Zum Neuen Jahr….

31. Dezember 2012

Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch und ein Glückliches Neues Jahr! Vielen Dank für eure Unterstützung, Inspiration und Freundschaft.

I wish you all a Happy New Year! Thank you for your support, inspiration and friendship.

Ik wens jullie allemaal een Gelukkig Nieuwjaar! Dank u voor uw steun, inspiratie en vriendschap.

Je vous souhaite à tous une Bonne Année! Nous vous remercions de votre support, de l’inspiration et de l’amitié ..

"Nachtmusikanten" (c) Cordula Kerlikowski

„Nachtmusikanten“ (c) Cordula Kerlikowski

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Wer mich kennt, weiß, dass ich so ziemlich alles an Musik höre, was möglich ist – von Klassik bis Thrash Metal… Und so kann es schon vorkommen, dass in meinem CD-Player und iPod alles mögliche durcheinander läuft…

Heute hatte ich, als ich eine Übung für meine Malschüler vorbereitete, ein kleines Blatt mit Aquarellfarben grundiert. Die entstandene Struktur erinnerte mich stark an den Körper eines Schwans: geschwungener Hals, Flügelform, die Blautöne sowieso… Während des Maltreffens unterhielten wir uns natürlich über die gestalterischen Möglichkeiten dieser Vorgabe und irgendwie schwirrte mir „Schwanensee“ von Peter Tschaikowsky dazu durch den Kopf.

Zu Hause angekommen, ging ich an die Ausarbeitung des Themas. Dass ich im Rahmen meiner Serie von Illustrationen mit Tusche arbeiten wollte, war schnell klar und ich bereitete meinen Arbeitsplatz entsprechend vor. Beinahe automatisch drückte ich die Play-Taste meines CD-Players – völlig vergessen, dass dort noch „Amplified“ von Apocalyptica lag. Das ist nun so ziemlich das Gegenteil von „Schwanensee“ – ausgenommen die Celli, die in beiden Werken zum Einsatz kommen…

Das hat mich dann doch etwas aus der Klassik herausgerissen, jedoch zu einem anderen interessanten „Schwanenwerk“ gebracht, das dem einen oder anderen bekannt sein dürfte, hören Sie selbst:

Karat – „Schwanenkönig“

(leider habe ich keine Aufnahme mit dem inzwischen verstorbenen Sänger Herbert Dreilich gefunden. Hier singt sein Sohn…)

Und genau dieser Schwanenkönig glitt dann wie von selbst aus meiner Zeichenfeder:

"Schwanenkönig" - 25 x 25cm, Mischtechnik auf Aquarellpapier, (c) Cordula Kerlikowski

„Schwanenkönig“ – 25 x 25 cm, Mischtechnik auf Aquarellpapier, (c) Cordula Kerlikowski

So kann Musik inspirieren – und der „Schwanenlieder“ gibt es mehrere, interessanterweise sind es Cello-Stücke.  Neben Tschaikovsky – Sterbender Schwan (Ballett Schwanensee) zum Beispiel Saint-Saens – Der Schwan (Karneval der Tiere)…

Wer kennt weitere???

Nach der großen Räumerei und dem Möbelbauen geht es nun weitestgehend mit dem „normalen“ Alltag weiter. Zum künstlerischen Arbeiten bin ich in der letzten Woche nicht gekommen, aber ich denke, ein Bild aus dem Fundus hat auch seinen Reiz:

"Nachtmusikanten" - 30 x 40cm, Mischtechnik auf Acrylkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

„Nachtmusikanten“ – 36 x 48 cm, Mischtechnik auf Acrylkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Die vorherrschenden Blautöne versetzen die Szenerie in die Nachtstunden – die beiden Wesen sind durch ihre Instrumente als Musiker zu erkennen: der linke, ganz verträumt, schleicht mehr als dass er geht, er will anscheinend niemanden stören, der rechte singt und tanzt in sich versunken, die Laute schwingt im Takt seines Gesangs.

Woher kommen – wohi  gehen die beiden? Offensichtlich hatten sie viel Spaß in einer lauen Sommernacht… Möglicherweise waren sie auf einer Orchesterprobe oder haben vor Freunden gespielt, vielleicht saßen sie auch nur auf einer Bank im Park und haben für sich selbst musiziert…

Oder sie waren mit den „Nachtschleichern“ unterwegs:

"Nachtschleicher" - 36 x 48 cm, Mischtechnik auf Acrylmalpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

„Nachtschleicher“ – 36 x 48 cm, Mischtechnik auf Acrylmalpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Auf alle Fälle ist SOMMER !

In diesem Sinne ein schönes Wochenende und ebensoviel Spaß, wie die beiden hier ihn hatten!

"Die Generalprobe des Puppenspielers" - 50 x 100cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

„Die Generalprobe des Puppenspielers“ – 50 x 100cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

Gerne schöpfe ich aus dem Chaos, wenn ich auf größeren Formaten arbeite. Meist beginne ich mit dem wahllosen Auftrag von  Acrylfarben, wobei ich mich stehts auf wenig Farben beschränke. Erst danach suche ich nach Figuren und Strukturen im Bild, die ich nach und nach zu einer Gesamtaussage ausbaue. Zu Beginn steht oft noch nicht fest, wie das Ergebnis aussehen wird. Hier lasse ich mich gerne treiben und von meiner Fantasie lenken.

So entwickelte ich hier zuerst die zentrale Figur des Puppenspielers, der eine Handpuppe und eine Art von Dirigentenstab in den Händen hält. Um ihn herum gruppieren sich kleine Fabelwesen, ein Musiker, eine weibliche Figur mit hohem Hut und ausgefallenem Kostüm. Alle flattern aufgeregt durcheinander und sind sich offenbar über ihre Aufgaben im zu probenden Stück noch nicht völlig im klaren…

Aber wie das mit Generalproben so ist – die Uraufführung wird schon klappen…

Musik inspiriert…

6. Dezember 2011

Es ist bekannt, dass etliche Musiker malen (David Bowie, Chris Rea,….) oder Maler ein Instrument spielen (Alfred Müller-Stahl…) bzw. Künstler synästhetisch denken und arbeiten (W. Kandinsky..).

Die Übergänge sind fließend, da die Denk- und Gefühlsstrukturen sich ähneln, wenn man malt, musiziert oder komponiert. Inspirationen gibt es viele. So komponierte Modest Mussorgsky den Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ 1874  nach den Arbeiten des  befreundeten Künstlers Viktor Hartmann. Dessen Werke sind zumeist verschollen, und Mussorgsky hat auch „weitergesponnen“, wo es keine Bilder gab – so inspiriert ein Anstoß von außen zu eigenen Wegen des künstlerischen Ausdrucks.

Ich mag die Musik des ausgehenden 19. /beginnenden 20.Jahrhunderts mit ihrer Klarheit und Kraft, insbesondere die Werke von Grieg (Peer Gynt), Sibelius (Karelia Suite), Schostakowitsch (Jazz Suite), Mussorgsky (Das alte Schloss), Ravel (Bolero)… und so kann es schon vorkommen, dass beim Erarbeiten eines Bildes plötzlich Erinnerungen an Musikstücke auftauchen, sich festsetzen und die Arbeit bestimmen.

So geschehen bei „Der Wanderer“ und „Anitras Tanz“ – inspiriert von den Peer Gynt Suiten:

Die Peer Gynt-Suiten sind relativ bekannt: „Morgendämmerung“, „In der Halle des Bergkönigs“ und eben „Anitras Tanz“ hat wohl jeder schon gehört, wenn auch die Titel der Stücke vielleicht nicht bewußt wahrgenommen wurden. Sie klingen  nach nordischer Weite, Frieden, Ruhe und freiem Blick….

"Der Wanderer" - von Cordula Kerlikowski, 16 x 29 cm, Acryl und Tusche auf Acrylkarton

Peer Gynt ist ein junger Mann, der sich mit Mogeleien, Lügen und lockerer Lebensweise durchschlägt. Er geht respektlos mit seinen Mitmenschen um, demütigt sie, Frauen, an die er sich bindet, verläßt er nach kurzer Zeit. Er ist ruhelos, sucht nach der Mitte seines Lebens, findet aber nicht das ihm entsprechende. Er sucht in seinem Dorf (Solveig), bei den Trollen (Bergkönig und seine Tochter), wandert aus und reist durch viele Länder (Amerika, Orient…)

"Anitras Tanz" - von Cordula Kerlikowski, 19 x 26 cm, Acryl und Tusche auf Acrylmalkarton

Anitra begegnet er auf einer seiner Reisen. Sie durchschaut ihn und treibt ihr Spiel mit ihm, so wie er sonst mit anderen spielt. Letzten Endes macht sie sich mitsamt seiner Habe davon – ein Betrüger wird betrogen. Das Stück „Anitras Tanz“ besticht durch seine Leichtigkeit, Lebendigkeit, die es dem Hörer vermittelt – ein junges Mädchen tanzt unbekümmert, mit jugendlichem Charme, um einen Mann zu umgarnen, mit ihm zu spielen, ihn zu verführen. Die Folgen ihres Tuns, die nächsten Stunden oder Tage, die Zukunft spielen keine Rolle, sie lebt den Augenblick und kostet ihn aus.

Peer Gynt kehrt in seine Heimat zurück und findet spät doch noch sein Glück – Solveig, die ihn seit ihren Kindertagen liebt, hat auf ihn gewartet und hält zu ihm….

Soweit aus dem Inhalt von „Peer Gynt“. Vielleicht kommt jetzt die Neugier, sich die Suiten einmal anzuhören, der Geschichte dieses jungen Mannes nachzuspüren und für sich selbst zu werten. Und beim Hören von „Morgenstimmung“,  „Anitras Tanz“ oder „In der Halle des Bergkönigs“ eigene Bilder zu finden…

Viel Spaß dabei!

http://www.youtube.com/results?search_query=grieg+peer+gynt&oq=grieg&aq=3&aqi=g10&aql=&gs_sm=e&gs_upl=1047l2047l0l6109l5l4l0l0l0l0l172l500l1.3l4l0

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