Ende Januar/Anfang Februar findet in Frankfurt immer die Paperworld statt, eine Fachmesse für alles rund um die Welt der Kreativen. Seit neuestem heißt die Messe im Oberbegriff „Creativeworld“ und die Paperworld ist neben der Christmasworld und der Creativeworld eine der drei zeitgleich stattfindenden Veranstaltungen.

Schon die drei Teilbereiche machen klar, wie viel es dort zu sehen gibt. Es ist schier unmöglich, alles anzuschauen, zumindest wenn man nicht die kompletten fünf Tage einplant.

Ich habe mich kurzfristig entschieden, am Sonntag, den 26.1. auf die Messe zu fahren. Trotz des Aufwandes lohnt es sich doch immer wieder, Kooperationspartner und Kollegen zu treffen, Neuentwicklungen anzuschauen und weitere Kontakte zu knüpfen.

Also am frühen Sonntagmorgen bei eisiger Kälte (-13 °C) auf zum Berliner Hauptbahnhof – aber bei der Kälte dann doch nicht mit der S-Bahn, sondern mit dem eigenen Auto.

Berlin, Hauptbahnhof, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Berlin, Hauptbahnhof, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ich finde es immer wieder verrückt, dass die Züge hier in Stockwerken fahren, und der Rote hoch oben startet aus der 3. Ebene. So richtig bin ich noch nicht dahinter gekommen, wie das funktioniert, denn bei der Ein- oder Ausfahrt ist nicht festzustellen, wie die Züge „nach oben“ fahren. Wunder der Technik….

Die Zugfahrt nutzte ich zur Vorbereitung: Messestände der Kooperationspartner auf dem Übersichtsplan markieren, andere Aussteller heraussuchen usw., denn ich war mal wieder „auf dem letzten Drücker“ auf die Idee gekommen, doch noch nach Frankfurt zu fahren.

In der Mainmetropole erwartete  mich dann der Frühling (+ 5°C) – was für ein Unterschied. Es tat mir beinahe Leid, bei dem herrlichen Sonnenschein durch die Messehallen zu laufen, aber was solls! Ich war ja schließlich nicht zum Bummeln hier.

Hier ein kleiner zusammengefasster Blick in die Halle 4.1., mein Hauptziel des Tages:

Paperworld 2014, Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Paperworld 2014, Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Da die Messe vorerst nur für Fachbesucher offen war, ließ es sich auch am Sonntag recht entspannt an, die Aussteller und ihre Produkte anzuschauen.

Zunächst war ich bei Hahnemühle zum Gespräch mit den Verantwortlichen von Verkauf und Marketing und habe mir die neuesten Entwicklungen zeigen lassen: es gibt ein tolles neues Acrylpapier, ein hochwertiges Skizzenbuch mit farbiger Ringbindung und farblich passendem Innenkern des Einbandes sowie alterungsbeständige, säurefreie Archiv- und Portfolio-Kartons in Museumsqualität. Interessant auch der Hahnemühle Easy Frame – ein Keilrahmen zum Selberbauen. Dazu werde ich in einem anderen Beitrag mehr berichten.

Schön war es auch, dort meinen Kollegen Matthias Hennig zu treffen und gemeinsam mit den Verantwortlichen vom Marketing/PR zu Fachsimpeln und Erfahrungen auszutauschen:

Paperworld 2014, Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Paperworld 2014, Foto: (c) Cordula Kerlikowski

Matthias Hennig und Frau Bettina Scheerbarth von Hahnemühle im Gepräch

M. Hennig und B. Scheerbarth (Hahnemühle)

Gefreut habe ich mich, mein für Hahnemühle getestetes D&S Skizzenbuch Mini mit einer meiner Zeichnungen in der Messezeitung von Hahnemühle FineArt zu finden. Dort sind auch die Neuheiten des Traditionsbetriebes ausführlich beschrieben.

Neues gibt es auch bei da Vinci: hier geht man mit dem „Virto Serie 77„, einem Tabletpinsel, neue Wege und verbindet traditionelle Pinselherstellung mit den Möglichkeiten der digitalen Bildgestaltung. Der „Virto“ wird ca. ab Mai im Handel sein. Neu sind auch ein kleiner Vario-Tip, der sich schon in anderen Größen gut bewährt hat, sowie ein sehr hochwertiger Synthetik – Aquarellpinsel „Casanea“ Serie 498. Den habe ich vor Ort getestet – und für einen reinen Synthetikhaar-Pinsel nimmt dieser erstaunlich viel Wasser auf. Ein Fot0 vom Messestand kann ich leider nicht liefern – er waren einfach zu viele Leute dort!

Schmincke bietet die Akademie-Acrylfarben nun auch in größeren Kunststofftuben an und darüber hinaus gibt es ein neues Medium „W“ , das, mit Pigment vermischt, eine wasservermalbare Ölfarbe ergibt. Das werde ich testen!

Paperworld 2014  Messestand Schmincke GmbH

Paperworld 2014 Messestand Schmincke GmbH

Bei SENNELIER fand ich eine Maskierflasche, deren Spitze in einer ganz feinen Metallröhre endet, womit auch feinste Maskierungen möglich sein sollen. Auch das werde ich ausprobieren, denn bisher benutze ich verdünnten Rubbelkrepp mit einer Zeichenfeder, um dünne Linien oder Punkte zu maskieren. Ich werde darüber berichten.

Gelegentlich arbeite ich auch für Cretacolor (Brevillier) und habe meinen Besuch genutzt, hier vorbeizuschauen und neue Projekte abzustimmen.

2014 Paperworld Messestand Cretacolor, Foto (c) Cordula Kerlikowski

2014 Paperworld Messestand Cretacolor, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Danach besuchte ich die Halle 5, einfach nur zum Stöbern und um mich über weitere Kooperationsmöglichkeiten zu informieren. Spannend was es wieder, mein Niederländisch für Gespräche mit belgischen und niederländischen Ausstellern zu verwenden. Es funktioniert!

Bei einer kurzen Kaffeepause habe ich dann mal meine Ausbeute sortiert, Gesprächsnotizen gemacht und den übergebenen Visitenkarten zugeordnet. Ich habe über die Jahre gelernt, das die vielen Eindrücke sonst einfach voneinander überlagert werden und wichtige Impulse einfach verloren gehen.

2014 Paperworld, die "Ausbeute", Foto (c) Cordula Kerlikowski

2014 Paperworld, die „Ausbeute“, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Füße platt und den Kopf voller Eindrücke machte ich mich auf den Weg zum Ausgang, nicht ohne am Stand vom „Plagiarius“ vorbeizuschauen. Dieser „Preis“ wird jedes Jahr für Plagiate vergeben, die auf der Messe entdeckt worden sind. Es ist wirklich unglaublich, wie dreist geklaut und abgekupfert wird. Deshalb ist an den meisten Ständen das Fotografieren der Produkte verboten. Ich habe mir bei allen Ausstellern und beim „Plagiarius“ das OK für Fotos geholt.

Der Zwerg hat eine goldene Nase. Das ist hier auf dem Foto nicht so gut zu sehen:

2014 Paperworld - Der "Plagiarius", Foto (c) Cordula Kerlikowski

Der „Plagiarius“, Foto (c) C.Kerlikowski

2014 Paperworld, Original und Fälschung, Foto (c) Cordula Kerlikowski

2014 Paperworld, Original und Fälschung, Foto (c) Cordula Kerlikowski

…..und nun zurück nach Berlin in die Eiseskälte von -12 °C. Der Tag war anstrengend, doch wie schon oben erwähnt, recht erfolgreich. Planung ist eben alles!

Jetzt aber genug der Reiseberichte. Demnächst gibt es wieder Posts über meine Malerei….

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Ich stehe seit Jahren in regem Kontakt mit verschiedenen Herstellern von Künstlermaterialien: Schulungen oder Produktpräsentationen durchführen, Materialien und Hilfsmittel testen, manchmal kann ich auch bei der Entwicklung von neuen Farben oder Produkten einen Beitrag leisten. Das ist spannend und etwas ganz besonderes bleibt es, diese Firmen einmal selbst zu besuchen.

So konnte ich schon einen Blick in die „heiligen Hallen“ von#Schmincke,#Hahnemühle und #daVinci werfen. Über meinen Besuch bei der Hahnemühle FineArt GmbH berichtete ich bereits. Wer es noch einmal nachlesen will, klicke einfach auf das Bild:

Besuch aus Sankt Petersburg in Dassel, (c) Foto: Hahnemühle

Besuch aus Sankt Petersburg in Dassel, (c) Foto: Hahnemühle

Umso mehr hat es mich gefreut, dass nun einige meiner Arbeiten als Beispielbilder für den #Hahnemühle-Kalenderwettbewerb 2015 zum Thema „Kontraste“ ausgewählt wurden.

Hier eine erste Vorankündigung:

Vorankündigung Kalenderwettbewerb 2015 (c) Hahnemühle FineArt GmbH

Vorankündigung Kalenderwettbewerb 2015 (c) Hahnemühle FineArt GmbH

Alle Techniken sind erlaubt. Einzige Bedingung: das Werk muss auf Hahnemühle-Papieren gearbeitet sein.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten und berichten, sobald es etwas neues gibt. Vielleicht wollt ihr ja auch selbst mitmachen und mit etwa Glück im nächsten Kalender ein Blatt füllen…?

Zunächst fahre ich aber am Sonntag zur CreativeWorld nach Frankfurt. Immer einen Besuch Wert – zum Austausch, Kollegentreff, für Bewerbungen, zum Stöbern in den Messeneuheiten… Ich werde berichten!

Es ist für den/die malinteressierten Laien oft nicht einfach so leicht, passende Literatur zum Lernen mit Schritt-für-Schritt-Ableitungen zu finden. Mal stimmen die Motive nicht, dann ist die Erklärung wenig verständlich oder die Malweise sagt nicht zu. Es ist ärgerlich ein ganzes Buch kaufen zu müssen, wenn eigentlich nur zwei Bilder gefallen.

Nachdem ich mein Buch „Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“ und einige Artikel für eine Kreativzeitschrift fertiggestellt hatte, waren meine Kenntnisse in der einfachen, aber verständlichen Darstellung von Schritt-für-Schritt-Anleitungen erheblich gewachsen, meine tägliche Arbeit mit Malschülerinnen trug ebenfalls zu einem reichen Erfahrungsschatz bei.

So kam mir der Gedanke, einzelne Schritt-für-Schritt-Anleitungen in verschiedenen Techniken anzubieten, damit jeder gezielt sein Lieblingsmotiv, seine Lieblingsfarben oder -technik auswählen kann.

Hier  drei Schritte einer Anleitung für ein Blumen-Aquarell:

Margarite_1-Schritt-für-Schrittanleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margerite 1-Schritt-für-Schritt-Anleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margarite_2-Schritt-für-Schrittanleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margerite 2-Schritt-für-Schritt-Anleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margarite_3-Schritt-für-Schrittanleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margerite 3-Schritt-für-Schritt-Anleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Zu jedem Artikel wird es eine Zeichenvorlage geben, eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Arbeitsgänge in 4-6 Schritten, je nach Schwierigkeit des Themas, sowie ein Bild von der fertigen Arbeit. Dazu gehören auch Tipps und Tricks, die bei eigenen Arbeiten weiter helfen. So bleibt alles nachvollziehbar und ein optimales Ergebnis ist möglich.

Jede Woche soll es eine weitere Anleitung geben, die hier kurz vorgestellt wird. Das nächste Motiv ist eine Farbstiftzeichnung (2 Gerbera-Blüten). Sollte Interesse daran bestehen, bemühe ich mich, diese Anleitungen auch in englischer Sprache anzubieten.

Gerne sende ich die Anleitung gegen eine Schutzgebühr und Porto an interessierte Malfreunde.

Weitere Informationen gebe ich gerne per E-Mail oder telefonisch:

Cordula.Kerlikowski@gmx.de

Tel: +49 163 6048 793

In der Regel beschäftige ich mit abstrakter Malerei und nutze dazu viele verschiedene Ausdrucksformen und Techniken. Ich lasse mich gerne treiben ohne das genaue Ziel bereits vor Augen zu haben. Das passt zu mir und ich finde so meistens zu einem optimalen Ergebnis, das mich wiederum zu neuen Arbeiten inspiriert.

Manchmal gibt es aber zu Recht Ausnahmen von dieser Regel:

Zum einen, weil ich nach einer intensiven abstrakten Arbeitsphase einfach mal Lust bekomme, etwas „Reales“ zu schaffen, andererseits, weil ein Kunde bestimmte Vorstellungen zu einer Auftragsarbeit hat. Weiterhin will ich oft einfach wissen, ob ich die Herausforderung bewältigen kann. So in folgenden zwei Fällen:

"Gelbbrust-Ara" Acrylmalerei, 80 x 80 cm (c) von Cordula Kerlikowski

"Gelbbrust-Ara" Acrylmalerei, 80 x 80 cm (c) von Cordula Kerlikowski

Hier waren Künstler vom Förderverein der Hauptstadtzoos in Berlin angesprochen worden, für eine Auktion zu Gunsten der genannten Einrichtungen Bilder beizusteuern.

Nun ist ein Papagei ein wirklicher Hingucker und früher gab es im Tierpark auf dem Hauptweg zum Schloss Friedrichsfelde eine Reihe von diesen Vögeln im Freien auf Sitzstangen und es war schön, sie nah zu erleben. Leider ist das heute aufgrund des Fehlverhaltens mancher Mitbürger nicht mehr möglich. So entschied ich mich also für den Gelbbrust-Ara, zumal ich hier auch meine Lieblingsfarben Primacryl Kobalttürkis, Phthaloblau grünlich und Kadmiumgelb einsetzen konnte.

Schon allein die Vorzeichnung in dieser Größe war recht mühsam, aber gegenüber der Feinarbeit am Gefieder, dem Schnabel und vor allem am Auge doch noch die kleinere Übung. Ich habe mehrere Stunden täglich Feder für Feder gemalt – und es hatte schon etwas Meditatives. Aber je mehr der Ara zum Leben erwachte, desto mehr Spaß hatte ich an der Arbeit.

Dieses Bild hätte ich am Ende beinahe lieber selbst behalten und es war gut, dass die Auktion bald stattfand, sonst hätte ich ihm womöglich nicht mehr hergegeben.

Ähnlich verhielt es sich mit diesem Bild:

"Sittiche" - Acrylmalerei auf Leinwand, 50 x 70 cm (c) von Cordula Kerlikowski

"Sittiche" (c) Cordula Kerlikowski, 50 x 70 cm, Acrylmalerei auf Leinwand

Hier bestellten die Mitarbeiter einer Firma zum 50. Geburtstag ihres Chefs das Bild – Vorgabe waren die Vögel, die er gerne mag und oft fotografierte.

Auch hier arbeitete ich nach einem Foto, denn solch detaillierte Feinarbeit ist an lebenden Tieren nicht möglich, zumal ich nun mal weder Aras noch Sittiche zu Hause halten oder mit Staffelei, Acrylfarben und Leinwand im Tierpark auftauchen möchte. Ich habe mich bemüht, aus verschiedenen Fotovorlagen die charakteristische Haltung dieser Vögel herauszuarbeiten und den Hintergrund möglichst wie in freier Wildbahn zu gestalten. Außerdem sollten die Tiere „leben“ und so wirken, als würden sie gleich losflattern, den Kopf zum Betrachter drehen oder ein fröhlich krächzen. Hier ist es wichtig, rechtzeitig zum Ende zu kommen. Lieber lasse ich ein Detail weg und konzentriere mich auf wesentliche Bereiche wie Augen, Schnäbel, Körperhaltung und eine vertretbare Anzahl lebensnah gemalter Federn…

Da ein Mitarbeiter der besagten, europaweit arbeitenden Firma im selben Hause ein Büro hatte, sah mir auch noch regelmäßig jemand über die Schulter. Ich glaube, für ihn war es recht interessant, bei der Entstehung zuzuschauen – und mich hat es nicht weiter gestört. Durch den Ara hatte ich ja schon ausreichend Routine…

Beide Arbeiten sind bei den Empfängern gut und mit Freude angenommen worden – was natürlich sehr wichtig für mich ist und mich zufrieden macht.

Ich habe bei der Arbeit an den Acryl-Gemälden viel gelernt, eine Herausforderung gemeistert und ….. Lust bekommen, nun wieder ein paar abstrakte Werke zu schaffen.

So ist das, der stete Wechsel ist meine feste Größe….

Wie ich in meinem letzten Artikel zu meinem Buch „Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“ schon ausgeführt habe, ist es wichtig und manchmal ein Drahtseilakt, die erforderlichen Schritte gut nachvollziehbar, aber trotzdem kurz gefasst, darzustellen.

Im Sonderheft „Blumen  malen – in Aquarell“  der  Zeitschrift „Mein Kreativ-Atelier“ hatte ich für einen Beitrag  etwas mehr Platz: 3 Seiten inkl. Steppfotos war für mich als Autorin schon fast Luxus und so hatte ich ausreichend Spielraum für Materialkunde, Schritt-für-Schritt-Fotos und Erläuterungen.

Auch bei diesem Beitrag begann ich mit einigen Entwürfen, von denen ich hier stellvertretend nur einen zeigen möchte:

Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g, rau

Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g, rau (c) von Cordula Kerlikowski

Da sich die Redakteurin jedoch eine hellere, zweifarbige Blüte wünschte, fiel die Entscheidung dann zu Gunsten einer gelb-violetten Variante mit mehr Knospen.

Weil dieses Motiv schon recht anspruchsvoll ist, war es notwendig, neben einer guten Vorzeichnung (als Vorlagebogen im Heft enthalten) auch viele Detailinformationen zu liefern: so z.B.  die Erläuterungen zum Ausarbeiten des Hintergrundes, die Verwendung von Maskierstiften oder die immer feinere Ausarbeitung der Details und der Licht- und Schatten-Verhältnisse. Dabei musste ich mir immer wieder  Fragen stellen: Was kann ich als bekannt voraussetzen, was muss ich unbedingt genauer zeigen? Wie bleibt das Verhältnis von Text und Bild ausgewogen? Wie mache ich dem Leser, der Leserin Mut, ans Werk zu gehen und ein eigenes Bild zu versuchen?

Spannend war auch das Fotografieren der einzelnen Schritte, vor allem, wenn die Hand zu sehen sein soll, um die Stepps noch klarer zu zeigen – trotz Stativ und guter Kamera ein schwieriges Unterfangen.

Aber ohne ein gutes Layout und die Präsentation des Bildes in einem passenden Ambiente wäre dieser Artikel nur die halbe Miete – und da hat der Verlag eine sehr schöne Arbeit geleistet:

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Und hier ist das fertige Aquarell:

Das fertige Bild (c) von Cordula Kerlikowski

Das fertige Bild (c) von Cordula Kerlikowski

Auch bei diesem Artikel waren Malschülerinnen bereit die Anleitung zu testen – die Ergebnisse haben mich sehr gefreut.

Und wer es nun selbst versuchen will – hier die Angaben zum Heft:

Mein Kreativ-Atelier - Sonderheft KT 147

Mein Kreativ-Atelier - Sonderheft KT 147

Mein Kreativ Atelier SONDERHEFT

„Blumen malen – in Aquarell“
(KT147)

(c) 2009 OZ Verlags GmbH/Rheinfelden

Artikel „Zweifarbige Schwertlilien“
S. 40 – 43

Heute bearbeite ich gescannte kleinere Werkstücke mit GIMP, einem Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm, das ich inzwischen sehr schätzen gelernt habe.

Ich verwende für meine Arbeiten sehr hochwertige Farben der Firma Schmincke, die mich durch ihre Farbbrillanz, Lichtechtheit und Verarbeitungsqualität immer wieder aufs Neue begeistern. Trotz guter Schätzung bleiben hin und wieder Farbreste beim Malen übrig, die ich dann gerne auf vorbereitete Papier-Malgründe oder kleine Leinwände verstreiche – ohne Plan, spontan und in verschiedenen Abmischungen. Im Ergebnis entstehen oft Miniaturen, deren weitere Bearbeitung ich dann in Angriff nehme, wenn Ideen reifen. Das kann recht schnell der Fall sein, aber auch Wochen oder Monate dauern.

Um den Bearbeitungsstand zu sichern, die bereits entstandenen Strukturen als Datei weiter zu entwickeln oder mit Papierausdrucken Entwürfe zu gestalten, scanne ich die Bilder oft:

       

Die Malgründe (Hahnemühle Öl- Acrylmalkarton 240 g) habe ich zunächst mit Strukturpaste partiell vorbereitet – so dass sich glatte Flächen, die die Leinenstruktur des Papiers hervortreten lassen, und strukturierte körnige Flächen unregelmäßig abwechseln.

Im Original beträgt die Größe ca. 8 x 25 cm, durch die Scans in hoher Auflösung sind jedoch auch große Prints auf hochwertigen Papieren oder auf Leinwand möglich.

Was letztendlich aus diesen Zwischenergebnissen geworden ist, zeige ich später in Fortsetzung dieses Artikels.

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