Wie ich gestern berichtet habe, ging mir das Zeichnen meiner Süßkirschen recht schnell von der Hand und das Ergebnis sah so aus:

"Süße Kirschen" - Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

„Süße Kirschen“ – Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Da das Licht zum Abend schlechter wurde, habe ich die letztendliche Entscheidung über den Fortgang der Zeichnung auf den nächsten Tag, also heute, verschoben.

Bei Tageslicht war mir die Zeichnung dann doch noch zu fade, Schatten fehlten auf der Fläche und einige kleinere Fehler (überzeichnete Konturen, Schattierungen der Früchte, Farbtöne…) störten mich doch mächtig. Deshalb habe ich zunächst die Korrekturen vorgenommen und mich entschieden, den Hintergrund mit Weiß (wie die Porzellanschale) zu höhen und danach die Schatten aufzusetzen:

"Süße Kirschen" - Farbstiftzeichnung auf Bugra-Pastell, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Süße Kirschen“ – Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

So gefiel es mir recht gut und ich hätte die Zeichnung so belassen können, aber nach einer Pause wollte ich doch einen Hintergrund, der mehr in die Tiefe geht. Rechts neben der Zeichnung sind kleine Farbmuster zu sehen. Dort teste ich, ob die gewählte Farbe zur Zeichnung passt. Zugleich ist es eine gute Erinnerung, wenn ich die Arbeit für längere Zeit unterbrechen muss.

Hier nun die endgültige Fassung:

"Süße Kirschen" - Farbstiftzeichnung auf Bugra-Pastell, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Süße Kirschen“ – Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Jetzt bin ich zufrieden: die Schatten stimmen, die Kirschen treten plastisch hervor und auch der weiße Hintergrund gefällt mir nun besser.

Farbstiftzeichnungen, insbesondere auf Pastellpapier sind sehr empfindlich. Zum einen ist das Papier anfällig für Griffspuren, dafür aber ein wunderbarer Untergrund für solche Arbeiten. Zum anderen besteht immer die Gefahr, dass die Farbflächen selbst bei leichter Reibung verwischen können. Da ich auch Aquarellstifte benutze, mag ich nicht fixieren. Wenn da etwas schiefgeht, z.B. dicke Tropfen auf das Bild treffen, ist die ganze Arbeit hinüber.

Deshalb bekommen solche Arbeiten immer gleich ein Passepartout und eine Kunststoffhülle, so dass die Zeichnung nicht mit anderen Flächen in Berührung kommt. Das klingt alles sehr aufwändig, aber ich finde, das Ergebnis ist die Mühe wert…

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Ich zeichne sehr gern und gerade nach großformatigen Arbeiten ziehe ich mich gern auf ein kleineres Format zurück und suche mir bewußt ein Motiv, das einen Gegenpol zum vorangegangenen Werk darstellt.

So war es auch mit dem „Koala“ …

"Koala", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, 30x40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

"Koala", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, 30x40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Ich mag diese putzigen Kerlchen, habe sie aber leider nie in „freier Wildbahn“ erlebt. Also half mir eine Freundin mit einem Foto aus, das sie in Australien aufgenommen hatte.

Eine besondere Herausforderung waren das Fell des Tieres und die vielen Grautöne. Der Koala hat kurzes, dichtes Fell, aber auch lange Haare – das alles wollte ich möglichst genau darstellen.

Ich verwendete dazu sehr weiche Aquarellstifte auf grau getöntem Pastellpapier. Strich für Strich entstand das Bild, wobei ich von außen begann und das Gesicht/die Augen als letztes ausarbeitete. Die einzelnen Linien sind teilweise sehr dünn – manchmal habe ich den Stift nach 4 Linien neu spitzen müssen.

Insgesamt habe ich für diese Zeichnung 24 Zeitstunden gebraucht. Normalerweise interessiert mich die Arbeitszeit nicht, die ich benötige, aber hier habe ich doch einmal auf die Uhr geschaut…

Von dieser Arbeit habe ich noch einige handsignierte  Exemplare als hochwertigen Kunstdruck. Preise auf Anfrage.

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