Vor 3 Tagen begann ich mit einem größeren Aquarell auf einem Format 40 x 40cm. Für eine botanische Studie schon etwas aufwändiger, aber auch einfacher zu malen, da für die Details mehr Platz zur Verfügung steht:

Die Probleme mit dem Licht habe ich im o.g. Blog schon beschrieben, hinzu kam jetzt ein weiteres: Das Innere des Kürbis verdirbt sehr schnell und auch das Einwickeln in Folie und die Aufbewahrung im Kühlschrank können diesen Prozeß nur kurz aufhalten. Deshalb macht es Sinn, einige Detailaufnahmen von den markanten Bereichen des Objekts zu machen und ggf. danach weiter zu arbeiten.

Zwischenschritt - Detail Kerne, (c) Cordula Kerlikowski

Zwischenschritt – Detail Kerne, (c) Cordula Kerlikowski

Hier habe ich die Kerne bereits weiter ausgearbeitet und einige orange Lasuren aufgebracht. Das erfolgt schrittweise. Geduldiges Warten bis die lasierten Flächen getrocknet sind, ist unbedingt notwendig – Zeit für einen Kaffee zwischendurch.

Weiter geht es dann Schritt für Schritt an die Ausarbeitung der nächsten Details:

Zwischenschritt - Detail des Stiels, (c) Cordula Kerlikowski

Zwischenschritt – Detail des Stiels, (c) Cordula Kerlikowski

Das Innenleben ist fertig, (c) Cordula Kerlikowski

Das Innenleben ist fertig –  (c) Cordula Kerlikowski

Und hier die frei liegenden Kerne:

einige Kerne..., (c) Cordula Kerlikowski

einige Kerne…, (c) Cordula Kerlikowski

Die fertige Arbeit sieht dann so aus:

"Jarrahdale-Kürbisse" - 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Jarrahdale-Kürbisse“ – 40 x 40cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

Den hinteren Kürbis habe ich absichtlich nicht so detailliert ausgeführt, um den Fokus nicht von der angeschnittenen Frucht zu nehmen. Die blau-grüne Farbigkeit der äußeren Schale ist am vorderen Kürbis gut zu sehen. Jedoch habe ich mehr Aufwand für den Stiel betrieben. Vorn ist er angeschnitten, am hinteren Kürbis unversehrt.

Spannend zu arbeiten ist die Unterseite – dort hat der Jarrahdale rund um den ehemaligen Blütenansatz eine markante, hellere kreisförmige Struktur, die von einem ockerfarbenen Ring umschlossen ist. Hier ist er nur angedeutet.

Für heute ist es aber genug der Kürbismalerei…

Werbeanzeigen

Am Donnerstag habe ich wieder einen halben meiner Kürbisse verarbeitet, die zweite Hälfte bot sich da geradezu an, eine größere, detailreiche Studie auszuarbeiten:

Jarrahdale-Kürbis, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Jarrahdale-Kürbis, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Der Kontrast zwischen dem Graugrün der äußeren Hülle und dem intensiven Orange des Fruchtfleisches ist faszinierend. Die dafür notwendigen Farbtöne sind schnell gefunden bzw. zu mischen und das Handwerkszeug muss dieses Mal etwas größer ausfallen, da ich auf einem Format 40 x 40 cm arbeiten will. Neben meinen bewährten „Rotmardern“ kommt also heute auch ein 20er Top-Point Mix zum Einsatz…

Die Tage werden kürzer und deshalb macht das Malen unter sich verändernden Lichtverhältnissen besondere Schwierigkeiten: Tageslicht eignet sich am besten – die Schatten sind weicher, die Kontraste nicht zu hart. Trotzdem macht es Sinn, zunächst die wichtigsten Farbflächen schnell anzulegen um nicht von veränderten Lichtverhältnissen während der Arbeitszeit in die Irre geführt zu werden:

"Kürbisse" - erste Farbflächen anlegen, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – erste Farbflächen anlegen, (c) Cordula Kerlikowski

Nach und nach sind dann weitere Details auszuarbeiten. Ich musste meinen Arbeitsplatz wechseln, da das Tageslicht an meinem Tisch nicht mehr ausreichte. Schon hier wird es schwierig, in den einmal festgelegten Tönen zu bleiben und die Schattierungen dort beizubehalten, wo sie am ersten Arbeitsplatz waren. Da ist Abstraktionsvermögen und Umdenken gefragt.

Hier zwei Details:

"Kürbisse" - Detail 1, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – Detail 1, (c) Cordula Kerlikowski

"Kürbisse" - Detail 2, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – Detail 2, (c) Cordula Kerlikowski

Damit sind auch einige weitere Entscheidungen über zu verwendende Farben getroffen und die Arbeit kann nun auch unterbrochen werden. Denn jetzt ist das Arbeiten nur noch unter Kunstlicht möglich – und das will ich an diesem Aquarell vermeiden.

Also kommst der angeschnittene Kürbis bis morgen in den Kühlschrank.

Fortsetzung folgt….

%d Bloggern gefällt das: