Während unseres Aufenthaltes in Goslar besuchten wir den Röderstollen und sahen dort wunderschöne Strukturen und Farbspiele von verschiedenen Vitriolen:

Kupfersulfid an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Kupfersulfid an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

ausgewaschene Minieralien an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

ausgewaschene Mineralen an den Stollenwänden, Foto (c) von Cordula Kerlikowski

Wunderbare Farbkombinationen, die zum Nacharbeiten einladen: Kobalttürkis, Preußischblau, Gebrannte Siena, Orange, Indischgelb…

Zudem ist es interessant auszuprobieren, wie die handelsüblichen oder selbst erstellten Strukturfarben und -pasten für diese abstrakten Gebilde verwendbar sind. Grobe oder feine Strukturpasten, Sand, Kies, Korund, vielleicht sogar kleine Steine geben der Fläche Intensität und eine dritte Dimension. Hier kann man so richtig schwelgen mit Spachteln, Materialien und Darstellungsweisen. Vorzugsweise könnte man den Malgrund zunächst in der Struktur festlegen, um ihn dann farblich zu bearbeiten.

Hier ein paar Beispiele, wie das im Detail aussehen könnte, wobei die Strukturen für eine Studie aus dem Bergwerk noch grober ausgearbeitet werden könnten:

"Strukturen 1"

"Strukturen 1"

"Strukturen 2"

"Strukturen 3"

"Strukturen 3"

"Strukturen 2"

Aus dieser Grundidee heraus sollten einige spannende Arbeiten möglich sein. Ich werde berichten…

Zwei Objekte im Raum …. Eins senkrecht-aufstrebend, das andere waagerecht-verharrend positioniert.

"In Balance" - 30 x 30 cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

"In Balance" - 30 x 30 cm, Mischtechnik auf Leinwand, (c) by Cordula Kerlikowski

Beide wirken in sich ruhend, sind gestärkt durch eine Linie, die sich wie ein Rückgrat an das linke Objekt schmiegt bzw. durch feste Verbindungen, die das rechte Objekt zusammenhalten. Nichts scheint sie aus dem inneren Gleichgewicht bringen zu können, obwohl jedes ausserhalb seines Schwerpunktes einen Impuls bekommt, das die Senkrechte zum Kippen, die Waagerechte ins Kreiseln bringen könnte. Unterstützen sie sich gegenseitig oder versuchen sie sich aus der Balance zu bringen? Kann der aufrechte Balken den waagerechten in die Senkrechte ziehen oder wird er gezogen, droht umzufallen, aus dem Gleichgewicht zu kommen? Das rechte Objekt scheint stabiler, aber sehnt es sich nicht vielleicht auch danach, die Welt einmal aus der aufrechten Perspektive zu betrachten? Welche Risiken birgt das, welche neuen Erkenntnisse und Einsichten schafft es, ist es sinnvoll, von Nutzen? Oder ist es besser liegen zu bleiben um sich die Ruhe und Ausgeglichenheit zu bewahren ……..?

Möglicherweise ist die Balance auch nur eine Vision, ein kurzes Innehalten, Ausruhen, bevor beide wieder in Bewegung kommen …..

Aber vielleicht finden Sie ja noch eine ganz eigene Sicht?

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