Am Donnerstag habe ich wieder einen halben meiner Kürbisse verarbeitet, die zweite Hälfte bot sich da geradezu an, eine größere, detailreiche Studie auszuarbeiten:

Jarrahdale-Kürbis, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Jarrahdale-Kürbis, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Der Kontrast zwischen dem Graugrün der äußeren Hülle und dem intensiven Orange des Fruchtfleisches ist faszinierend. Die dafür notwendigen Farbtöne sind schnell gefunden bzw. zu mischen und das Handwerkszeug muss dieses Mal etwas größer ausfallen, da ich auf einem Format 40 x 40 cm arbeiten will. Neben meinen bewährten „Rotmardern“ kommt also heute auch ein 20er Top-Point Mix zum Einsatz…

Die Tage werden kürzer und deshalb macht das Malen unter sich verändernden Lichtverhältnissen besondere Schwierigkeiten: Tageslicht eignet sich am besten – die Schatten sind weicher, die Kontraste nicht zu hart. Trotzdem macht es Sinn, zunächst die wichtigsten Farbflächen schnell anzulegen um nicht von veränderten Lichtverhältnissen während der Arbeitszeit in die Irre geführt zu werden:

"Kürbisse" - erste Farbflächen anlegen, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – erste Farbflächen anlegen, (c) Cordula Kerlikowski

Nach und nach sind dann weitere Details auszuarbeiten. Ich musste meinen Arbeitsplatz wechseln, da das Tageslicht an meinem Tisch nicht mehr ausreichte. Schon hier wird es schwierig, in den einmal festgelegten Tönen zu bleiben und die Schattierungen dort beizubehalten, wo sie am ersten Arbeitsplatz waren. Da ist Abstraktionsvermögen und Umdenken gefragt.

Hier zwei Details:

"Kürbisse" - Detail 1, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – Detail 1, (c) Cordula Kerlikowski

"Kürbisse" - Detail 2, (c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – Detail 2, (c) Cordula Kerlikowski

Damit sind auch einige weitere Entscheidungen über zu verwendende Farben getroffen und die Arbeit kann nun auch unterbrochen werden. Denn jetzt ist das Arbeiten nur noch unter Kunstlicht möglich – und das will ich an diesem Aquarell vermeiden.

Also kommst der angeschnittene Kürbis bis morgen in den Kühlschrank.

Fortsetzung folgt….

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Es ist Herbst und ich mag diese Jahreszeit mit ihrem besonderen Licht und dem Feuerwerk an Farben! Hier zieht die Natur noch einmal alle Register, bevor sie sich ins Grau zurückzieht, um im nächsten Frühjahr neu durchzustarten.

Zum September gehört für mich, einen Vorrat an verschiedenen Kürbissen zu kaufen, um ihn dann im Laufe des Winters zu Suppen, Gemüse, Chutneys, Muffins usw. zu verarbeiten und gemeinsam mit meinen Kindern oder Freunden zu verspeisen.

In diesem Jahr sieht mein „Kürbisberg“ so aus:

Mein Kürbisvorrat, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Mein Kürbisvorrat, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Dieses Foto hat auf Facebook die Frage aufgeworfen, ob ich dieses Gemüse auch noch malen/zeichnen würde… Ehrlich gesagt, hatte ich das gar nicht vor, jedenfalls nicht jetzt, denn diese Kürbisse können bis zu einem halben Jahr gelagert werden…

Aber dann hat mich doch der Ehrgeiz gepackt, zumal mir heute besonders auf die Finger geschaut wurde. Dazu jedoch ein anderes Mal mehr.

Jedenfalls hier zunächst ein Zwischenschritt:

"Kürbisse" - Zwischenschritt, 24 x 32cm, Aquarell auf Hahnemühle Anniversary Edition,(c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – Zwischenschritt, 24 x 32cm, Aquarell auf Hahnemühle Anniversary Edition,(c) Cordula Kerlikowski

Das Geheimnis der detaillierten Darstellung liegt im Auftrag von Lasuren – immer und immer wieder… Mühselig, aber lohnenswert:

"Kürbisse" - 24 x 32cm, Aquarell auf Hahnemühle Anniversary Edition,(c) Cordula Kerlikowski

„Kürbisse“ – 24 x 32cm, Aquarell auf Hahnemühle Anniversary Edition,(c) Cordula Kerlikowski

Das sind erst einmal zwei aus meiner Sammlung, aber wer weiß – vielleicht male ich noch ein paar weitere…

Heute fand der erste meiner beiden Kurse zum „Besonderen Stilleben“ statt. Über die Ergebnisse berichte ich nach dem nächsten Wochenende, wenn auch der zweite Kurs gelaufen ist.

Thema des Kurses war und ist es, das Stilleben einmal anders zu betrachten und umzusetzen. Die klassischen kennt jeder und hat wohl auch schon jeder einmal gezeichnet oder gemalt. Aber – warum nicht einmal die Tassen tanzen lassen?

"Dancing cups" - Mischtechnik auf Aquarellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

"Dancing Cups" - Mischtechnik auf Aquarellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Oder auch ungewöhnliche, willkürlich ausgewählte Gegenstände zu einem Bild zusammen zu fügen:

Stilleben-Auswahl an Motiven, Foto (c) by Cordula Kerlikowski

Stilleben-Auswahl an Motiven, Foto (c) by Cordula Kerlikowski

Hier sind es eine Muschel, ein vertrockneter Kürbis, Mohnkapseln, Steine und eine Zeichenfeder… Was könnte man daraus machen???

Bei diesem Vorschlag geht es nicht um eine vollkommene Komposition für ein perfektes Stilleben, sondern eher darum, sich frei zu arbeiten, die Fantasie zu wecken, locker zu lassen und den Spaß am Experimentieren zu wecken, ungewöhnliche Zusammenstellungen zu finden und damit die Grundlage für ein erstes Bild zu schaffen. Danach ist der Kopf meist frei, sich dem Thema gezielter zu widmen, kompliziertere Techniken zu verwenden und handwerklich genauer zu arbeiten…

Hier zwei erste Vorschläge – ausgearbeitet mit Schreibtinte: zunächst als Federzeichnung mit Rohrfeder und Tinte begonnen. Die Schreibtinte ist nicht wasserfest. Dadurch kann sie mit einem Pinsel wieder angelöst werden – die Effekte sind faszinierend:

"Schnecken-Mohn", Schreibtinte auf Aquarellpapier (425g/m²) (c) by Cordula Kerlikowski

"Schnecken-Mohn", Schreibtinte auf Aquarellpapier (425g/m²) (c) by Cordula Kerlikowski

"Kürbis-zeichnen", Schreibtinte auf Aquarellpapier (425g/m²), (c) by Cordula Kerlikowski

"Kürbis zeichnen", Schreibtinte auf Aquarellpapier (425g/m²), (c) by Cordula Kerlikowski

Die Formen sind bewußt einfach gewählt. Hier geht es vor allem um das Ausprobieren verschiedener Wirkungen und um Sicherheit im Zeichenstrich.  Mehr ist erst einmal nicht verlangt…

Wie gesagt, die Ergebnisse kommen noch…

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