Vor zwei Wochen hat der erste fortlaufende Kurs „botanisches Malen und Zeichnen“ in der Späth’schen Baumschule begonnen. Sechs interessierte Laien stellen sich seitdem der Herausforderung zum naturalistischen Arbeiten nach realen Objekten.

Nun kann man sich fragen, ob das im Winter, wo kaum frisches Grün draußen zu finden ist, Sinn macht. Doch wir können mehr finden als auf den ersten Blick möglich erscheint:

Efeu ist immergrün und findet sich überall – an Bäumen, Gebäuden oder bodendeckend in alten Parks:

Efeu-Ranken an einer Steinplatte, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Efeu-Ranken an einer Steinplatte, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ein einzelnes Blatt oder ein kleines Stück Ranke, vorsichtig abgetrennt, schädigen die Pflanze nicht und verhelfen uns zu einem dankbaren Objekt, das sich sogar über längere Zeit gut hält, ohne die Form zu verlieren.

Auch getrocknete Pflanzenteile aus Blumensträußen oder im Sommer gesammelt, eignen sich gut:

getrocknete Mohnkapseln (c) Foto von Cordula Kerlikowski

getrocknete Mohnkapseln (c) Foto von Cordula Kerlikowski

Hier lassen sich sehr gut Formen, Tonwerte und Licht und Schatten beobachten und erfassen.  Da die trockenen Kapseln sich nicht mehr verformen, sind wir nicht unter Zeitdruck und können entspannt viele Möglichkeiten  der Darstellung ausprobieren:

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth'schen Baumschule

erste Ergebnisse aus dem Kurs in der Späth’schen Baumschule

Ziel dieser Übungen ist es, die Hand zu lockern, Sicherheit in der Strichführung zu bekommen und das Sehen zu erlernen und zu festigen. So vorbereitet, fällt das Ausarbeiten komplizierterer Formen, Blumen und Blüten schon viel einfacher. Es wird nicht mehr lange dauern und wir können draußen erste Skizzen und Studien anfertigen, um sie dann im warmen
Kursraum weiter auszuarbeiten.

Die ersten kleinen Krokusse habe ich letzte Woche schon gefunden:

Krokus im Februar, Berlin-Johannisthal, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Krokus im Februar, Berlin-Johannisthal, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Und ein wenig später, bzw. mit einem Strauß aus dem Blumengeschäft, schaffen wir auch solche Bilder:

"Tulpe" 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe“ 12 x 24 cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

"Weiße Tulpe" - Aquarell auf Büttenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

„Weiße Tulpe“ – Aquarell auf Büttenpapier, (c) Cordula Kerlikowski

Sicherlich erscheinen diese Motive zunächst ziemlich schwer, aber wenn man die „Stolpersteine“ erst einmal umschifft hat, gelingen auch dem ungeübten Hobbykünstler schöne Ergebnisse.

Wir werden uns am kommenden Freitag mit Tulpen befassen – und ich bin schon gespannt, was entstehen wird…

Am 3. Tag unseres Malkurses beschäftigten wir uns noch einmal mit den gesammelten Früchten.

Arbeiten in der Gruppe, Goslar im September 2012, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Arbeiten in der Gruppe, Goslar im September 2012, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Auf  Wunsch der Gruppe demonstrierte ich Schritt für Schritt die Entwicklung eines Aquarells und die Teilnehmerinnen arbeiteten den jeweils vorgeführten Arbeitsgang sofort nach. So lernt es sich besser: Pinselhaltung, Farbwahl, die Art des Farbauftrags… alles nicht schwer, wenn man es einmal gesehen und danach selbst probiert hat:

Hier 4 wesentliche Schritte:

Die 4 wesentlichen Schritte, Zeichnungen und Foto (c) Cordula Kerlikowski

Die 4 wesentlichen Schritte, Zeichnungen und Foto (c) Cordula Kerlikowski

Hier die Ergebnisse der Teilnehmerinnen:

Sibylle G. hat schon mehr Erfahrungen, sie aquarellierte sehr detailliert

Sibylle G. hat schon mehr Erfahrungen, sie aquarellierte sehr detailliert

Antje S. hatte am Vortag Äpfel gemalt - jetzt also Birnen

Antje S. hatte am Vortag Äpfel gemalt – jetzt also Birnen

"Nur" ein Apfel - Martha G. konzentrierte sich auf das Wesentliche

„Nur“ ein Apfel – Martha G. konzentrierte sich auf das Wesentliche

Roswitha K. nahm sich einen kleinen Zweig vor, die Früchte waren tatsächlich etwas abgeflacht

Roswitha K. arbeitete an einem Zweig, dessen Früchte abgeflacht waren

Weiterhin ist es  einer kleinen Gruppe  aber auch möglich, auf besondere Wünsche einzugehen:  Christa waren die Studien zu kleinteilig und sie hatte ohnehin vor, für eine Freundin eine Specksteinfigur anzufertigen. Auch dazu bot das Zeppelinhaus im Garten einen schönen Platz. Für die anderen TeilnehmerInnen war Christas Arbeit Anregung, Abwechslung und Spaß beim Zuschauen:

Der Pinguin von Christa L., Speckstein, ca. 30 cm hoch...

Der Pinguin von Christa L., Speckstein, ca. 30 cm hoch…

Und mit diesem dritten Seminartag war der Kurs auch schon wieder fast zu Ende. Wie immer saßen wir am Abend zusammen, diskutierten die Ergebnisse und überlegten, welche Themen im nächsten Jahr bearbeitet werden könnten…

Am Sonntag Vormittag ging es auf die Heimreise. Ich zeigte zwei meiner Malschülerinnen dabei noch einen Kürbis-Hof in Berlingen, den Bibelgarten in Schöningen und das Hundertwasserhaus „Grüne Zitadelle“ in Magdeburg…

Wie ich gestern berichtet habe, ging mir das Zeichnen meiner Süßkirschen recht schnell von der Hand und das Ergebnis sah so aus:

"Süße Kirschen" - Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

„Süße Kirschen“ – Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, (c) by Cordula Kerlikowski

Da das Licht zum Abend schlechter wurde, habe ich die letztendliche Entscheidung über den Fortgang der Zeichnung auf den nächsten Tag, also heute, verschoben.

Bei Tageslicht war mir die Zeichnung dann doch noch zu fade, Schatten fehlten auf der Fläche und einige kleinere Fehler (überzeichnete Konturen, Schattierungen der Früchte, Farbtöne…) störten mich doch mächtig. Deshalb habe ich zunächst die Korrekturen vorgenommen und mich entschieden, den Hintergrund mit Weiß (wie die Porzellanschale) zu höhen und danach die Schatten aufzusetzen:

"Süße Kirschen" - Farbstiftzeichnung auf Bugra-Pastell, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Süße Kirschen“ – Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

So gefiel es mir recht gut und ich hätte die Zeichnung so belassen können, aber nach einer Pause wollte ich doch einen Hintergrund, der mehr in die Tiefe geht. Rechts neben der Zeichnung sind kleine Farbmuster zu sehen. Dort teste ich, ob die gewählte Farbe zur Zeichnung passt. Zugleich ist es eine gute Erinnerung, wenn ich die Arbeit für längere Zeit unterbrechen muss.

Hier nun die endgültige Fassung:

"Süße Kirschen" - Farbstiftzeichnung auf Bugra-Pastell, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Süße Kirschen“ – Farbstiftzeichnung auf Bugra Pastellpapier, 15 x 20cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Jetzt bin ich zufrieden: die Schatten stimmen, die Kirschen treten plastisch hervor und auch der weiße Hintergrund gefällt mir nun besser.

Farbstiftzeichnungen, insbesondere auf Pastellpapier sind sehr empfindlich. Zum einen ist das Papier anfällig für Griffspuren, dafür aber ein wunderbarer Untergrund für solche Arbeiten. Zum anderen besteht immer die Gefahr, dass die Farbflächen selbst bei leichter Reibung verwischen können. Da ich auch Aquarellstifte benutze, mag ich nicht fixieren. Wenn da etwas schiefgeht, z.B. dicke Tropfen auf das Bild treffen, ist die ganze Arbeit hinüber.

Deshalb bekommen solche Arbeiten immer gleich ein Passepartout und eine Kunststoffhülle, so dass die Zeichnung nicht mit anderen Flächen in Berührung kommt. Das klingt alles sehr aufwändig, aber ich finde, das Ergebnis ist die Mühe wert…

Wie ich schon mehrfach beschrieben habe, kommt man bei der Beschäftigung mit künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten am regelmäßigen Üben nicht vorbei. Das bedeutet nicht, täglich galeriewürdige Bilder zu schaffen, sondern im Rahmen der eigenen zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten kleinere oder größere Studien mit Alltagsgegenständen, Urlaubsmitbringseln oder Fundstücken zu entwickeln.

Hier zwei Beispiele:

"Studie Laubblätter 1" Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

„Studie Laubblätter 1“ Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Laubblätter findet man vom Frühjahr bis zum Spätherbst – sie sind frisch oder getrocknet dankbare Studienobjekte.  Legen Sie sich Studienbögen für verschiedene Jahreszeiten, für verschiedene Baumarten oder Blattformen an. Auf jedem Bogen können Sie viele verschiedene Studien unterbringen und erhalten einen großartigen Fundus an Formen, Farben und Strukturen von Laub.

Auch Obst und Gemüse lassen sich gut abbilden:

"Studie Quitte-Physalis", Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

„Studie Quitte-Physalis“, Aquarell auf Bütten, (c) by Cordula Kerlikowski

Es ist ebenfalls möglich, die Aquarelle durch Detailzeichnungen oder Notizen zu ergänzen.

Selbst Steine oder Muscheln eignen sich bestens:

"Steine" - Aquarell auf Aquarellkarton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Steine“ – Aquarell auf Aquarellkarton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Wohlgemerkt: hier geht es nicht darum vollendete Werke zu schaffen, sondern zu üben, zu lernen und zu wachsen. Alles zusammen schafft Sicherheit im Umgang mit Farben, Formen und Materialien und verhilft dazu, eigene Werke zu schaffen, denen ein gutes Handwerk zu Grunde liegt.

Nur Mut…!

Zeichnen ist Handwerk – keine Frage. Und es erfordert regelmäßiges Arbeiten. Erst dadurch kann sich die nötige Feinmotorik ausbilden und das Auge geschult werden. Das ist jedoch kein Grund frustriert zu sein oder es nicht wenigstens zu versuchen.

Sicherlich ist folgende Arbeit erst nach viel Übung möglich. Ich habe für diesen Zweig etliche Stunden gebraucht, aber das Ergebnis lohnt die Mühe:

"Zierquitten" - 12 x 25 cm, Bleistiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

„Zierquitten“ – 12 x 25 cm, Bleistiftzeichnung auf Zeichenkarton, (c) by Cordula Kerlikowski

Größtes Problem für Anfänger ist die eigene Überforderung am Motiv. Suchen Sie keine zu komplizierten Objekte, schauen Sie genau hin! Zeichnen Sie nur das, was Sie wirklich sehen! Fürs erste verwenden Sie weiche Bleistifte (2B und 4B), einen Knetradierer und einen guten Zeichenkarton mit glatter  Oberfläche. Suchen Sie ein einfaches Motiv: einen Ast, Laubblätter, einfache Muscheln, einen kleinen Stein mit schöner Maserung oder eine einfache Blüte und versuchen Sie es! Mittels Radierer können Sie Fehler schnell korrigieren, regelmäßige Pausen verhindern Ermüdungserscheinungen. Achten Sie auf die korrekte Darstellung der Tonwerte (Graustufen). Schraffieren Sie zu Beginn die hellen Bereiche zu dunkel, wird die gesamte Zeichnung zu düster. Arbeiten Sie schrittweise und betrachten Sie Ihre Arbeit immer wieder mit Abstand.

Steigern Sie nach und nach den Schwierigkeitsgrad und Sie werden sehen, es ist möglich! Und diese handwerklichen Fähigkeiten werden Sie für alle anderen Darstellungsarten gut gebrauchen können: als Vorzeichnung, zur Überprüfung der Perspektive, zum Setzen von graphischen Akzenten u.v.m.

Versuchen Sie es!

Ich berichtete schon mehrfach über meine Arbeit auf Messen oder Produktpräsentationen, wo ich interessierten Zuschauern die verschiedenen künstlerischen Darstellungsmöglichkeiten zeige. Immer wieder höre ich dabei, dass einfach nicht genügend Zeit oder  die Technik zu schwer wäre oder überhaupt schon die Vorzeichnung unmöglich zu schaffen sei. Einmal gipfelte ein solches Gespräch in der Frage, ob es nicht meine Motive schon vorgedruckt auf einem Aquarellblock zu kaufen gäbe!!!!!

Nun ja…. Ohne Übung wird wohl kein Meister vom Himmel fallen und der Slogan eines Anbieters für Malartikel „Morgens gekauft, mittags gemalt, abends an die Wand!“ ist meines Erachtens  äußerst fragwürdig. Wo bleibt denn da die Freude am Erfolg etwas gelernt zu haben?

Dabei ist es nicht schwer auch für Anfänger geeignete Motive zu finden:

"Steine" - Aquarell auf Aquarellkarton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Steine“ – Aquarell auf Aquarellkarton, 30 x 40 cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Steine sind dankbare Motive: sie halten still, verwelken nicht, sind zu jeder Jahreszeit zu finden und nach der Malerei auch als Dekoration zu verwenden. Sie weisen unterschiedliche Strukturen auf, sind einfarbig oder bunt, groß oder klein. Es fällt im Ergebnis nicht ins Gewicht, ob das gemalte Objekt im Original etwas größer oder kleiner ist, ob die Farbtöne etwas abweichen oder die Struktur noch nicht perfekt gelungen ist – denn der Betrachter des Bildes kennt die Modell-Steine in der Regel nicht. Wichtig ist, dass Licht und Schatten stimmen und der Stein insgesamt schlüssig abgebildet wurde.

Hier nutzte ich zu Beginn die Nass-in-Nass-Technik für das Anlegen der wichtigsten Flächen und Tonwerte. Danach arbeitete ich mit Lasuren weiter. Unter Umständen können auch Maskierstifte und einfaches Speisesalz bei der Ausarbeitung helfen, wenn die Motive es erfordern.

Also – keine Ausreden mehr, wenn es darum geht, mit dem Malen zu beginnen!

Diese Aquarellstudie habe ich auf einer Messe angefertigt, auf der ich Maltechniken und -materialien vorgestellt habe. Solche Termine lassen es meist nicht zu, ohne Unterbrechung an einem Bild zu malen, so dass ich hier kleinere Studien vorziehe:

"Efeu" - Aquarellstudie, 30 x 40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

„Efeu“ – Aquarellstudie, 30 x 40cm, (c) by Cordula Kerlikowski

Bei diesem Motiv ist es leicht möglich, die Arbeit zu unterbrechen oder einzelne Schritte genauer zu erläutern: jedes Blatt wird einzeln gemalt, der Hintergrund partiell ausgearbeitet.

Ein kleiner Zweig, ein paar interessant geformte Steine oder etwas Baumrinde, selbst ein zerknülltes Stück Papier sind dankbare Motive.

Auch für die Malerei zu Hause sind sie nutzbar und das Argument, keine Zeit zum Malen zu haben, zieht nur halb: man kann die Vorzeichnung anfertigen, während man ohnehin gerade eine Kaffeepause macht. Das Ausarbeiten der einzelnen Details kann ebenfalls schrittweise, ggf. an verschiedenen Tagen erfolgen. Nur sollte man darauf achten sich die verwendeten Farbmischungen zu notieren, um später keine großen Farbabweichungen zu bekommen. Nützlich ist dabei auch das Führen eines Skizzenbuchs, in dem man interessante bzw. verwendete Mischungen in ihrer Zusammensetzung notiert und abbildet – eine gute Gedächtnisstütze für spätere Malereien.

Also ab heute bitte keine Ausreden mehr! Los gehts…!

Für mein Buch „Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“ habe ich verschiedene Entwürfe und Anleitungen erarbeitet, um eine gute Auswahl anbieten zu können. Nicht alle fanden Eingang in das Buch – und so zeige ich hier zwei Varianten, die nicht erschienen sind:

Beide sind mit Aquarellstiften gezeichnet, die Hintergründe durch abgeschabte und verriebene Krümel der Stiftmine gestaltet und die Blüten selbst mit gut gespitztem Stift in mehreren Schichten ausgearbeitet:

"Margarite" - Hintergrundgestaltung, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton - (c) von Cordula Kerlikowski

"Margeriten" - Hintergrundgestaltung, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton - (c) von Cordula Kerlikowski

Ich habe einen roten und einen gelben Stift benutzt, um den Hintergrund warm und sommerlich zu gestalten. Die Farbbrösel werden dazu mit einem Messer vorsichtig von der Mine geschabt und mit dem Finger oder einem Papierwischer (Estompen) auf das Blatt aufgetragen und miteinander vermischt.

"Margarite" -Stiel, Blätter und Mittelpunkt, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton - (c) von Cordula Kerlikowski

"Margeriten" - Stiel, Blätter und Mittelpunkt, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton - (c) von Cordula Kerlikowski

Ebenfalls mit mehreren verschiedenen Farben werden die Stiele, Blätter (blau, gelb, ggf. grün) und der Blütenmittelpunkt (gelb, rot) gezeichnet. dabei ist darauf zu achten, möglicht wenige verschiedene Farben zu verwenden. Dadurch wird der Farbeindruck harmonischer.

Im letzten Schritt sind die Blütenblätter zu zeichnen. Da sie weiß sind, beschränke ich mich hier auf einige Akzente in einem dunklen Farbton, wobei der Stift immer wieder nachgespitzt werden muss, um dieser sehr dunklen Farbe keine zu große Dominaz zu geben:

"Margarite" - Blütenblätter, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton - (c) von Cordula Kerlikowski

"Margeriten" - Blütenblätter, Farbstiftzeichnung auf Zeichenkarton - (c) von Cordula Kerlikowski

Danach ist die gesamte Zeichnung noch einmal auf Fehler oder sonstige Unregelmäßigkeiten zu überprüfen und ggf. zu korrigieren.

Auf gleiche Weise ist die folgende Zeichnung entstanden, jedoch erscheint diese kühler und mehr auf die Blüten selbst konzentriert:

"Margariten" - die verschiedenen Schritte auf einem Blatt, Zeichnung von (c) Cordula Kerlikowski

"Margeriten" - die verschiedenen Schritte auf einem Blatt, Zeichnung von (c) Cordula Kerlikowski

Der Hintergrund ist nur angedeutet und mit Schraffuren in einer einzigen Farbe gezeichnet. Gut zu erkennen: die einzelnen Arbeitsstufen…

Auf Wunsch kann ich gegen eine Schutzgebühr eine ausführliche Beschreibung mit weiteren Stepp- und Detailfotos  zur Verfügung stellen.

In meinem Buch “Zeichnen Basics – Blumen und Blüten” finden sich die Anleitungen für folgende Blüten: Schneeglöckchen, Tulpe, Krokus, Ballonblume, Lilie, Gerbera (andere Stellung der Blüten), Strelitzia, Orchidee, Rose, Rosenknospe, Kapuzinerkresse, Mohnblume,…. Dort gibt es auch einen ausführlichen Theorie-Teil. Das Buch ist Buchhandel und in Online-Shops erhältlich.

Viel Spaß beim Zeichnen!

Es ist für den/die malinteressierten Laien oft nicht einfach so leicht, passende Literatur zum Lernen mit Schritt-für-Schritt-Ableitungen zu finden. Mal stimmen die Motive nicht, dann ist die Erklärung wenig verständlich oder die Malweise sagt nicht zu. Es ist ärgerlich ein ganzes Buch kaufen zu müssen, wenn eigentlich nur zwei Bilder gefallen.

Nachdem ich mein Buch „Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“ und einige Artikel für eine Kreativzeitschrift fertiggestellt hatte, waren meine Kenntnisse in der einfachen, aber verständlichen Darstellung von Schritt-für-Schritt-Anleitungen erheblich gewachsen, meine tägliche Arbeit mit Malschülerinnen trug ebenfalls zu einem reichen Erfahrungsschatz bei.

So kam mir der Gedanke, einzelne Schritt-für-Schritt-Anleitungen in verschiedenen Techniken anzubieten, damit jeder gezielt sein Lieblingsmotiv, seine Lieblingsfarben oder -technik auswählen kann.

Hier  drei Schritte einer Anleitung für ein Blumen-Aquarell:

Margarite_1-Schritt-für-Schrittanleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margerite 1-Schritt-für-Schritt-Anleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margarite_2-Schritt-für-Schrittanleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margerite 2-Schritt-für-Schritt-Anleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margarite_3-Schritt-für-Schrittanleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Margerite 3-Schritt-für-Schritt-Anleitung (c) von Cordula Kerlikowski

Zu jedem Artikel wird es eine Zeichenvorlage geben, eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Arbeitsgänge in 4-6 Schritten, je nach Schwierigkeit des Themas, sowie ein Bild von der fertigen Arbeit. Dazu gehören auch Tipps und Tricks, die bei eigenen Arbeiten weiter helfen. So bleibt alles nachvollziehbar und ein optimales Ergebnis ist möglich.

Jede Woche soll es eine weitere Anleitung geben, die hier kurz vorgestellt wird. Das nächste Motiv ist eine Farbstiftzeichnung (2 Gerbera-Blüten). Sollte Interesse daran bestehen, bemühe ich mich, diese Anleitungen auch in englischer Sprache anzubieten.

Gerne sende ich die Anleitung gegen eine Schutzgebühr und Porto an interessierte Malfreunde.

Weitere Informationen gebe ich gerne per E-Mail oder telefonisch:

Cordula.Kerlikowski@gmx.de

Tel: +49 163 6048 793

Wie ich in meinem letzten Artikel zu meinem Buch „Zeichnen Basics – Blumen und Blüten“ schon ausgeführt habe, ist es wichtig und manchmal ein Drahtseilakt, die erforderlichen Schritte gut nachvollziehbar, aber trotzdem kurz gefasst, darzustellen.

Im Sonderheft „Blumen  malen – in Aquarell“  der  Zeitschrift „Mein Kreativ-Atelier“ hatte ich für einen Beitrag  etwas mehr Platz: 3 Seiten inkl. Steppfotos war für mich als Autorin schon fast Luxus und so hatte ich ausreichend Spielraum für Materialkunde, Schritt-für-Schritt-Fotos und Erläuterungen.

Auch bei diesem Beitrag begann ich mit einigen Entwürfen, von denen ich hier stellvertretend nur einen zeigen möchte:

Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g, rau

Aquarell auf Hahnemühle Bütten 300 g, rau (c) von Cordula Kerlikowski

Da sich die Redakteurin jedoch eine hellere, zweifarbige Blüte wünschte, fiel die Entscheidung dann zu Gunsten einer gelb-violetten Variante mit mehr Knospen.

Weil dieses Motiv schon recht anspruchsvoll ist, war es notwendig, neben einer guten Vorzeichnung (als Vorlagebogen im Heft enthalten) auch viele Detailinformationen zu liefern: so z.B.  die Erläuterungen zum Ausarbeiten des Hintergrundes, die Verwendung von Maskierstiften oder die immer feinere Ausarbeitung der Details und der Licht- und Schatten-Verhältnisse. Dabei musste ich mir immer wieder  Fragen stellen: Was kann ich als bekannt voraussetzen, was muss ich unbedingt genauer zeigen? Wie bleibt das Verhältnis von Text und Bild ausgewogen? Wie mache ich dem Leser, der Leserin Mut, ans Werk zu gehen und ein eigenes Bild zu versuchen?

Spannend war auch das Fotografieren der einzelnen Schritte, vor allem, wenn die Hand zu sehen sein soll, um die Stepps noch klarer zu zeigen – trotz Stativ und guter Kamera ein schwieriges Unterfangen.

Aber ohne ein gutes Layout und die Präsentation des Bildes in einem passenden Ambiente wäre dieser Artikel nur die halbe Miete – und da hat der Verlag eine sehr schöne Arbeit geleistet:

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Layout des Artikels - Sonderheft "Blumen malen.." KT 147, OZ-Verlag

Und hier ist das fertige Aquarell:

Das fertige Bild (c) von Cordula Kerlikowski

Das fertige Bild (c) von Cordula Kerlikowski

Auch bei diesem Artikel waren Malschülerinnen bereit die Anleitung zu testen – die Ergebnisse haben mich sehr gefreut.

Und wer es nun selbst versuchen will – hier die Angaben zum Heft:

Mein Kreativ-Atelier - Sonderheft KT 147

Mein Kreativ-Atelier - Sonderheft KT 147

Mein Kreativ Atelier SONDERHEFT

„Blumen malen – in Aquarell“
(KT147)

(c) 2009 OZ Verlags GmbH/Rheinfelden

Artikel „Zweifarbige Schwertlilien“
S. 40 – 43

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