Wie ich schon mehrfach beschrieben habe, kommt man bei der Beschäftigung mit künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten am regelmäßigen Üben nicht vorbei. Das bedeutet nicht, täglich galeriewürdige Bilder zu schaffen, sondern im Rahmen der eigenen zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten kleinere oder größere Studien mit Alltagsgegenständen, Urlaubsmitbringseln oder Fundstücken zu entwickeln.

Hier zwei Beispiele:

"Studie Laubblätter 1" Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

„Studie Laubblätter 1“ Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Laubblätter findet man vom Frühjahr bis zum Spätherbst – sie sind frisch oder getrocknet dankbare Studienobjekte.  Legen Sie sich Studienbögen für verschiedene Jahreszeiten, für verschiedene Baumarten oder Blattformen an. Auf jedem Bogen können Sie viele verschiedene Studien unterbringen und erhalten einen großartigen Fundus an Formen, Farben und Strukturen von Laub.

Auch Obst und Gemüse lassen sich gut abbilden:

"Studie Quitte-Physalis", Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

„Studie Quitte-Physalis“, Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Es ist ebenfalls möglich, die Aquarelle durch Detailzeichnungen oder Notizen zu ergänzen.

Selbst Steine oder Muscheln eignen sich bestens:

"Steine" - Aquarell auf Aquarellkarton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Steine“ – Aquarell auf Aquarellkarton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Wohlgemerkt: hier geht es nicht darum vollendete Werke zu schaffen, sondern zu üben, zu lernen und zu wachsen. Alles zusammen schafft Sicherheit im Umgang mit Farben, Formen und Materialien und verhilft dazu, eigene Werke zu schaffen, denen ein gutes Handwerk zu Grunde liegt.

Nur Mut…!

Werbeanzeigen

Nach der vertrockneten Tulpe und der Efeuranke waren heute zwei Physalis-Früchte an der Reihe, ihren Weg aufs Papier zu finden. Wieder wollte ich mit dem Alt-Bordeaux arbeiten, aber das Alt-Goldgrün verbot sich dann doch für dieses Motiv. So ersetzte ich es heute durch Gebrannte Siena, die in der Verdünnung einen schönen Orangeton ergibt:

"Physalis" - Zeichnung auf Aquarellpapier 425g/m², (c) by Cordula Kerlikowski

"Physalis" - 20 x 20 cm, Zeichnung auf Aquarellpapier 425g/m², (c) by Cordula Kerlikowski

Ansonsten bemühte ich  mich darum, der Serie zu folgen und sowohl den Hintergrund als auch das Motiv in gleicher Handschrift zu arbeiten wie die o.g. vorangegangenen Arbeiten. Ich denke, das ist gelungen. Verbindende Elemente bleiben das Bordeaux und die Struktur der Farbflächen im Hintergrund.

Hier eine Nahaufnahme von Original und Abbild:

"Physalis" - Zeichnung auf Aquarellpapier 425g/m², (c) by Cordula Kerlikowski

"Physalis" - Zeichnung auf Aquarellpapier 425g/m², (c) by Cordula Kerlikowski

Was wird mir morgen unter die Zeichenfeder kommen…?

%d Bloggern gefällt das: