Nicht immer ist es notwendig oder erlaubt es die Zeit, große Aquarelle zu malen. Besonders im Urlaub sollen Malutensilien das Gepäck nicht zusätzlich belasten. Aber auch zu Hause sind oft nur 1-2 h Auszeit zum Malen möglich. Oder: man braucht mal auf die Schnelle ein kleines Geschenk für Freunde oder Verwandte…

In allen drei Fällen bieten sich Postkarten-Formate an, die entweder als Block oder als Set in einer Metallbox zu kaufen gibt.

Hier ein Ergebnis:

"Weiße Cosmea" - Aquarell-Porstkarte, (c) by Cordula Kerlikowski

„Weiße Cosmea“ – Aquarell-Porstkarte, (c) by Cordula Kerlikowski

Das Papier verarbeitet sich gut und wellt sich kaum bzw. zieht sich nach dem Trocknen in seine ursprüngliche Form zurück.

Bei dieser Arbeit benutze ich nur wenige Farbtöne:  preußischblau, gelb, sepia und grün. Eine Herausforderung ist das „Negativ-Malen“ – das heißt ich male nicht die Blüte selbst, sondern gestalte sie durch Malen der Umgebung, des Hintergrundes und lasse das Weiß stehen. Nur einige Akzente, die die zarten Fältchen der Blütenblätter hervorheben, setze ich auf die weißen Flächen… Je stärker der Kontrast zwischen der Blüte und dem Hintergrund ist, desto mehr hebt sich die Blüte hervor.

Versuchen Sie es doch einmal mit einer violetten oder rosa Cosmea… spannend, wie der Hintergrund sein müsste….

Am letzten Wochenende war ich in Brüssel. Viel fragten mich vorher, warum denn ausgerechnet Brüssel, was es denn dort zu sehen gäbe außer dem berühmten Manneken mit der schwachen Blase, Pralinen und der EU (und genau in dieser Reihenfolge)…

Nun ja, eine ganze Menge: um die 500 Art-Nouveau Häuser, eine traumhafte Grand Place mit einem riesigen Rathaus, Gildehäusern, kleine Gassen, schöne Parks, Kultur und Kunst, entspannte Menschen, ein Sprachengewirr aus Flämisch/Niederländisch, Französich und Englisch, das in der Konversation irgendwie fantastisch funktioniert…. Im Museum der schönen Künste findet sich eine große Auswahl an Werken, u.a. von Rubens, Brueghel, Cranach, Bosch… Das Comic-Museum ist ebenfalls sehenswert, nicht nur wegen des wunderschönen Jugendstil-Baus.

Auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten: erstklassige Küche, auch in kleines Restaurants, eine große Vielfalt an Lokalen, Kneipen, Cafes… und natürlich die berühmten belgischen Pommes, Muscheln mit hausgemachter Mayo, und unendlich viele Biersorten…

Ich muss meine Eindrücke erst sortieren, aber hier einige erste Impressionen:

Skizzenbuch und Zettelsammlung - Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch und Zettelsammlung – Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Brüssel - Grand Place, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Brüssel – Grand Place, Foto m(c) von Cordula Kerlikowski

Brüssel - Grand Place, Zunfthäuser, Foto m(c) von Cordula Kerlikowski

Brüssel – Grand Place, Zunfthäuser, Foto m(c) von Cordula Kerlikowski

Grand-Place, Detail in der Nähe des Rathauses, Foto m(c) von Cordula Kerlikowski

Grand-Place, Detail in der Nähe des Rathauses, Foto m(c) von Cordula Kerlikowski

Grand-Place, Detail am "Weißen Schwan", Foto m(c) von Cordula Kerlikowski

Grand-Place, Detail am „Weißen Schwan“, Foto m(c) von Cordula Kerlikowski

Am "Kunstberg" - Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Am „Kunstberg“ – Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Auf dem Kunstberg und der näheren Umgeung finden sich interessante Museen mit umfangreichen Sammlungen: Magritte-Museum, Museum der schönen Künste, Musikinstrumente-Museum…

Musikinstrumentemuseum am Kunstberg, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Musikinstrumentemuseum am Kunstberg, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Kunstinstallation am Zentralbahnhof, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Kunstinstallation am Zentralbahnhof, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Und zu guter Letzt der, auf den wohl alle Leser schon gewartet haben:

"Manneken Pis" in der Altstadt, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

„Manneken Pis“ in der Altstadt, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Alles in allem eine überwältigende Stadt, die für jeden etwas bietet. Sehr oft habe ich schlichtweg vergessen zu fotografieren und eher das Flair auf mich wirken lassen… Ein Grund, um wieder zu kommen. Es gibt noch so viel zu sehen!

Wer künstlerisch tätig ist, ob nun professionell oder als Freizeitspaß, kennt das Problem: im Urlaub endlich Zeit haben zum Malen und Zeichnen, aber wenig Platz im Koffer oder im Auto, um das notwendige Material mitzunehmen!

Mir ist auch nicht immer vor Reiseantritt klar, welche Techniken ich auf Reisen letztendlich anwende. Deshalb macht es Sinn, sich in der Auswahl zu beschränken und sich ein individuelles Reisetagebuch oder Skizzenbuch zusammen zu stellen:

Reiseausrüstung, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Reiseausrüstung, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ein Aquarellkasten, eine aufrollbare Tasche für Stifte, Lineal, Radiergummi, Pinsel etc., und das Buch Marke „Eigenbau“ – das genügt meistens.

Für das Buch stelle ich eine Auswahl an bevorzugten Papieren zusammen und schneide sie grob auf eine einheitliche Größe, in diesem Falle auf ca. A4: Aquarellpapiere verschiedener Grammatur und Stärke, Zeichenkarton, Pastellpapier mit Schutzblatt und zwei dicke Pappen als Einband. Auf der Rückseite der Papiere notiere ich die wichtigsten Angaben zur Qualität.

Dann geht es zum Copy-Shop. Hier kann man sich kostengünstig und schnell eine Ringbindung (ich empfehle eine Metallbindung) machen und die Blätter ggf. noch nachschneiden lassen.

Hier einige Seiten aus meinem Toskana-Reisebuch:

Skizzenbuch - "Maronen", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Maronen", Farbstiftzeichnung auf Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Oliven am Zweig", Bleistiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Oliven am Zweig", Bleistiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Landschaftsskizze", Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Skizzenbuch - "Landschaftsskizze", Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Bald geht es für eine Woche nach Fuerteventura – und mein Buch kommt mit….

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