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Bemerkenswert ist die Sammlung an Gerichtsakten, die einen Einblick in Einzelschicksale der Goslarer Menschen geben. So finden sich akribische Auflistungen der Henker über Aufwendungen für Hinrichtungen und Hexenverbrennungen ebenso wie Unterlagen eines Gerichtsverfahrens gegen eine Magd, die in einem nicht standesgemäßen (gelben) Kleid bei einer Hochzeit erschien. Da ihr als Angehörige eines geringen Standes nur grau, braun oder schwarz zustand, musste sie eine Strafe in Höhe mehrerer Monatsgehälter zahlen – bitter für eine junge Frau, die sicher kaum etwas verdiente. Der Akte wurde ein Streifen des Stoffs als Beweisstück beigefügt:

Gerichtsakte, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Gerichtsakte, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Und auch Bademütter hatten ihre Probleme mit Ämtern und Neidern. Hier ein Blatt aus der Akte der Bademutter Lüdt:

Akte der Bademutter Lüdt, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Akte der Bademutter Lüdt, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Familienkorrespondenz von 1532, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

Familienkorrespondenz von 1532, Foto mit Genehm.des Stadtarchivs

 

Korrespondenzen zwischen Müttern und Söhnen, die auch aus der heutigen Zeit stammen könnten, gab es auch schon im Mittelalter (rechtes Foto): Klagen über den Meister und über schlechtes Essen in der Ausbildung, die Bitte um Zusendung von Futterpaketen und die Mahnung der Mutter, sich anständig zu benehmen und doch öfter zu schreiben. In einem Goslarer Haus fanden sich unter den Dielen über 30 solcher Briefe.

Aktenschrank, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Aktenschrank, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Sage doch einer nochmal, Archive seien langweilig, oder ?????

Weiterführende Links:

http://www.goslar.de/

http://www.prostadtarchiv.de/news.php

http://www.goslar.de/stadt-und-buerger/stadt-stadtteile/stadtarchiv

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeit rast dahin und in den letzten Wochen ist schon wieder soviel an interessanten Dingen gelaufen, dass ich wirklich einen Riesen-Blogstau angehäuft habe. Das werde ich nach und nach abarbeiten und bitte dafür um etwas Geduld.

Heute berichte ich über die Malwoche in Goslar, die jetzt schon zum 10. Mal stattgefunden hat. Einige der Teilnehmerinnen sind tatsächlich schon so lange mit dabei und die Gruppe hat sich mit den Jahren gefunden. So entsteht auch eine ganz besondere, familiäre Atmosphäre, die alle offensichtlich sehr genießen.

Es ist schön mit zu erleben, wie sich die TeilnehmerInnen entwickeln und nach und nach ihren eigenen Stil finden. Weg von Mal-Zeitschriften und dem Kopieren anderer Vorlagen (auf die Copyright-Situation weise ich aus gutem Grund immer wieder hin) – hin zu dem Arbeiten nach eigenen Entwürfen, Fotos, Ideen. Einige Teilnehmerinnen sammeln übers Jahr eigene Fotomotive, die sie dann in dieser Arbeitswoche schrittweise und ganz entspannt zu richtig guten Bildern entwickeln.

Hier einige Beispiele, was in diesem Jahr entstanden ist. Auch wenn der Kurs unter dem Motto „Freie Acrylmalerei“ steht, können die verschiedensten Techniken angewendet werden. Wei weit das u.U. gehen kann, seht ihr gleich:

Christa A., Goslar, April  2014

Christa A., Goslar, April 2014

Karin S., Goslar April 2014

Karin S., Goslar April 2014

Antje S., Goslar April 2014

Antje S., Goslar April 2014

Christa A., Goslar April 2014

Christa A., Goslar April 2014

 

 

Heike S., Goslar April 2014

Heike S., Goslar April 2014

Sibylle G., Goslar April 2014

Sibylle G., Goslar April 2014

Steffi B., Goslar April 2014

Steffi B.

Antje S., Goslar April 2014

Antje S., Goslar April 2014

Monika K., Goslat April 2014

Monika K., Goslat April 2014

Cathrin B., Goslat April 2014

Cathrin B., Goslat April 2014

Karin P., Goslar April 2014

Karin P., Goslar April 2014

 

Stadtarchiv Gosar, April 2014

Stadtarchiv Gosar, April 2014

Sicherlich machbar, aber doch etwas langweilig wäre es, würden wir uns die ganze Woche nur mit unserer Kunst beschäftigen. So versuche ich jedes Jahr, ein kleines Highlight zu finden, das uns auch außerhalb des Ateliers begeistern kann: Bergwerk, Museum, Nordische Stabkirche und in diesem Jahr das Goslarer Stadtarchiv. es ist, im Gegensatz zu vielen anderen Archiven, der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich – und es ist unglaublich spannend, wenn der Leiter, Herr Albers, leidenschaftlich über alte Schriften spricht.

Hier einige Impressionen. Die 2 Stunden waren so spannend und informativ, dass ich dazu noch einen gesonderten Beitrag schreiben werde.

Herr Albers mit einer <urkunde aus dem 13. Jahrhundert, mit freundl.Genehmigung des Stadtarchivs

Herr Albers mit einer

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne – frohes Schaffen…!

 

 

 

 


Nun ist es schon wieder zwei Wochen her, dass ich mit meiner Malgruppe eine konstruktive und spannende Zeit in Goslar verbracht habe.

Arbeitsatmosphäre im Kursraum, Foto (c) Cordula Kelikowski

Arbeitsatmosphäre im Kursraum, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kursort war wieder das Bildungshaus Zeppelin –  wie immer bestens auf uns vorbereitet und mit idealen Bedingungen für uns – von der Unterkunft und Verpflegung bis hin zum großzügigen Atelierraum und schön gestalteten Innenhöfen für kleine Pausen oder einen Grillabend.

Fachsimpeln unter Gleichgesinnten, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Fachsimpeln unter Gleichgesinnten, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Bereits am ersten Kurstag entstanden die ersten kleineren Arbeiten – zum Warmmalen sozusagen.  Die Bandbreite war groß: Aquarelle, Acrylbilder, Zeichnungen. Hier besteht Freiheit in der Wahl der Technik, auch wenn das übergreifende Thema weiterhin die Acrylmalerei blieb und weiterhin bleiben wird. Oft ist es die Kombination aus verschiedenen Techniken, die neue Impulse gibt und überraschende Ergebnisse bringt.

"Rügen" von Martina, Foto (c) Cordula Kerlikowski

„Rügen“ von Martina, Foto (c) Cordula Kerlikowski

"Apfelblüten" von Achim, Foto (c) Cordula Kerlikowski

„Apfelblüten“ von Achim, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Karin beim Vorbereiten eines Malgrundes, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Karin beim Vorbereiten eines Malgrundes, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Zusätzlich zur  Unterstützung der TeilnehmerInnen bei ihren individuellen Plänen biete ich jedes Jahr ein spezielles Thema an, zu dem sich die interessierten HobbykünstlerInnen ausprobieren und ihre Fertigkeiten vervollkommnen können: Gläser und Flaschen, Collagen oder – in diesem Jahr: SCHUHE! Es war interessant, wie sich der/die Einzelne dem Thema näherte. Spannend zu sehen, was entstand:

"Pantoletten" von Achim, Foto (c) C.Kerlikowski

„Pantoletten“ von Achim, Foto (c) C.Kerlikowski

Kinderschuhe von 1967, Foto (c) C.Kerlikowski

Kinderschuhe von 1967, Foto (c) C.Kerlikowski

Interssantes Modell war ein Paar Kinderschuhe aus dem Jahr 1967, das Karin mitbrachte. Sie zeichnete sie und arbeitete danach ein kleines Acrylbild:

Karin: "KInderschuhe"

Karin: „Kinderschuhe“

Karin: "Kinderschuhe"

Karin: „Kinderschuhe“

Christa näherte sich dem Thema über eine andere Herangehensweise – sie legte ihr Bild flächig an und gab dem ganzen einen bewußt garfisch-geordneten Charakter, wobei jedes einzelne Bildelement wiederum intensiv ausgearbeitet wurde:

Christa: "Hüte und Schuhe"

Christa: „Hüte und Schuhe“

Auch Schuhe, die schon ein Leben gelebt haben, wurden bildlich dargestellt: Antje verarbeitete die ausgetretenen Sportschuhe ihres Sohnes zu einem interessanten Aquarell:

"Alte Schuhe" von Antje

„Alte Schuhe“ von Antje

Antje: "Nach dem Konzert"

Antje: „Nach dem Konzert“

Perspektivisch und malerisch großartig umgesetzt hat Antje hier Tanzschuhe, Weingläser und eine Andeutung von Raum – aus der sich der Betrachter seine eigene Geschichte spinnen kann.

Martina, Foto(c) Cordula Kerlikowski

Martina, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Arbeitsergebnisse, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Arbeitsergebnisse, Foto (c) C. Kerlikowski

Die Arbeiten von Sibylle

Die Arbeiten von Sibylle

…Einzelbeispiele, die für eine   ganze Menge weiterer Arbeiten stehen.

Ich freue mich jedes Jahr über die Fortschritte, denn viele der TeilnehmerInnen kommen schon seit Jahren immer wieder.

Neben der intensiven künstlerischen Arbeit bleibt natürlich immer noch genug Zeit, in den Mittagspausen, am Abend oder am freien Mittwoch Nachmittag die herrliche Altstadt zu erkunden, einen Einkaufsbummel, z.B. bei den Kunsthandwerkern des Großen Heiligen Kreuzes, zu machen oder einfach nur auf dem Marktplatz einen „Riesenwindbeutel“ zu schlemmen.

Nach Absprache mit den KursteilnehmerInnen besichtigen wir oft Sehenswürdigkeiten der Stadt oder der näheren Umgebung oder erfahren in Führungen oder Vorträgen Wissenswertes aus der Stadtgeschichte.

In diesem Jahr fuhren wir nach Hahnenklee – einen Kur- und Wintersportort, der u.a. durch seine nordische Stabkirche bekannt ist:

Goslar-Hahnenklee: Nordische Stabkirche

Goslar-Hahnenklee: Nordische Stabkirche

Im nächsten Jahr werden wir wieder das Stadtarchiv besuchen. Hier haben wir vor einigen Jahren in einem spannenden Vortrag viel über die Geschichte von Urkunden, Schriftstücken oder Gerichtsakten erfahren – u.a. sahen wir eine Originalurkunde mit der Signatur des Kaisers Barbarossa, 900 Jahre alt! Das wollen wir auffrischen!

Der nächste Kurs in Goslar findet als verlängerter Wochenendkurs im September statt:

12.-15.September 2013 – MALWOCHENENDE in Goslar
„Acrylmalerei und angrenzende Techniken“

Für 2014 stehen folgende Termine bereits fest (Themen folgen):

28.04.-04.05.2014  Malwoche

04.09.-07.09.2014 verlängertes Malwochenende

Vielleicht sehen wir uns?

Weitere Informationen und Anmeldungen über:

Mail: Cordula.Kerlikowski@gmx.de

oder:

Telefonisch: +49 163 6048 793

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