Hortus Bulborum 2017 (c) Cordula Kerlikowski

Hortus Bulborum 2017 (c) Cordula Kerlikowski

Nun ist es fast ein Jahr her, dass ich hier einen Beitrag veröffentlicht habe. Das hatte seine Gründe. Ich brauchte diese Auszeit, um meine Prioritäten neu zu setzen, Abstand zu gewinnen und um einfach mal etwas anderes zu machen. Es ist nicht so, dass ich nicht weiterhin künstlerisch tätig war oder keine Kurse mehr gegeben habe, jedoch waren meine wirklichen Schwerpunkte in 2016/2017 andere als die bekannten.

Ich war viel unterwegs, habe tolle Menschen kennen gelernt und ihnen mehr Zeit gewidmet, ein neues Hobby gefunden/ ausgiebig betrieben und meine beiden anderen Projekte „Reise Leise“ und „Orte mit Geschichte – Lost Places“  (vorerst nur auf einer Facebook-Seite) vorangebracht. Es gab auch persönliche und berufliche Tiefpunkte, die ich verarbeiten musste – auch das hat gedauert.

Im Folgenden ein kurzer Abriss der letzten 12 Monate, bevor ich einen Ausblick für 2018 gebe: Read the rest of this entry »

Advertisements


Es ist immer schwierig zu entscheiden, welche Utensilien zum Malen und Zeichnen mit auf die Reise gehen sollen. Die Schränke sind voll und eigentlich brauchen wir ja immer alles. Logischerweise geht das selten und wenn man mit Flugzeug, Jeep und Zelt auf Island unterwegs ist, schon gar nicht.

Somit stellt sich immer wieder die Frage: Was muss unbedingt mit?

Hier meine kleine Übersicht:

Reise-Utensilien für Island

Reise-Utensilien für Island

Zeichengeräte

Bleistifte der Härtegrade HB, 2B, 4B

PITT artist pen (Faber Castell) Stärke F,B,M,S
jeweils: Rötel, Sepia und Schwarz

Pentel Pinselstift (mit Tintenpatronen schwarz)

Kugelschreiber

Knetradierer

Rolletui (naja, ich würde sagen, Stiftetasche)

Papiere

Papier ist schwer und deshalb besonders sorgfältig auszuwählen. Ich habe mich für kleinformatige Produkte entschieden. Für große Arbeiten ist ohnehin keine Zeit und für Skizzen und Farbstudien wird es reichen:

Hahnemühle – Postkartenbox – praktisch, da die fertigen Arbeiten gleich in der Box sicher und vor Feuchtigkeit geschützt verstaut werden.

Hahnemühle – Aquarell-Reisebücher „Carnet de Voyage“ 15,3 x 25 cm und 19 x 20 cm

Hahnemühle – D&S Skizzenbuch 12,5 x 9 cm – super klein, passt in die Hosentasche oder in die Rucksack-Seitentasche

Hahnemühle – Sketch Diary (ohen Abb.) Immer praktisch, weil jeweils eine Seite liniert, die andere, gegenüberliegende, unliniert – für Reisenotizen und Skizzen. Eine Innentasche verstaut Tickets, Eintrittskarten, Quittungen, Postkarten etc.

Sennelier – USK Sketchbook (Leporello, falls es doch mal eine Panorama-Skizze werden sollte)

Aquarellfarben

Sennelier – Aqua Mini mit Pinsel (ein winzig kleiner, leichter Aquarellkasten mit den wichtigsten Farben. Ich habe ihn geschenkt bekommen und werde ihn erstmals ausprobieren.

Das muss genügen, zumal ich möglicherweise doch eher fotografieren werde. Mit dieser bzw. ähnlicher Ausstattung war ich schon oft unterwegs und sie hat sich bewährt.

Noch 6 Tage, dann geht es los….

 

Die Zeit rast dahin und in den letzten Wochen ist schon wieder soviel an interessanten Dingen gelaufen, dass ich wirklich einen Riesen-Blogstau angehäuft habe. Das werde ich nach und nach abarbeiten und bitte dafür um etwas Geduld.

Heute berichte ich über die Malwoche in Goslar, die jetzt schon zum 10. Mal stattgefunden hat. Einige der Teilnehmerinnen sind tatsächlich schon so lange mit dabei und die Gruppe hat sich mit den Jahren gefunden. So entsteht auch eine ganz besondere, familiäre Atmosphäre, die alle offensichtlich sehr genießen.

Es ist schön mit zu erleben, wie sich die TeilnehmerInnen entwickeln und nach und nach ihren eigenen Stil finden. Weg von Mal-Zeitschriften und dem Kopieren anderer Vorlagen (auf die Copyright-Situation weise ich aus gutem Grund immer wieder hin) – hin zu dem Arbeiten nach eigenen Entwürfen, Fotos, Ideen. Einige Teilnehmerinnen sammeln übers Jahr eigene Fotomotive, die sie dann in dieser Arbeitswoche schrittweise und ganz entspannt zu richtig guten Bildern entwickeln.

Hier einige Beispiele, was in diesem Jahr entstanden ist. Auch wenn der Kurs unter dem Motto „Freie Acrylmalerei“ steht, können die verschiedensten Techniken angewendet werden. Wei weit das u.U. gehen kann, seht ihr gleich:

Christa A., Goslar, April  2014

Christa A., Goslar, April 2014

Karin S., Goslar April 2014

Karin S., Goslar April 2014

Antje S., Goslar April 2014

Antje S., Goslar April 2014

Christa A., Goslar April 2014

Christa A., Goslar April 2014

 

 

Heike S., Goslar April 2014

Heike S., Goslar April 2014

Sibylle G., Goslar April 2014

Sibylle G., Goslar April 2014

Steffi B., Goslar April 2014

Steffi B.

Antje S., Goslar April 2014

Antje S., Goslar April 2014

Monika K., Goslat April 2014

Monika K., Goslat April 2014

Cathrin B., Goslat April 2014

Cathrin B., Goslat April 2014

Karin P., Goslar April 2014

Karin P., Goslar April 2014

 

Stadtarchiv Gosar, April 2014

Stadtarchiv Gosar, April 2014

Sicherlich machbar, aber doch etwas langweilig wäre es, würden wir uns die ganze Woche nur mit unserer Kunst beschäftigen. So versuche ich jedes Jahr, ein kleines Highlight zu finden, das uns auch außerhalb des Ateliers begeistern kann: Bergwerk, Museum, Nordische Stabkirche und in diesem Jahr das Goslarer Stadtarchiv. es ist, im Gegensatz zu vielen anderen Archiven, der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich – und es ist unglaublich spannend, wenn der Leiter, Herr Albers, leidenschaftlich über alte Schriften spricht.

Hier einige Impressionen. Die 2 Stunden waren so spannend und informativ, dass ich dazu noch einen gesonderten Beitrag schreiben werde.

Herr Albers mit einer <urkunde aus dem 13. Jahrhundert, mit freundl.Genehmigung des Stadtarchivs

Herr Albers mit einer

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne – frohes Schaffen…!

 

 

 

 

Vor einiger Zeit bat mich die Firma Hahnemühle FineArt GmbH, einige botanische Zeichnungen für eine neues Skizzenbuch im Taschenformat zur Verfügung zu stellen und schickte mir das kleine Büchlein, das mir auf Anhieb sehr gut gefiel:

12,5 x 9 cm klein, passt es in jede Hosen- oder Handtasche, das Papier ist fest und gut für Tusche, Bleistift- und Farbstiftzeichnungen geeignet. Auch das Nachkolorieren mit Aquarellfarben sollte gut möglich sein, wenn nicht zu viel Wasser auf das Papier gesetzt wird.

Hier die drei Arbeiten, die ich direkt ins Mini-Skizzenbuch gezeichnet habe:

"Apfelblüte" im D&S Skizzenbuch von Hahnemühle, (c) Cordula Kerlikowski

„Apfelblüte“ im D&S Sketch Book von Hahnemühle, Farbstiftzeichnung, (c) Cordula Kerlikowski

"Efeu" - Bleistiftzeichnung im D&S Skizzenbuch von hahnemühle,c) Cordula Kerlikowski

„Efeu“ – Bleistiftzeichnung im D&S Sketch Book von Hahnemühle, (c) Cordula Kerlikowski

"Tulpe" - Bleistiftzeichnung im D&S Skizzenbuch von hahnemühle,c) Cordula Kerlikowski

„Tulpe“ – Bleistiftzeichnung im D&S Sketch Book von Hahnemühle,c) Cordula Kerlikowski

Für mich war es spannend, auf so kleinem Format zu arbeiten. Manche meiner Zeichnungen sind zwar auch nicht viel größer, jedoch arbeite ich selten auf kleineren Papierformaten – ich brauche einfach, zumindest „rein psychologisch“ viel Platz.es könnte mir ja noch einiges wichtige mehr einfallen, was noch aufs Blatt muss. Das liegt aber auch daran, dass ich beim Zeichnen einfach nicht aufhören kann…

Dieses kleine Buch war für mich also eine ganz neue Erfahrung – meist waren mir in der Vergangenheit die Skizzenbücher einfach zu groß und zu schwer, um sie mitzunehmen und regelmäßig zu benutzen. Das gilt nun nicht mehr als „Ausrede“.

Seht nun hier, wie das Mini in einem kleinen Video von Hahnemühle präsentiert wurde:

So, nun aber weiter – es warten im Kühlschrank noch einige zeichnenswerte Mitbringsel aus dem Garten: dicht verschlossen in einer flachen Sushi-Schale, gebettet auf ein angefeuchtetes Küchenkrepp, halten sich Blätter, Zweige und manche Blüten noch einige Tage länger…

Heute war ich mit dem Fahrrad unterwegs und bin von Johannisthal nach Schmöckwitz und später nach Rauchfangswerder gefahren. Ein gutes Stück Wegstrecke, aber es lohnt sich. Es gab viel zu sehen und aufzunehmen:

Wegwarte und Breitwegerich am Straßenrand zum Beispiel haben mich daran erinnert, dass sie auch schöne Motive zum Zeichnen und Aquarellieren abgeben. Der Duft von Tannen und Flusswasser wirkte entspannend und wohltuend.

So früh waren noch nicht viele Menschen unterwegs und ich hatte einige Orte fast für mich allein:

Segler auf der Dahme und schöne Wolkenspiele - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Segler auf der Dahme und schöne Wolkenspiele

Hier und da interessante Motive, die ich mir notierte und Fotos machte, um sie für spätere künstlerische Arbeiten zu bewahren:

Am Bootssteg an der Badewiese in Schmöckwitz - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Am Bootssteg an der Badewiese in Schmöckwitz

Blüten-Detail am Wasser - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Blüten-Detail am Wasser

Von dieser Blütendolde habe ich viele Aufnahmen gemacht: Details, Blätter, Stängel, Blattachseln.. alles, was wichtig ist, um daraus später etwas interessantes zu machen, obwohl die vielen kleinen Blüten nach viel Arbeit aussehen.

Entenfamilien paddelten durchs ruhige Gewässer und kamen sehr dicht heran ohne Futter zu erwarten:

Erpeljunges - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Erpeljunges

Und natürlich gab es auch wieder Blüten zu finden:

Trichterwinde - Foto (c) Cordula Kerlikowski

Trichterwinde

Und manchmal waren es auch entspannendes Wasserplätschern:

und skurrile Fundstücke:

Ob die „Message in a Bottle“ schon herausgenommen wurde? Oder hat ein stiller Zecher hier am Abend zuvor einen „Alcopop“ (nach der Flaschenform zu urteilen) genossen? Ein Moment der Gedankenspielereien…

Morgen werde ich die Fotos genauer sichten und dann geht es wieder weiter mit neuen Zeichnungen…

%d Bloggern gefällt das: