Neben Tulpen gehören Kürbisse zu meinen Lieblingsmotiven. Zum einen ist die Vielfalt dieser Früchte schier unerschöpflich, zum anderen ist es möglich, sie lange aufzubewahren, bevor sie endgültig in den Kochtopf wandern müssen.

Kürbisvielfalt, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kürbisvielfalt aus Berklingen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

"Kürbisberg" in der Späth'schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

“Kürbisberg” in der Späth’schen Baumschule, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Meist kaufe ich meine Objekte bei Frau Heinemanns Kürbishof in Berklingen, weil er auf dem Weg von Goslar nach Berlin liegt (wenn man über die Landstraßen fährt). Aber auch die Späth’schen Baumschulen haben eine große Auswahl an Kürbissen, die im Herbst in einer großen Ausstellung präsentiert werden. Ein Besuch lohnt sich und ich freue mich jedes Jahr auf diesen Einkauf! So sichere ich mir doch immer interessante Novitäten zum Malen.  Read the rest of this entry »


Der Sommer neigt sich dem Ende. MalschülerInnen und Botanik-Freunde sind aus dem Urlaub zurück und die Natur setzt zum farbenfrohen Finale an! Es ist Erntezeit.
Was liegt da näher als das eine mit dem anderen zu verbinden und das zweite Kurshalbjahr mit herbstlichen Motiven einzuleiten?

Bohnen, Kürbisse, Hagebutten, Kastanien – es findet sich so vieles, was zu malen ist!

"Grüne und gelbe Bohnen" Aquarell, 25 x 25 cm, (c) Cordula kerlikowski

“Grüne und gelbe Bohnen” Aquarell, 25 x 25 cm, (c) C.Kerlikowski

"Hagebuttenzweig" - 25 x 25cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

“Hagebuttenzweig” – 25 x 25cm, Aquarell, (c) Cordula Kerlikowski

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Nach einer längeren Sommerpause melde ich mich nun endlich zurück ins Blogger-Dasein.

Wie schon erwähnt, habe ich mir in diesem Sommer einen lang gehegten Wunsch erfüllt, bin für zwei Wochen nach Island geflogen und habe dort zusammen mit einer Freundin per Jeep und Zelt den Süden der Insel erkundet:

Jökulsárlón/Island Foto (c) C.Kerlikowski/ReiseLeise

Jökulsárlón/Island Foto (c) C.Kerlikowski/ReiseLeise

Landschaft, Farben, Formen und das Licht sind einzigartig. der Vulkanismus hat auf dieser Insel Formen geschaffen, die man nicht so oft findet, aber hier lebt die Natur auf ganz andere Weise als wir es aus Mitteleuropa gewohnt sind. Man lebt mit den Vulkan und geht mit der Gefahr eines Ausbruchs rouliert, aber sehr sicherheitsorientiert um. Das konnten wir selbst erleben: Am Tag unserer Anreise begann der Bárðarbunga zu grummeln und am Abreisetag brachen dann doch erste kleine Lavaströme durch. Wir waren auf unserem Weg bis ca. 65 km Luftlinie am betroffenen Gebiet und haben davon nichts mitbekommen, da sich die Eruptionen (bis zu einer Magnitude von 5,3 und bis zu 40-60 Beben pro Stunde) in 700 m Tiefe abspielten.

Die Informationen waren sachlich, konzentriert und auf die wichtigen Kernaussagen beschränkt. An den Rezeptionen der Zeltplätze gab es Aushänge, die Wetter-Webseite Islands hatte immer die aktuellen Informationen online. Insofern blieben wir entspannt und genossen das fantastische Land, inklusive Sturm, Eishai, Fährfahrt und Vulkanwanderung.

Westmännerinseln, Foto (c) C.Kerlikowski/ReiseLeise

Westmännerinseln, Foto (c) C.Kerlikowski/ReiseLeise

Mehr über Island und unsere Tour ist nach und nach auf meinem Blog “ReiseLeise” zu lesen:

http://reiseleise.wordpress.com

(Der Blog ist noch nicht ganz im Idealzustand, aber einfach erst mal scrollen und die Überschriften anklicken, dann findet ihr die Berichte).

Und nun hat mich, leider, leider, der Alltag wieder. Irgendwie sind Herz und Seele noch auf Island. Die Eindrücke wirken länger nach als nach jeder anderen Reise, die ich bisher unternommen habe. Vieles wird in künftige Arbeiten einfließen, da bin ich mir sicher. Ein guter Grund, wieder großformatig mit Acrylfarben zu malen.

Doch erst einmal ging und geht es wieder nach Goslar zum Mal-Wochenende, zu den Kursen, die ich in der Volkshochschule gebe und an die Vorbereitung meines Ausstellungsstands beim Herbstfest des Botanischen Volksparks in Pankow am 5.10., die Acryl-Vorführung bei Gerstaecker am 17.10. in Dresden.

In Kürze also wieder mehr Kunst von mir! Bis dann!


Es ist immer schwierig zu entscheiden, welche Utensilien zum Malen und Zeichnen mit auf die Reise gehen sollen. Die Schränke sind voll und eigentlich brauchen wir ja immer alles. Logischerweise geht das selten und wenn man mit Flugzeug, Jeep und Zelt auf Island unterwegs ist, schon gar nicht.

Somit stellt sich immer wieder die Frage: Was muss unbedingt mit?

Hier meine kleine Übersicht:

Reise-Utensilien für Island

Reise-Utensilien für Island

Zeichengeräte

Bleistifte der Härtegrade HB, 2B, 4B

PITT artist pen (Faber Castell) Stärke F,B,M,S
jeweils: Rötel, Sepia und Schwarz

Pentel Pinselstift (mit Tintenpatronen schwarz)

Kugelschreiber

Knetradierer

Rolletui (naja, ich würde sagen, Stiftetasche)

Papiere

Papier ist schwer und deshalb besonders sorgfältig auszuwählen. Ich habe mich für kleinformatige Produkte entschieden. Für große Arbeiten ist ohnehin keine Zeit und für Skizzen und Farbstudien wird es reichen:

Hahnemühle – Postkartenbox – praktisch, da die fertigen Arbeiten gleich in der Box sicher und vor Feuchtigkeit geschützt verstaut werden.

Hahnemühle – Aquarell-Reisebücher “Carnet de Voyage” 15,3 x 25 cm und 19 x 20 cm

Hahnemühle – D&S Skizzenbuch 12,5 x 9 cm – super klein, passt in die Hosentasche oder in die Rucksack-Seitentasche

Hahnemühle – Sketch Diary (ohen Abb.) Immer praktisch, weil jeweils eine Seite liniert, die andere, gegenüberliegende, unliniert – für Reisenotizen und Skizzen. Eine Innentasche verstaut Tickets, Eintrittskarten, Quittungen, Postkarten etc.

Sennelier – USK Sketchbook (Leporello, falls es doch mal eine Panorama-Skizze werden sollte)

Aquarellfarben

Sennelier – Aqua Mini mit Pinsel (ein winzig kleiner, leichter Aquarellkasten mit den wichtigsten Farben. Ich habe ihn geschenkt bekommen und werde ihn erstmals ausprobieren.

Das muss genügen, zumal ich möglicherweise doch eher fotografieren werde. Mit dieser bzw. ähnlicher Ausstattung war ich schon oft unterwegs und sie hat sich bewährt.

Noch 6 Tage, dann geht es los….

 


Bald geht es in den Urlaub nach Island und ich habe jede Menge zu tun. Nicht nur die Urlaubsvorbereitungen, auch letzte Termine, Kurs-Planungen für die Zeit ab September und einige Aufträge beanspruchen mich gegenwärtig mehr als mit lieb ist.

So sind es die kleinen Arbeiten, die mir gerade viel Spaß bereiten und zu einer (fast täglichen) Übung  geworden sind.

Aus Farbflächen kleine Kreaturen und Geschichten zu entwickeln macht mir immer wieder aufs Neue ganz viel Spaß. Mittlerweile ist die Sammlung schon recht groß geworden. Manchmal wundert es mich selbst, in welche Richtung die Zeichnung letzten Endes geht. In der Regel habe ich keinen festen Plan, was aus einer Farbfläche entsteht. Insofern ist es immer eine Zwiesprache und Wechselwirkung, die die Arbeit vorantreiben.

Im Format 25 x 25 cm sind es kleine, märchenhafte Geschichten in Kombination aus Aquarell und Tuaschezeichnung, die Zug um Zug entstehen: manchmal gibt die erste Figur das Thema vor, eine erste Pflanze das Umfeld meiner kleinen Wesen. Hier zwei Beispiele. die im April entstanden sind:

"Ich war's nicht!", Mischtechnik, 25 x 25 cm, (c) Cordula Kerlikowski

“Ich war’s nicht!”, Mischtechnik, 25 x 25 cm, (c) Cordula Kerlikowski

"Spiel mit mir!", 25 x 25cm, Mischtechnik, (c) Cordula Kerlikowski

“Spiel mit mir!”, 25 x 25cm, Mischtechnik, (c) Cordula Kerlikowski

 

Kleinformatige Arbeiten beschränken sich zwangsläufig eher auf eine einzelne Figur oder Blüte, Aber auch das macht Spaß und ist eine gute Übung fürs “Gesichter finden” und die Arbeit en detail.

Hier ein paar Beispiele für die letzten kleinen Figuren, die mir aus der Zeichenfeder gesprungen sind. Alle Mini’s haben ein ungefähres Maß von 13 x 13 cm und sind zum Sonderpreis von 30,00 erhältlich. Größere Formate auf Anfrage.

"Lockenbär" - Mischtechnik, (c) C.Kerlikowski

“Lockenbär” – Mischtechnik, (c) C.Kerlikowski

"Hundeprinzessin", Mischtechnik, (c) C.Kerlikowski

“Hundeprinzessin”, Mischtechnik, (c) C.Kerlikowski

"Blumenmaus", Mischtechnik (c) Cordula Kerlikowski

“Blumenmaus”, Mischtechnik (c) C.Kerlikowski

"Fluesterblume" Mischtechnik, (c) C.Kerlikowski

“Fluesterblume” Mischtechnik, (c) C.Kerlikowski

"Hund mit Blume" (c) C.Kerlikowski

“Hund mit Blume, Mischtechnik” (c) C.Kerlikowski

 

 

 

 

"Der Hund des Metzgers" (c) C.Kerlikowski

“Der Hund des Metzgers” (c) C.Kerlikowski

Schon wieder ist so viel Zeit ins Land gegangen seit meinem letzten Blogbeitrag. Irgendwie rennt die Zeit einfach so davon.

Jetzt kommt auch bald der Urlaub und es ist noch vieles vorzubereiten.

Auf in den Urlaub !!

Auf in den Urlaub !!

Deshalb hier ein kurzes Lebenszeichen und ein Link zu meinem neuen Blog, in dem ich über meine kleinen und großen Reisen berichten werde – ganz individuell und möglichst schon von unterwegs, sofern das WLAN mit mir ist.

http://reiseleise.wordpress.com

Im ersten Beitrag könnt ihr ausführlicher meinen Flandern-Besuch vom letzten Dezember nachlesen. Der zweite geht schon mal über Island – mein Reiseziel im August.

Wanderschuhe und Zeltausrüstung - mal was Neues, jedenfalls für mich. Foto (c) Cordula Kerlikowski

Wanderschuhe und Zeltausrüstung – mal was Neues, jedenfalls für mich. Foto (c) Cordula Kerlikowski

Weitere Themen werden dieses Jahr: “Kurzausflug nach Gent”, “Flandern mit dem Auto” und alles Rund um die Vorbereitung eines längeren Toskana-Aufenthaltes im nächsten Jahr.

Ich würde mich freuen, wenn ihr Lust habt meinem Blog zu folgen und mit mir auf die Reise zu gehen.

Und der nächste Blogbeitrag geht dann wieder über Kunst

Herzlichst
Cordula

 

 


Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Zisterziensermönche gründeten 1258 eine erste Klosteranlage auf seiner Insel im Parsteiner See und nannten es in Anlehnung an die Schutzpatronin Kloster Mariensee. Diese Anlage musste jedoch aufgegeben werden, da die Insellage sich wirtschaftlich als ungünstig erwies. Auch der für ein Kloster unabdingbare landwirtschaftliche Betrieb war hier nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Zudem war die noch im Bau befindliche Anlage vor Wasserstandsschwankungen des Sees nur unzureichend zu schützen.

1278 zogen die Zisterzienser 8 km weiter an den Choriner See und begannen von Neuem mit dem Aufbau eines Klosters. Neben religiösen waren auch politische Gründe für die Klostergründung ausschlaggebend. Faktisch neben einer Siedlung der Slawen gelegen, konnten die Mönche hier ihr missionarisches Werk tun und andererseits in Abgeschiedenheit entsprechend der Ordensregeln ein gottgefälliges Leben führen. Die Askanierfürsten förderten die Klostergründung mit großzügigen Stiftungen und sicherten damit Chorin auch als ein wichtiges Zentrum, an dem sich Wirtschafts- und Handelswege kreuzten.

Im Stil der Frühgotik entstanden, ist die Kirche sogar als (überdachte) Ruine noch eindrucksvoll und zeigt das hohe Können der Mönche. Aus Backsteinen mit dem Lehm aus Vorkommen der Umgebung hergestellt, “automatisierte” man den Bau mit standardisierten Steinformen, die unterschiedlich kombiniert wurden. Das ersparte teure Steinmetzarbeiten und ging natürlich auch viel schneller.

Hier einige Beispiele im Detail:

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Beeindruckend zeigen die mit großen Aufwand restaurierten Bereiche des ehemaligen Klosters noch heute die Größe und Bedeutung dieses Ortes an:

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

In der Reformationszeit wurde das Kloster aufgegeben und versank in der Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert wurde es durch die Ideen der Romantik wieder entdeckt. Wir kennen den Hang zur romantischen Verklärung mittelalterlicher Anlagen sehr gut durch Caspar David Friedrich und andere Künstler. Auch Chorin profitierte von diesem “Trend”. Neben anderen erkannte auch Karl Friedrich Schinkel die Bedeutung der Architektur und begann die Klosteranlage zu sichern und zu restaurieren. Die noch heute beeindruckende Parkanlage entstand unter Leitung von Peter Joseph Lenné.

Ruine der Klostermühle, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ruine der Klostermühle, Foto (c) Cordula Kerlikowski

 

Auf dem Friedhof ist u.a. der Architekt Max Taut begraben:

Friedhof, Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Friedhof, Kloster Chorin, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Romantischer Amtssee, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Romantischer Amtssee, Foto (c) Cordula Kerlikowski

In dieser malerischen Umgebung zu zeichnen, ist eine große Freude und Anstrengung zugleich. Zunächst wird man von dieser gewaltigen Architektur beinahe erschlagen und die Wahl eines Motivs ist eine Herausforderung. Man kann sich kleine Details, wie z.B. ein Fenster, ein Maßwerk oder ein Kapitell, aussuchen, aber auch eine Gesamtansicht aufs Papier bringen. Wer die Wahl hat, hat die Qual…

Meine beiden Teilnehmerinnen sind im Zeichnen schon etwas versiert und  hatten den Mut, sich an die Apsis der Klosterkirche zu wagen. Wer so etwas schon einmal probiert hat, weiß, was ich meine. Man braucht sehr viel Geduld für so ein Motiv:

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Anja und Ilka beim Zeichnen, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Hier ihre Arbeiten:

Ilkas Sicht auf die Klosterkirche, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Ilkas Sicht auf die Klosterkirche, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Anjas Blickwinkel, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Anjas Blickwinkel, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Beide sind noch längst nicht fertig. So ein Bild ist nicht an einem Tag zu schaffen. In so einem Fall ist es ratsam, sich auf die wesentlichen Linien und Strukturen zu konzentrieren und einige Fotos als Gedächtnisstützen mit nach Hause zu nehmen. Beide wollen ihre Zeichnungen mit der Zeichenfeder und Tinte vollenden – ich bin gespannt und werde die Ergebnisse gerne nachreichen.

Wir werden hier auf jeden Fall noch öfter zeichnen, denn es macht einfach Spaß hier zu sein. Die Anlage bietet sehr viele Möglichkeiten für geübte Zeichner ebenso wie für Neueinsteiger, passende Motive zu finden.

Man kann aber auch ohne künstlerische Ambitionen nach Chorin fahren – zum Beispiel zum Choriner Musiksommer oder für einen Spaziergang um den Amtssee und den Besuch des Museums…. Und den Tag in der “Immenstube” ausklingen zu lassen, ist auch eine Option.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Mal!!!

 

 

 

 

 

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